Frage von traumtaenzerin, 225

Übelkeit, Schwindel, völlige Schwäche

Meinem Sohn (24) gehts seit 10 Tagen sehr schlecht. Es begann Sa mit Übelkeit u Schwindel. Am So war er körperlich völlig erschöpft. Er nahm übers WE Vomex gg Übelkeit u dachte, dass Gastritis o Grippe oä im Anmarsch wäre.Doch nix kam.Der Zustand verschlechterte sich noch. Er konnte nicht essen, hatte aber außer starker Übelkeit, Schwindel u Schwäche keine Beschwerden. Dienstag bat er mich, ihn ins KH zu bringen. (Und das will schon was heißen bei ihm) Dort nahm man ihn auf,EKG (war ok)Es wurde Kochsalz angehängt u Blut abgenommen, ansonsten geschah nichts, genau wie am Mi Vorm. Da war ich bei der Visite zugegen.Ich hielt es für wichtig,zu berichten, dass er ein paar Monaten lang öfter Ibuprophen wg Zahnprobl eingenommen hatte (Er leidet unter extremer Angst vorm Zahnarzt) und nach einer Zahn OP Ende Jan 14 Tage Antibiotikum nehmen musste.Vielleicht wäre das alles eine Erklärung für seinen Zustand, dachte ich. Doch der wortführende Arzt meinte daraufhin, dass dann wohl eine Angststörung vorliegt. Die Blutwerte wären i.O. Er sprach meinen Sohn direkt an, er soll sich keine Sorgen machen, er wäre nicht schwer krank. Er soll sich mal richtig ausschlafen und nicht reinsteigern. Ich dachte, ich höre nicht richtig und sagte, dass ihm genau wie am Tag der Einlieferung extrem übel und schwindlig ist. Erst daraufhin bekam er MCP via Tropf und ein Medikament gespritzt (weiß nicht, was), das ihm für ca. 2 Stunden den Schwindel nahm. Danach war alles beim Alten. MCP half ihm nicht. Trotz Nachfrage wurde ihm nichts weiter gegeben. Lediglich ein Ultraschall des Herzens wurde noch gemacht. Auch alles ok. Am Do hieß es Entlassung, obwohl sein Zustand unverändert war. Der von mir daraufhin nachdrücklich angesprochene Arzt, fragte mich auf dem Flur,was man jetzt noch machen soll. Er kann atmen, das Blut ist ok, er hat nichts, was einen Aufenthalt im KH rechtfertigen würde, auf der Inneren entlässt man Patienten eh nie gesund. Ich begann den Glauben zu verlieren. Mein Sohn war schon völlig verzweifelt, fühlt sich nicht ernst genommen. Das sagte ich auch. Der Arzt hörte sich alles noch einmal an u meinte, dass man Panthozol geben könnte o man macht eine Magenspiegelung. Mein Sohn hatte schlechte Erfahrungen beim "Schlauch schlucken" und bat um die Tabletten. Unnötig zu erwähnen, dass im Arztbrief zu lesen war, dass mein Sohn die Behandlung verweigerte. Beim gestrigen Besuch seiner Hausärztin wurde die Pantozol-Dosis erhöht. Sie meinte, dass sehr wahrscheinlich eine Magenschleimhautentzündung vorliegen würde. Heute ging es meinem Sohn noch schlechter. Kopf und Gliederschmerzen sind dazu gekommen und die Temperatur ist erhöht (38). Am Nachmittag hat er ein Antibiotikum (1xtäglich, 5 Tage lang, 400er) eingenommen. Was kann man tun? Kann eine Magenschleimhautentzündung einen Menschen so niederstrecken? Oder steckt vielleicht doch eine Grippe, die tagelang nicht ausbricht? Ich mach mir große Sorgen.Vielleicht hat jemand einen wichtigen Hinweis/Rat bitte?

Antwort
von gerdavh, 225

Er wird um eine Magenspiegelung nicht herum kommen. Bei empfindlichen Patienten kann man diese Untersuchung mit einer Kurzzeitnarkose durchführen. Geht mal zu einem Gastroenterologen - der wird das sicher ernst nehmen und nicht gleich psychische Probleme unterstellen. Evtl. wird man vorschlagen, wenn er ohnehin schon eine Narkose bekommt, gleich mal eine hohe Darmspiegelung vorzunehmen, das würde ich dann auf alle Fälle befürworten. Gute Besserung für Deine Sohn. lg Gerda

Kommentar von traumtaenzerin ,

Vielen Dank für die Besserungswünsche und Hinweise. Denke auch, dass jetzt schnellstmöglich Fachärzte zu Rate gezogen müssen. Bin aber sehr ernüchtert, was die Behandlung im Krankenhaus angeht. Dort geht man hin, um Hilfe zu bekommen.

Kommentar von GeraldF ,

Also, wenn die Ärzte das so machen würden, wie hier manchmal empfohlen wird, dann hätten wir noch ein deutlich größeres Problem im Gesundheitswesen, als wir es ohnehin schon haben.

Eine Vollnarkose für eine Gastroskopie hebt das Gesamtrisiko der Prozedur deutlich an - das ist überhaupt nicht verhältnismäßig.Und dann wollen Sie auch noch eine Koloskopie dranhängen. Damit wird aus der Kurznarkose eine längere Narkose, sie brauchen also eine balancierte Anästhesie mit allem drum und dran. Ganz abgesehen davon soll der arme Kerl, dem es ja eh schon scheiße geht, in diesem Zustand auch noch 4-6 Liter Lavage trinken, weil Sie meinen, dass Sie die Ursache für die Schwindelsymptomatik im Dickdarm finden. Au weia.

Antwort
von GeraldF, 193

Die zuletzt aufgeführten Beschwerden (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) deuten auf einen Virusinfekt.

Die Gastritis ist spekulativ, üblicherweise bessern sich die Beschwerden einer Gastritis nach der üblichen Dosis von 40mg Pantoprazol. Wenn man wissen will, ob eine Gastritis vorliegt, ist eine Endoskopie erforderlich. Schwindel gehört nicht zu einer Gastritis.

Das Antibiotikum ist quatsch, es hat keine Wirkung auf Viren und wenn er Pech hat, verstärkt sich die Übelkeit dadurch noch (kommt auf das Präparat an).

Ich hätte bei der anfänglichen Symptomatik (Schwindel und Übelkeit) an ein primär neurologisches/HNO Problem gedacht. Neuritis vestibularis, Lagerungsschwindel, Kleinhirninfarkt /-blutung, etc.

Kommentar von traumtaenzerin ,

Vielen Dank für die Information. Als absoluter Laie hegte ich natürlich die Hoffnung, dass die Gabe von Antibiotikum eine sinnvolle Hilfe ist. Besser gehts meinem Sohn auch heute nicht. In der Nacht hat er sehr geschwitzt, berichtete er. Erst am Freitag ist wieder ein Arzttermin. Ich bin ratlos.

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