Frage von nonameneeded, 40

TSH-Wert trotz Behandlung zu hoch?!

Hallo allerseits! Vor gut 2 Jahren wurde bei mir eine "leichte" (wie damals gesagt) Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, mein TSH-Wert lag damals bei 4,47. Seitdem nehme ich L-Thyroxin 100, lasse einmal jährlich beim Radiologen ein Schilddrüsen-Szintigramm anfertigen und zweimal jährlich mittels Bluttest den TSH-Wert bestimmen. Beim letzten Bluttest lag der TSH-Wert bei 3,9 und meinte Ärztin meinte, der Wert wäre optimal und folglich würde die Dosis so beibehalten werden. Jetzt habe ich aber gelesen, dass die obere TSH Normwertgrenze bereits vor einiger Zeit von 4,5 auf 2,5 abgesenkt wurde - was ja folglich bedeuten würde, dass mein derzeitiger Wert von 3,9 trotz Behandlung noch immer viel zu hoch wäre? Meine Ärztin besteht jedoch auf die "alte" Obergrenze und hält eine Änderung der Dosis für unnötig. Ich habe weitestgehend keine Beschwerden; in den letzten Wochen jedoch wieder vermehrt unerklärliche Kreislaufprobleme sowie Herzrasen (bei EKG, Belastungs- & Langzeit EKG wurde jedoch nichts gefunden). Außerdem wiege ich bei einer Größe von 1,62m 48 kg und nehme einfach nicht zu - eine Nebenwirkung der SU ?!

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Antwort
von KrankerSchlumpf, 35

Nun, das mit der Obergrenze von 2,5 ist so ne Sache.

Fakt ist, dass unsere mechnisch denkenden Ärzte Probleme haben, wenn die Norm zu breit ist, weil sie eben alles in der Norm als automatisch gesund abtun. So gesehen, macht es eine engere Norm für die Ärzte zunächst mal einfacher. Da ja die Verteilungen der TSH-Werte der alten Norm ( je nach Labor meist 4.0 bis 4,5 ) gerade im Bereich 2,5 bis 4,5 nicht bekannt ist, kann man nur rätseln, ob durch die Absenkung der Norm mehr Patienten zu viel behandelt werden, als das Patienten endlich die Medikamente bekommen, die sie brauchen.

Was deine Situation angeht . Ja, der TSH ist in Anbetracht der Dosierung schon verdammt wenig gefallen. ( Selbst wenn er beim letzten Test höher war als bei den anderen, und vor der Medikation die Blutentnahme an einem "niedrigen" Tag stattfand ). Wichtiger als die Werte sind aber das Befinden. Da Du nach eigener Aussage "weitestgehend" keine Beschwerden hast, würde ich nicht alleine aus dem TSH heraus jetzt an eine Dosisänderung denken.

Ich denke aber, der Arzt sollte sich mal was dabei denken. Weil, es die Reaktion des TSH ist und bleibt "komisch". Da kann man doch wenigstens mal die freien Werte bestimmen, vielelicht auch noch Antikörper. ( Und dafür mal ein Jahr auf das Szintigramm verzichten. Ich glaube das ist nicht dringend angezeigt ). Man könnte auch mal zum Endokrinologen ( wenn der Arzt selber kein Facharzt für Hormone ist ) überweisen, dass er auch mal die anderen Hormone der Hypophyse anschaut......

Fazit : Bei dem Befinden ist eine Dosisänderung sicher nicht primär angezeigt. Zur Panik besteht kein Anlaß. Zum ärztlichen, lapidaren "das wird schon passen" allerdings auch nicht.

Antwort
von gerdavh, 31

Hallo, schau doch mal auf Deine letzten Befunde, da sind die Normwerte immer in Klammer angegeben. Die Normwerte sind von Labor von Labor verschieden, deshalb mache ich da mal keine Aussage dazu (sonst werde ich hier gleich wieder von hier schreibenden Ärzten angemahnt). Wenn es Dir bei dieser Einstellung nicht gutgeht und Du zudem Herzrasen hast, solltest Du nochmals zu einem Endokrinologen gehen, damit die Dosis angepasst wird. Ich selbst lasse die Blutwerte häufiger als zweimal jährlich kontrollieren, sowie ich merke, dass es mir nicht mehr gutgeht. Dass Du nicht zunimmst, könnte durchaus an der falschen Dosierung liegen (ich nehme auch L-Thyorxin, bin 1,65 m und wiege 50 kg) Alles Gute. Gerda

P.S. Wenn ich lt. Blutbild richtig eingestellt bin, liegt mein TSH-Wert zwischen 1,27 und 1,7 - ein TSH-Wert von 3,9 ist nach meinem Ermessen (und meinen Normwerten) grenzwertig hoch.

Kommentar von nonameneeded ,

Der obere Normwert beim letzten Befund liegt bei 3,6 - da wäre mein Wert von 3,9 ja immer noch erhöht, aber das müsste die Ärztin ja trotzdem gesehen haben .. ?

Antwort
von bethmannchen, 28

Dein TSH steuert die Arbeit deiner Schilddrüse. Wenn der Pegel von T3 und T4 dann korrekt ist, braucht deine Schilddrüse auch etwa genau so viel TSH. Man muss diese Werte immer im Zusammenhang betrachten und auch deine Gesamtverfassung berücksichtigen.

Wenn du konstant so schlank bist, einfach nur schwer zunimmst, hin und wieder einmal Herzrasen hast, wirst du wohl keine Unterfunktion der SD haben, vielleicht an der oberen Grenze vom Normal sein.

Bei einer Überfunktion würdest du "ständig unter Strom stehen", hättest nicht nur hin und wieder Herzrasen und Kreislaufprobleme, sondern auch, innere Unruhe, ständige Gereiztheit, Ein- und Durchschlafstörungen, Schweißausbrüche, häufig Heißhunger etc.

Antwort
von Amsel1, 26

Bei meiner Tochter waren die Werte einmal zu hoch ,dann zu niedrig,da der Kinderarzt,immer nur sagte ,alles okay.Dabei stellte sich heraus ,als wir zum Hausarzt wechselten ,die Werte waren nicht okay.Die Tabletten die schon lange genommen würden waren nicht mehr ausreichend.Es dauerte etwas bis endlich die richtige mg Stärke der Tabletten wieder da war.Wenn du lieber eine zweite Meinung eines Arztes einholen möchtest ,wäre vielleicht sinnvoll.

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