Frage von tomrossel, 7

Total Antriebslos

Hallo ich bin 15 und seit ein paar Wochen in einem tief. Ich gehe zwar wieder zum Fußballtraining aber zum fitness, wo ich mich im märz angemeldet hatte gehe ich auch nur 1mal die woche. Außerdem hab ich seitdem 10kilo zugenommen. Zudem wollte ich eine Ernährungsumstellung machen, habe diese jedoch abgebrochen, weil es mir zu anstrengend war. Auf die schule habe ich auch überhaupt keine lust mehr und habe morgens, besonders montags und dienstags null bock aufzustehen und erfinde immer wieder ausreden. Auch denke ich immer wieder das ich nicht so cool wie die anderen bin und von denen auch nicht gemocht werde. Außerdem ist ende letzten jahres mein vater an krebs gestorben... Könnt ihr mir iwie weiterhelfen ? Lg tom

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Antwort
von charlotte7, 5

Hallo Tom,

wenn der Vater verstirbt, kann das ein grosser Verlust sein, der mit Trauer verbunden ist, die mitunte auch länger anhalten kann, insbesondere wenn das Verhältnis gut war und man den Vater schmerzlich vermisst.

Der Tod des Vaters kann sich auch auf die Motivation und den Alltag etc. auswirken.

Allerdings hat er sein Leben hinter sich – aber du hast es noch vor dir. Und es möchte gestaltet werden und nicht verunstaltet.

Und hier setzt eben dein Anspruchsniveau an. Willst du dich gleich bei den Losern einordnen ? Das hat natürlich den Vorteil, dass du dich nicht mehr anzustrengen brauchst und so richtig abhängen kannst. Eine solche Haltung bringt allerdings vielerlei Nachteile mit sich.

Oder willst du dich zu einer starken Persönlichkeit entwickeln, die der Realität gewachsen und schulisch, privat und später beruflich erfolgreich ist ? Das bringt viele Vorteile. Dafür muss man aber was tun, d.h. man muss es sich erarbeiten, denn das kommt nicht von alleine. Und es ist natürlich anstrengender und man muss hin und wieder auch mal den inneren Schweinehund überwinden.

Im Moment ist dein Selbstbewusstsein schwach. Du ziehst dich selbst mit negativen Gedanken runter, indem du denkst, nicht so cool wie die anderen zu sein. Das täuscht aber oft. Oft ist es nur Fassade. Lass dich davon nicht zu sehr beeindrucken.

Und dann denkst du, die anderen mögen dich nicht. Ich glaube aber eher, dass du dich in deinem augenblicklichen Zustand selbst nicht besonders magst.

Das man sich selbst mag und akzeptieren kann, ist aber nicht nur für dein Selbstbewusstsein unheimlich wichtig, sondern das strahlst du dann auch aus und wirst dann auch für andere sympathischer.

Früher sagte man: „Reiss dich mal zusammen“ und „Bring das wieder in Ordnung“ und „Lass dich nicht hängen“ etc.

Da ist ne Menge dran und viele haben so wieder die Kurve gekriegt.

Wenn du das auch willst, dann lass ab von den negativen Gedanken, motivier dich positiv, stell dich der Realität und zeig dir und den anderen, was in dir steckt - und dass du weder ein Weichei noch ein Loser bist, sondern eher ein Kämpfer.

LG Charlotte

Antwort
von Chris290880, 5

Hallo Tom !

Ich kenne das zu gute ,wenn ein Familienmitglied verstorben ist und man ist voller trauer. Ich habe auch dieses durchgemacht und war leider nicht in der Lagen auf die Beerdigung meines Opa´s zugehen , weil ich haben kurz vor seinem Tod um mich gekümmert . Ich habe mich zurück gezogen und bin dauernd krank geworden. Irgendwann habe ich gesagt habe so kann es nicht weiter gehen und habe mit Psychologische hilfe  um  meine das ganze Problem und Ängste zu verarbeiten.

Antwort
von Fuchur, 6

Hallo Tom,

ja, Belastungsstörung könnte es sein. Oder eine Depression, wobei diese oft mit einer Belastungsstörung einhergeht. In beiden Fällen würde ich dir auch dringend raten, einen Psychologen oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Wenn sich in deiner Nähe eine psychiatrische Tagesklinik befindet, versuch es dort in der Ambulanz. Manchmal reichen einige Gespräche und es braucht nicht unbedingt eine Therapie.

Den Satz: reiss dich zusammen, oder auch, dass du positiv denken sollst, kannst du in den Müll kippen.

Gerade bei Depressionen ist es kontraproduktiv. Dann machst du dir hinterher noch mehr Vorwürfe, dass das Zusammenreißen oder das Positiv-Denken nicht geklappt hat.

LG und meld dich mal!

Antwort
von whoisthedoc, 5

Hey Tom,

dass mit Deinem Vater tut mir sehr leid!

Ich denke mal durch das Schulische Problem und mit dem Tot deines Vaters hast du eventuell ein Trauma erlitten. Antriebslosigkeit kann ein schon ein Symptom für eine Belastungsstörung sein. Hast du denn wen, dem du das Problem schildern kannst und der dir vielleicht sogar helfen kann? Weiterhin wäre es sehr gut, dass Du einen Psychologen versuchst aufzusuchen. Der könnte dann mit dir eine Gesprächstherapie beginnen.

Ich hoffe du bekommst noch viele Antworten bzgl. deines Problems.

Sonst wünsche ich dir alles Gute für deinen weiteren Weg.

Lg

:-)!

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