Frage von Laudona, 25

Tipps bei Hypochondrie?

Hallo!

Nach längerem Überlegen hab ich nun doch beschlossen hier zu schreiben… kurz zu meinem Problem: ich bin 22 und habe schon seit längerem Angst eine schlimme Krankheit zu haben…das ist dann immer phasenweise (wenn ich z.B. kurz Herzstolpern habe glaub ich gleich ich hab einen Herzinfarkt; jeder für mich ungewöhnliche Knubbel im Körper ist gleich ein Tumor …) und da bekomm ich meist auch schlimme Panikanfälle mit plötzlichem Zittern, Herzrasen, etc…Das hab ich dann vielleicht ein paar Tage, dann ist es wieder weg. Seit zwei Wochen ist es leider wieder sehr schlimm, da ich einen Druck in meinem linken Ohr hab (laut HNO ist das Ohr vollkommen ok!) und auch teilweise schlimme Nackenschmerzen, die auch durch Massieren und Sport noch nicht weggegangen sind. Nun hab ich wieder wahnsinnige Angst davor vielleicht einen Tumor oder so zu haben, obwohl in meiner Familie NIEMAND jemals einen Tumor, Krebs oder ähnliches hatte.. auch ernähr ich mich eigentlich sehr gesund, mache Sport, rauche nicht und trinke auch keinen Alkohol…

Ich versuch mich auch abzulenken, nicht daran zu denken oder mir einzureden, dass ich nichts schlimmes habe, aber dann kommt kurz ein Gedanke "Aber was, wenn doch?" und ich bekomme wieder schlimme Panik :'( Meine Mutter meint schon ich bin verrückt, aber ich weiß einfach nicht was ich tun soll, um diese schlimmen Gedanken zu vertreiben! Zum Psychotherapeuten kann ich nicht gehen, da meine Mutter dagegen ist… sie meint einfach ich sollte mal mehr an die frische Luft gehen, aber auch das hilft mir nicht -.-

Hat jemand von euch vielleicht Tipps was ich tun kann oder vielleicht auch Buchvorschläge, die sich mit dem Problem beschäftigen?

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Antwort
von bobbys, 18

Hallo Laudona,

zu erst einmal einen schönen Gruß an deine Mutter.........Menschen mit Angststörungen sind einem enormen Leidensdruck ausgesetzt und da hilft auch keine frische Luft solange die Ursache dafür nicht bekannt ist. Du bist volljährig und ich empfehle dir dich an einen Facharzt für Neurologie/Psychiatrie zu wenden und zwar so schnell wie möglich denn deine Ängste /Panikattacken werden sich ohne Therapie nur noch verschlimmern. Das deine Mutter sagt du bist verrückt hat Sie ja gut erkannt und warum lässt Sie dich nicht zum Arzt? Der Ausdruck "Verrückt" ist ein Ausdruck von einem Ungleichgewicht im Gehirnstoffwechsel denn wenn dort eine Störung vorliegt kommt es zu seelischen Erkrankungen und auch Nervlichen Erkrankungen. Und wenn Menschen davon betroffen sind dann sagt man diese sind verrückt..........das nur mal so zur Begriffserklärung :-)). So nun wieder zu deiner Problematik ein Facharzt kann dich erst mal Medikamentös stabilisieren damit die Ängste sich nicht verstärken, dazu gehört auch eine Verhaltenstherapie bei einem Psychotherapeuten oftmals wartet man da bis zu 1 Jahr auf einen Termin deshalb ist auch die Betreuung durch den Facharzt wichtig. Desweiterem solltest Du versuchen Entspannungstechniken zu erlernen. Die Gründe für deine Ängste/Panik können noch ganz tief in deinem Unterbewusstsein liegen ,aus deiner Kindheit herrühren oder durch ein Trauma. Deshalb ist es wichtig das Du eine Verhaltenstherapie machst damit Du weißt warum ,wieso,weshalb das alles so ist bei dir. Auch eine psychosomatische Reha wäre eine Möglichkeit für dich. Nur Du allein kannst etwas dagegen tun und noch was, Menschen die davon nicht betroffen sind oder waren haben überhaupt keine Ahnung was in deinem Körper los ist.Und glaub mir du musst dich auch dafür nicht schämen denn die Psychischen Erkrankungen sind in Deutschland ganz oben :-)) Geh und hole dir professionelle Hilfe und du wirst sehen das man dann auch wieder mehr Lebensqualität hat und dann auch besser mit Ängsten/Panik umgehen kann. Deine Mutter ist das beste Beispiel an Unwissenheit denn sonst würde Sie dich unterstützen.

LG bobbys

Antwort
von gerdavh, 19

Hallo, Du bist 22 Jahre alt und wenn Du glaubst, dass Du zu einem Psychotherapeuten oder Psychiater musst, gehst du dort hin. Du bist doch kein kleines Kind mehr, sondern ein erwachsener Mann. Das muss jeder für selbst entscheiden, inwieweit ihn unbegründete, starke Ängste negativ beeinflussen, diese Entscheidung kann nicht von Deiner Mutter getroffen werden. Ich bin auch der Ansicht, dass eine psychotherapeutische Behandlung gut für Dich wäre und nicht nur wegen Deiner Ängste. An Deinem Selbstvertrauen sollte auch gearbeitet werden. Besprich das mal mit Deinem HA, evtl. kann er Dir Empfehlungen geben, damit Du nicht so eine lange Wartezeit hast. Alles Gute. lg Gerda

Antwort
von rulamann, 15

Autorin des Beitrags: © Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin

In der Behandlung der Krankheitsangst hat sich die kognitive Verhaltenstherapie bewährt. In den meisten Fällen ist eine vollständige Heilung möglich.

Die Psychotherapie kann ambulant erfolgen. Wenn Sie jedoch schon jahrelang unter der Krankheitsangst leiden, dann kann es Sinn machen, einen stationären Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik ins Auge zu fassen.

Ziel der Therapie wird es sein, Ihre übertriebene Krankheitsangst auf ein normales Maß der Besorgnis zu reduzieren, Maßnahmen zu ergreifen, um Krankheiten vorzubeugen etwa in Form von Vorsorgeuntersuchungen oder gesunder Lebensweise, Ihrem Körper wieder vertrauen zu lernen und ansonsten Ihr Leben zu leben.

Dieses Ziel erreichen Sie durch eine Reihe kognitiver und Verhaltens-Strategien, die Ihr Therapeut mit Ihnen erarbeitet.

So wird Ihr Therapeut mit Ihnen sicherlich über Ihre grundsätzlichen Ansichten zu Krankheiten sprechen. Und Sie werden darüber sprechen, wie Sie generell Ihre Gesundheit sehen und bewerten.

Wahrscheinlich wird Ihr Therapeut mit Ihnen auch erforschen, ob Sie als Kind Erfahrungen machten, die dazu beigetragen haben, dass Sie eine Überängstlichkeit vor Krankheiten entwickelt haben.

Sag deiner Mutter sie soll diesen Link lesen > http://www.angst-panik-hilfe.de/angst-krankheiten-behandlung.html und sich durchklicken.

Das Buch von Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin heißt: Angst vor Krankheiten

Gruß rulamann

Antwort
von Druide, 14

Bücher gibt es schon gegen deine Krankheit. Allerdings musst du auch in der Lage sein das Gelesene zu verstehen und umzusetzen. Ohne Hilfe wird das schwierig, denn der "Hyponchondrische Wahn" wie es richtig heisst ist eine psychische Erkrankung und sollte wirklich gemeinsam mit einem Therapeuten angegangen werden. Deine Mutter hat eigentlich nicht das Recht dir den Gang zu einem Therapeuten zu verbieten. Du sollst ja gesund werden und nicht noch länger leiden. Hier ein Buchtipp: http://www.buecher.de/shop/verhalten/hypochondrie-und-krankheitsangst/bleichhard...

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