Frage von Octoberrain, 32

Was hilft gegen Thrombose im Arm?

Hallo zusammen,

  • alternative Heilungsmethoden (z.B. Blutegel und/oder Homöopathie) gibt es hier Leute die eventuell Erfahrungen damit gemacht haben?

  • gibt es hier Leidensgenossen, wäre an Austausch interessiert, z.B. wie kommt ihr damit im Alltag klar, und/oder wie ist Eure Gemütslage - also mich zieht die Sache ganz schön runter, habt ihr vielleicht Tipps?

Also so viel erst mal zum Wesentlichen.

Kurz zu meiner Geschichte, die Thrombose in meinem (linken Arm, Ellenbeuge) wurde durch eine Kanüle ausgelöst (OP 1 Juni). Einige Tage später habe ich eine Verhärtung in der Armvene gespürt, wurde aber von diversen Ärzten nicht erkannt, bzw. es wurde abgetan: "das wird schon von alleine wieder". Ich bin von einem Arzt zum anderen gerannt, weil es eben nicht besser wurde, bis ich schließlich bei einem Facharzt gelandet bin (Angiologe, sind meist auch Kardiologen) und dieser meint, das sei eine ausgewachsene Thrombose und warum ich erst "jetzt" kommen würde (inzwischen waren ca. 6 Wochen vergangen). Es wurde umgehend eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten begonnen (Pradaxa 150mg) und es wurde ein Kompressionsstrumpf für den Arm verordnet. Das Ganze wurde für 3 Monate verordnet und heute war der Termin zur Nachkontrolle. Soweit hätte die Vene/n sich re-kanalisiert, bis auf die Stelle wo die Kanüle saß, in der Ellenbeuge (Kubital Vene).

Ist jetzt so, wenn ich den Armstrumpf ausziehe, treten die Armvenen auf der Innenseite des Unterarms recht stark hervor, besonders wenn der Arm nach unten hängt. An meinem anderen Arm (rechts) ist das nicht so. Das zieht mich ziemlich nach unten, um ehrlich zu sein!!! Deswegen habe ich den Armstrumpf auch erst mal wieder angezogen. Ich halte den Arm öfter hoch, aber wie soll das jetzt weitergehen, ich kann doch nicht immer mit erhobenen Arm durch die Gegend laufen?

Wie gesagt, das zieht mich wirklich richtig runter und ich habe den Eindruck, das ich langsam aber sicher in eine Depression abgleite.

Mit meiner Familie bzw. Bekanntenkreis kann ich nicht wirklich drüber reden, die können das nicht nachvollziehen bzw. haben kein Verständnis dafür.

Ich mach mir da ernste Sorgen wie das weitergehen soll!!! Wenn das jetzt so bleiben sollte, ich glaube dann spring ich früher oder später von der Brücke.

Von dem her bin ich da am überlegen was es jetzt noch für Therapiemöglichkeiten gibt, habe gelesen das Blutegel bei Thrombosen eventuell helfen können?

Oder soll ich mich in der Gefäßchirurgie vorstellen und mir eine Zweitmeinung einholen?

Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, würde mich freuen - Danke!

Antwort
von dinska, 22

Ich habe eine Thrombose im Arm gehabt, vor über 20 Jahren und hatte nachher auch immer wieder Thromboseschübe.

Am besten geholfen haben Thrombosespritzen im Akutfall, ansonsten auch Elastikbinden. Ich würde den Armstrumpf, solange es Beschwerden gibt weiter tragen.

Thrombareduct- 180 000 Gel ist ein abschwellendes Mittel und kühlt.

Weiterhin ist auch kaltes Wasser gut. Nach dem Duschen das Wasser kühl bis kalt stellen und über die Stelle für 10 Sekunden laufen lassen, Wasser nur abtupfen oder abstreifen, mit Franzbranntwein oder Schwedenkräuteressenz abklatschen.



Antwort
von GeraldF, 25

Die V. cubitalis wird sich auch noch rekanalisieren. Etwas Geduld.

Kommentar von Octoberrain ,

Danke für die aufmunternden Worte! Meinst Du tatsächlich das sich die V. Cubitalis nach 5 Monaten noch re-kanalisieren kann - wäre für mich ein kleines Wunder, will mal das Beste hoffen!

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