Frage von Streusel, 197

Täglicher "Hörsturz"?

Hallo,

meine Frau leidet seit mehreren Jahren unter Tinnitus. Sie hatte nur einen Ton in den Ohren und trägt seid ungefähr 2 Jahren ein Hörgerät. Jedoch ist es so, dass sie seid 3-4 Tagen immer am Abend ca. 18:00-19:00Uhr Beschwerden an einem Ohr hat. Sie meint, dass es wie eine Mauer im Ohr ist, welche das Hören deutlich verschlechtert. Also wie ein "Hörsturz" wenn man das so nennen kann. Ich finde es wirklich sehr merkwürdig, dass es immer am Abend passiert.

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Antwort
von evistie, 166

Zum besseren Verständnis: hat Deine Frau das Hörgerät nur wegen ihres Tinnitus, oder zusätzlich eine Hörminderung?

Ohne nähere Einzelheiten zu kennen, würde ich auf "Durchblutungsstörungen" im Innenohr tippen. Sozusagen Mini-Hörstürze. Dass das immer gegen Abend ist, kann Zufall sein, aber auch ein allgemeiner Blutdruckabfall.

Auf jeden Fall ist es richtig, dass Deine Frau deswegen zum HNO-Arzt gehen wird (bitte nicht auf die lange Bank schieben!). Das sollte abgeklärt werden.

Antwort
von finnigan, 187

Es könnte sein, dass sich zu viel Ohrenschmalz im Gehörgang gebildet hat. Wenn deine Frau nun auch häufig Wattestäbchen benutzt, kann es passieren, dass sie damit das Ohrenschmalz nach hinten vor das Trommelfell schiebt und es dort als Pfropf eintrocknet. Die Folge ist, dass man schlechter hört und man oft auch lästige Ohrgeräusche wahrnimmt. Lass ihr das Ohrenschmalz beim Ohrenarzt professionell entfernen, das könnte Abhilfe schaffen. Wenn das nichts bringt, kann es auch sein, dass das Hörgerät nicht richtig gereinigt und gepflegt wird. Zusätzlich kann ich dir noch folgende Seite empfehlen:

http://www.amplifon.de/blog/Pages/reinigung-pflege-hoergeraetes.aspx

Dort erfährst du, wie du dein Hörgerät richtig pflegst.

Antwort
von gerdavh, 197

Ich habe auch Tinnitus und habe 2 Hörgeräte (wegen Hashimoto bin ich schwerhörig geworden). Ich habe das auch zuweilen, dass ich das Gefühl habe, mir hätte jemand einen Propfen ins Ohr gesteckt - das sind Durchblutungsstörungen. Ich würde an Stelle Deiner Frau nächste Woche zum HNO-Arzt gehen - das kann man mit Infusionstherapie behandeln. Alles Gute. lg Gerda

Ich würde das nicht erwähnen, dass das immer um 18.00 h ist - ich kenne Ärzte inzwischen; man macht sich damit, auch wenn es stimmt, unglaubwürdig. Am besten sie sagt, es tritt besonders abends auf.

Kommentar von Zweimal ,

Wenn die Beschwerde wirklich immer exakt zu einem bestimmten Zeitpunkt auftreten, ist das eine sehr wichtige Information, die man dem Arzt auf keinen Fall vorenthalten sollte.

Es muß eine spezielle Ursache dahinter stecken, der man mit dem Satz " es tritt besonders abends auf" evtl. nicht auf die Spur kommen kann.

Mit Ehrlichkeit kommt man auch in diesem Fall erheblich weiter.

Antwort
von SinaLange, 154

Grundsätzlich sollte das bei einem HNO Arzt abgeklärt werden.

Stress kann solche Beschwerden auslösen. Falls der HNO-Arzt nichts findet, könnte hier eine Behandlung mit Ohrenkerzen helfen. Die Ohrenkerze wirkt auf Trommelfell und Ohren, es kommt einer sanften Massage gleich. Durch die wohltuende und wärmende Wirkung hilft das bei nervösen und stressbedingten Beschwerden.

Den HNO-Arzt darauf ansprechen.

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