Frage von Chick, 11

Stress und Angst im Notfall

Hallo, ich arbeite in der Pflege und würde behaupten, mein Fachwissen ist ganz gut. Ich belege alle 2 Jahre einen erste Hilfekurs, der immer gut abläuft. Trotzdem ist mein Stresslevel bei Notfällen extrem hoch. Als erstes wird mir warm, ich merke, wie die Stresshormone ausgeschüttet werden und meine Hände zittern.... Ich haben das Gefühl, falsch zu handeln und muss mich echt anstrengen um konzentriert zu bleiben.

Ich hab schon versucht, mir selbst zu sagen : "ruhig bleiben, du kannst das " und tief durchgeatmet....bin ich für den Job ungeeignet oder ist das normal. Hat jmd einen Tipp? Vielen Dank schonmal :)

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Antwort
von bobbys, 11

Hallo,

das Fachwissen ist das eine die Erfahrung das andere.Es ist wie überall,wenn ich etwas schon sehr oft gemacht habe ,dann bin ich viel sicherer .Trottzdem ist jeder Notfall anders ,aber man hat ein Grundprinzip nach dem man arbeitet.Hast du Angst wenn du allein bist mit dem Pat.oder Angst wenn du einem Arzt assistieren musst,Notfallmedikamente auf ziehen,Reanimation,Intubationsassistenz,???? Ich würde dir auch mal einen Einsatz in der Anästhesie/ITS/Rettungsstelle/Kardiologie empfehlen um einfach auch mehr Erfahrungen zu sammeln.

LG bobbys

Antwort
von Hooks, 10

Unter Stress setzt das logische Denken aus, und man handelt dann ganz instinktiv, reflexartig. D.h., je mehr Du Dich selbst konditioniert hast durch ständiges Training, desto automatischer arbeitest Du dann (und auch richtig). Ist alle zwei Jahre nicht zuwenig? Ich merke, daß bei mir nach einigen Wochen schon alles wieder nachläßt, allerdings brauche ich es im Alltag einfach nicht, da fehlt das Training.

Im Prinzip ist es ja gut, wenn die Stresshormone ausgeschüttet werden, weil Du dann eher richtig handelst; Händezittern kann jedoch hinderlich sein. Bist Du genug versorgt mit Magnesium und dem Vitamin.B-Komplex? Diese beiden brauchst Du vermehrt bei Stress, deshalb mußt da immmer auf gute Versorgung achten. Sonst arbeitet die Nerven-Reizweiterleitung nicht richtig und du leidest unter Mangelsymptomen - die sich meist im muskulären Bereich, aber auch im Psychischen bemerkbar machen.

Antwort
von KatySunshine, 10

Wenn sehr viel (oder zuviel) Stresshormone ausgeschüttet werden solltest Du eventuell das Hormon Cortisol überprüfen lassen. Am besten mit dem Speicheltest... da gibt es 5 Messungen über den Tag verteilt - auch in der Nacht - wenn nötig. Vielleicht arbeitet die Nebenniere in solchen Situationen auf Hochtouren. Bei der Seite von Swisshealthmed.de kannst Du viel nachlesen! Viele Grüße Katy Sunshine

Antwort
von waldmensch, 8

Du bist halt ein sehr sensibeler Mensch. Und ich gehe davon aus das Du die Menschen für die Du Arbeitest noch als Menschen siehst und nicht als Ware. Da Du den Menschen nicht wehtun willst, fällt es Dir Schwer das gelernte umzusetzen. Bei so einen Job sollte man gewisse Dinge einfach ausführen ohne zuviel emotionen zu zeigen, denn schließlich willst Du das gelernte ja auch perfekt Anwenden. Augen zu und durch Und mache Dir keine Sorgen, nicht jede Nadel zum Blutabnehmen sitzt auf Anhieb, bei mir haben auch schon Ärzte aufgegeben.

Alles Gute Waldmensch

Antwort
von Amsel1, 7

Kann ich irgendwie verstehen ,erste Hilfe leisten am Unfallort ist nicht leicht.man möchte auch nichts falsch machen.Du musst dir nur sagen sagen ich mach das was zu tun ist,ich denke auch das du das hinbekommst,vielleicht auch einfach nur helfen ohne lange zu denken.

Antwort
von anonymous, 6

Danke, für die netten Antworten. Alle 2 Jahre reichen in der Regel, das Wissen ist bei mir auch eingebrannt, bis zum Letzten. Ich arbeite in Versorgungen mit Intensivfällen...dort ist man als Fachkraft dann 12 Std mit einem Patienten zusammen... also auch im Notfall. Ich habe mich allerdings entschieden, nebenbei ein Praktikum zu machen im KH auf Stationen mit solchen Vorfällen, um vllt Rutine zu bekommen...zudem lasse ich meine Werte mal beim Arzt checken....

Danke :)

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