Frage von gerdavh, 28

Stoffwechselerkrankung?

Hallo, was könnte dahinter stehen, wenn man einen kapillaren Blutzucker (nach 2 Milchkaffee) von nur 86 hat, aber immer beim Urinteststäbchen Glukose unglaublich dunkel verfärbt ist? Meine Internistin will kommenden Monat einen Zuckerbelastungstest durchführen. Kurz zu meiner Ernährung: Aufgrund meiner Geschmacksstörungen ernähre ich mich ausnahmslos von Gemüse, Salat, Käse, Milch, Nüssen und Kohlenhydraten. Ich esse nie Schokolade oder andere Süßigkeiten, schmeckt für mich abstoßend. Wenn es hoch kommt, kann ich mal Honig oder ein Stück Quarkkuchen essen. Die Arzthelferin sagte mir, ich dürfe kein Thyroxin vorher einnehmen, das würde den Test beeinflussen. Da ich meine SD-Hormone in Tropfenform einnehme, also weder Zucker noch Kohlehydrate enthalten sind, ist das doch Blödsinn, oder? Ich konnte die Ärztin nicht mehr fragen, war gestern schon in Hut und Mantel und enteilte nach der Besprechung und Blutabnahme. lg Gerda

Antwort
von gerdavh, 28

Ergänzung: Zu meiner Frage zur Einnahme von L-Thyroxin habe ich inzwischen selbst die Antwort gefunden

http://www.kardio-freiburg.de/diabetologie/zuckerbelastungtest-ogtt/

Ich darf tatsächlich kein Thyroxin einnehmen.

Kommentar von rulamann ,

Was spricht dagegen , dass du bei deiner Internistin anrufst?

Kommentar von gerdavh ,

Habe ich vor 2 Minuten gemacht - kein Thyroxin! Sie untersuchen das, weil immer Zucker im Urin ist. Ärztin selbst war nicht zu sprechen, hatte nur Kontakt mit der Sprechstundenhilfe. Ich habe diese Frage eingestellt, weil es ja sein könnte, dass hier jemand schon diese ungewöhnlichen Ergebnisse hatte (Bluttest o.k., mit Urin wird vermehrt Glukose ausgeschieden), widerspricht sich doch irgendwie, oder?

Kommentar von GeraldF ,

Ca. 0,3 % aller Menschen haben eine renale Glucosurie, also Glukose im Urin bei normaler Blutglukose. In den meisten Fällen ist das eine harmlose Störung der Nierenfunktion ohne therapeutische Relevanz.

Kommentar von gerdavh ,

Frage an GeraldF: Eben habe ich erfahren, dass ich einen Kreatininwert von nur 0,5 habe und ich habe auch positiven Nachweis von Nitrit an meinen Teststäbchen. Soll ich nicht doch besser zum Urologen gehen? Soll ich unter diesen Umständen überhaupt ein MRT durchführen lassen?

Kommentar von GeraldF ,

Ein Kreatinin von 0,5mg/dl ist doch okay. Der untere Referenzwert hat beim Kreatinin im Serum praktisch keine Bedeutung, kritisch ist nur ein erhöhter Wert.

Diese Teststreifen darf man in Ihrer diagnostischen Aussage nicht überbewerten. Wenn Sie keine typischen Symptome eines Harnwergsinfektes haben, dann vergessen Sie den Nitritnachweis. Sie haben dann vielleicht eine asymptomatische Bakteriurie, aber auch die wird nicht behandelt.

Der Urologe wird die Augenbrauen hochziehen, wenn Sie ihm sagen, dass Sie wegen eines Kreatinins von 0,5mg/dl und positivem Nitrit im Streifentest bei ihm aufschlagen.

Keiner der Befunde spricht gegen die Durchführung eines MR, auch nicht wenn es mit KM gemacht wird.

Kommentar von gerdavh ,

Diese Aussage beruhigt mich jetzt. Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Schönes Wochenende.

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