Starkes Zittern in den Händen- wie soll man damit umgehen?
Ein Bekannter von mir (33Jahre) hat ein ganz starkes Zittern in den Händen. So hat er gestern im Biergarten zweimal etwas fallen lassen oder umgestoßen. Doch noch niemand hat sich getraut dazu etwas zu sagen.... Kann das Parkinson sein? Soll man da als Ausenstehender offensiv darauf zu gehen und ihn ansprechen oder lieber abwarten? Danke für Tips
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8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
paradisio,
wenns ein guter bekannter von dir ist, kannst du ihn doch mal "vorsichtig" darauf ansprechen.
ich finde -offen gestanden- dieses "beobachten, registrieren , aber ja nicht darüber reden" schlimmer, als wenn man jemanden darauf anspricht.
(jedenfalls empfinde ICH das so > aber da werden die meinungen auch auseinander gehen)
vielleicht ist der betreffende aber sogar froh, WENN er darüber reden kann.
um DAS herauszufinden, musst du natürlich eine portion feingefühl "mitbringen", wenn du ihn darauf ansprichst.
vielleicht ist er ja auch schon in ärztlicher behandlung?
Zittern kann viele Ursachen haben: Parkinson-Krankheit, Alkoholmissbrauch und Schilddrüsenstörungen sind nur drei von vielen.
Eigentlich ist Zittern (medizinisch: Tremor) eine normale Aktion des Körpers. Unsere Muskeln zittern stets ein kleines bisschen, ohne dass wir das bemerken. Dieses physiologische Zittern kann sich verstärken und sichtbar werden, beispielsweise bei Kälte. Sichtbares Zittern ist gekennzeichnet durch unwillkürliche, in der Regel rhythmische Bewegungen verschiedener Körperteile.
Oft spannen sich dabei die Muskelgruppen, die für gegensätzliche Aktionen zuständig sind, abwechselnd an. Frieren wir, so sollen diese Maßnahmen dem Körper „einheizen“. Auch vor Angst, Aufregung oder Erschöpfung können bildlich gesprochen und im Wortsinn „die Knie zittern“. Koffein oder Nikotin im Übermaß lösen die Reaktion zuweilen ebenfalls aus.
Die unbeabsichtigte Muskelbewegung kann aber auch krankheitsbedingt sein. Weil viele Ursachen in Betracht kommen, ist die Suche nach dem genauen Auslöser nicht so leicht. Eine gründliche ärztliche Untersuchung beim Hausarzt und / oder beim Neurologen hilft, die exakte Diagnose einzukreisen.
auszug aus:
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Hallo paradisio,
du hast ja schon ganz viele Ratschläge, Tipps, Antworten bekommen. Ergänzen möchte ich nur noch die Gründe für starkes Zittern.
- Einnahme von einigen Antidepressiva
- neben Alkoholmißbrauch könnte auch ein Koffeinmißbrauch vorliegen
- Angst oder Stress
- Überanstrengung der Muskeln
- Panikattacken
- Tabletten-, Koffein-, Alkoholentzug
- Diabetes
Wenn ihr euch näher kennt, könntest du ihn darauf ansprechen. Doch das solltest du besser machen, wenn du ihn alleine antriffst. Könnte nämlich sein, dass es ihm vllt. unangenehm ist, darüber zu sprechen. Auf jeden Fall solltest du nicht mit der "Tür ins Haus fallen", sondern dich vorsichtig herantasten, meine ich. LG
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Vorgestern beim Lidl hatte ich vor mir einen jungen Mann, der mächtig am zittern war und sehr unterzuckert wirkte. Im viel das ganze Kleingeld aus der Börse. Ich empfahl ihm dringend etwas zu essen und zu trinken. Als er raus war, meinte die Kassiererin nur, dass er tagtäglich seinen Schnaps dort kaufen würde und er wohl dringend Nachschub bräuchte. Kann es vielleicht auch sein, dass Dein Freund ein Alkoholproblem hat? Legte sich das Zittern denn nachdem er Alkohol getrunken hatte? Ihr ward ja im Biergarten, also gehe ich mal davon aus, dass ihr auch welches getrunken habt. Ich würde es an Deiner Stelle mal beobachten, ansonsten würde ich ihn auch unter vier Augen ansprechen und ihn an einen Neurologen überweisen.
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Antwort von saharastrom 19.08.20122 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Es ist empfehlenswert den Bekannten dahingehend anzusprechen, ein Arzt sollte klären, warum der Bekannte zittert. Es kann von hier nicht gesagt werden, welches di Ursache ist.
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Das ist schon sehr alarmierend. Es muss aber nicht gleich Parkinson sein. Er hat aber ein ernstes neurologisches Problem. Das weiß er aber wohl selbst.
Wenn du ihn drauf ansprichst, solltest du es unter vier Augen machen. Vielleicht war er ja schon beim Arzt wegen des Problems und bekommt Medikamente. Falls nicht, sollte er auf jeden Fall schnellstmöglich zum Neurologen. Mach ihm dann Mut und nimm ihm die Angst. Heutzutage gibt es viele Therapiemöglichkeiten, die deinem Freund sicher helfen können.
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Das kann verschiedene Ursachen haben. Du solltest Deinem Bekannten evtl. raten, mit seinem Arzt darüber zu sprechen.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Ds muss noch lange nichts ernsthaftes sein. Dieses Zittern kann schon durch Mangel an dem Mineral Kalium entstehen. Gerade an heißen Tagen ist es das Mineral, das wir am ehesten verlieren. Kalium ist in Honig, Bananen, Mandeln...
Dann ist auch ein gleichzeitiger Mangel an B-Vitaminen möglich, und hier vor allem Vitamin B1. Die B-Vitamine sind grob gesagt die Nervenvitamine.
Dann ist es auch möglich, dass ihm zusätzlich Magnesium fehlt. Die Wirkung von Magnesium zwischen Muskeln und Nerven ist hier gut beschrieben:
http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/tics---muskelzucken---kraempfe---schluckauf
Die ganzen Möglichkeiten sollte Ihr Bekannter einmal beim Hausarzt abklären lassen.
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Antwort von Gast 19.08.20121 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Ich hatte das im letzten Jahr, wurde von einem lieben fürdorglichen Schüler drauf angesprochen...ich wunderte mich auch dachte auch an Parkinson, überdachte ob ich Alkohol getrunken hätte. Bei mir war es korreliert mit einer Thyroxindosissenkung für meinen bekannten hashimoto.
So habe ich am eigenen Leib gelernt dass Schilddrüsenunterfunktion zitternde Hände macht. Ist dein Freun auch auffällig vergeßlicher, altersuntypisch schusselig? Macht er Tippfehler, kann er sich Namen nicht merken.
Das kann also alles mit dem Kreislauf und mit der Schilddrüse zusammenhängen. Er möchte doch bitte seinen Hausarzt bitten wenn er Blutbild macht auch die Schilddrüse mitzuuntersuchen. Obwohl 40% der Deutschen es an der Schilddrüse haben wurden die Schilddrüsenwerte noch nicht in Standardblutbilder aufgenommen.
Viel Wasser trinken hilft. Insbesondere wenn er Kaffee oder Alkohol trinkt muß er doppelt aufpassen und immer Wasser dazutrinken.
Der Radiologe oder Endokrinologe erkennt Schilddrüsenprobleme am ehesten, obwohl da insgesamt einiges im Argen liegt.
Kommentar von Borg13Borg13 19.08.2012Ich wüßte nicht, dass da irgendwas im Argen liegt.
Obwohl 40% der Deutschen es an der Schilddrüse haben
Dafür kannst du doch sicher eine offizielle Statistik nennen, oder?
Kommentar von schannyschanny 19.08.2012Ich habe auch eine Schilddrüsenunterfunktion, hatte noch nie zittrige Hände oder Vergesslichkeit. Das kann man doch nicht verallgemeinern und es trifft nicht auf jeden zu.
Kommentar von bethmannchenbethmannchen 19.08.2012Es ist wohl sehr unwahrscheinlich, dass hier ein so weit hergeholter Grund vorliegen wird. Man sollte auch nicht immer von sich auf andere schließen. Letztendlich sind wir alle ein Produkt unserer Gene, und nicht alle gleich gestrickt.
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Parkinson vielleicht noch nicht, aber es könnte sich unter Umständen die nächsten Jahre oder Jahrzehnte dahin entwickeln. Parkinson wird nämlich auch von übertriebendem Alkoholkonsum ausgelöst. Ich würde sagen, zuviel Alkohol - insbesondere bei der Hitze ist das! Bzw. das Zittern kennt man von regelmäßigen Alkoholtrinkern, aber auch Kaffeetrinkern oder sonstigen Drogen. Ich würde die Person defintiv darauf ansprechen, dass es sehr auffällig ist, was er macht, und er was für seine Gesundheit tun muss. Das kann auch schon mit Mitte 20 los gehen.
Natürlich kann ein Zittern auch durch Stress-Schockerlebnisse ausgelöst worden sein. Eventuell ist ein paar Tage davor irgendwas drastisches passiert?
Zittern kann auch nur zeitweise auftreten, wenn man wirklich mal zuviel Kaffee/Energiedrinks getrunken hat, und muss daher nichts zu bedeuten haben.
Wenn Zittern aber dauerhaft bleibt, ist das ein Alarmzeichen, dringlichst zum Arzt zu gehen. Besser ist, sowas immer gleich abchecken zu lassen und die Ursache zu suchen - dann kann man unter Umständen noch das Schlimmste verhindern und entgegen steuern.
Kommentar von Borg13Borg13 20.08.2012Parkinson wird nämlich auch von übertriebendem Alkoholkonsum ausgelöst.
Wie bitte? Woher hast du denn diese abenteuerliche Vermutung?
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Antwort von Lameije 19.08.2012
Du kannst ihn unter vier Augen da drauf ansprechen. Aber mach das auf keinen Fall in einer größeren Runde. Wenn das so etwas schwerwiegendes wie Parkinson ist, hat das ja für seine Lebenserwartung ganz fürchterliche Einschnitte! Da musst du mit ganz viel Gefühl ran!
Ich meine doch, dass man seine Bekannten so weite kennen sollte, dass man über ein Alkoholproblem etwas wüsste. Nicht jeder, der im Sommer im Biergarten sitzt, macht das aus süchtiger Notwendigkeit ;-)
Mit Sicherheit weiß man das nicht über jeden seiner Bekannten, ob derjenige ein Alkoholproblem hat oder nicht. Das wissen manche Familienmitglieder noch nicht einmal! Ich schreibe aus eigener Erfahrung, mein Vater war Alkoholiker, meine Mutter ist es noch und ihre Schwestern und auch meine Brüder wissen nichts von ihrem Alkoholproblem, sie ist eine Meisterin des Verbergens und des Schauspielerns. Außerdem habe ich nicht behauptet, dass jeder der im Biergarten sitzt, es zwingend nötig hätte dort zu sitzen. Das war wohl eine falsche Interpretation von Deiner Seite!