Frage von hndrk, 33

Starker Durst, unregelmäßige Diurese

Hallo,

ich habe schon einen Ärztemarathon hinter mir und hoffe, dass vielleicht jemand eine Idee hat, in welche Richtung ich weiter untersuchen lassen kann, um auf die Lösung zu kommen.

ich habe das Problem, dass ich seit diesem Sommer plötzlich mit starkem Durst zu kämpfen habe und das Gefühl habe, es liegt daran, dass der Körper unregelmäßig stark Wasser verliert, so dass ich austrocke, dann wieder etwas weniger, so dass ich mich etwas erhole etc.

Ich leide unter starkem Durst, Kreislaufproblemen, Austrocknungsgefühlen an Händen und Schleimhäuten. Wenn ich meinem Durst nachgehe und die Trinkmenge nicht unter Qualen beschränke, komme ich auf bis zu 12 Liter Wasser am Tag, allerdings verliere ich diese auch, so dass der Durst nach kurzer Zeit zurückkommt.

Weil der Wasserverlust den Durst bestimmt und nicht umgekehrt, wurde ein Diabetes Insipidus (oder Mellitus) vermutet und inzwischen halbwegs sicher nach mehreren Durstversuchen ausgeschlossen.

Ich sollte dann sehr gleichmäßig kleine Mengen trinken und auch Ein- und Ausfuhr protokollieren und habe gemerkt, dass ich teilweise 1,5 Liter über Stunden trinken kann und kein Wasser verliere (dann geht es mir auch meist deutlich besser), dann wieder verliere ich plötzlich viel Wasser mehr und habe das Gefühl, völlig auszutrocknen

Es gibt eine starke Tagesrhythmik, vor allem am Morgen und Vormittag verliere ich deutlich mehr als ich trinke, gegen Abend wird es oft besser, nachts ist es meistens recht gut. Deswegen habe ich die Vermutung, dass es in die Richtung von Hormonen geht, tappe aber völlig im Dunkeln. Auch habe ich das Gefühl, dass es in plötzlichen extremen Stress-Situationen sehr stark wird.

In die psychosomatische Richtung wurde auch schon gedacht, nach ersten Einschätzungen erschien es aber eher körperlicher Natur.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee, was es sein könnte oder zumindest, wie man weiter Untersuchen könnte. Ich leide wirklich sehr und wäre sehr dankbar über jede Hilfe.

Viele Grüße, Hendrik

Antwort
von Serienchiller, 29

Warst du schon bei einem Endokrinologen in Behandlung? Das ist ein Spezialist für Hormone, der sich neben Diabetes Mellitus und Diabetes Insipidus auch noch mit vielen anderen Hormonen auskennt, die eine Rolle spielen können.

Auch wenn es eher körperlicher Natur zu sein scheint, würde ich mich trotzdem mal bei einem Psychosomatiker vorstellen - der kann nochmal eine genauere Einschätzung geben als ein Internist und manchmal ist es nicht so, wie es scheint.

Kommentar von hndrk ,

Bei einem Endokrinologen war ich schon, allerdings habe ich zu der Zeit nicht die Trinkmenge beschränkt, so dass diese Erkenntnisse, dass unter konstanter Trinkmenge die Urinausscheidungen so stark schwanken, noch ganz neu sind. Aber es ist glaube ich eine gute Idee, die beiden nochmal erneut aufzusuchen. Selbst wenn es eine körperliche Ursache ist, kann die psychosomatische Therapie helfen, mit der Belastung des Durstes und des Leidensdrucks der letzten Monate besser umzugehen.

Antwort
von bobbys, 27

Hallo Hendrik,

für mich hört sich das nach einer Zwangsstörung/Handlung an und du solltest dich so schnell wie möglich damit bei einem Neurologen/Psychiater vorstellen. Solche Zwänge müssen behandelt werden. Diese Erkrankung kann man sehr gut auch begleitend mit Psychotherapie behandeln.

Gute Besserung wünscht dir Bobbys :)

Antwort
von pferdezahn, 22

Bevor ich grossartig was schreibe, kannst Du Dir auch Mal diesen Link durchlesen. http://www.netdoktor.de/symptome/polydipsiel/

Kommentar von pferdezahn ,

Vielleicht ist das besser so: http://www.netdoktor.de/symptome/polydpsiel

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