Frage von Tormann, 114

Starke Probeme mit Zähnen, was tun?

Meine Freundin hat leider sehr starke Probleme mit ihren Zähnen und ich möchte versuchen zu helfen. Vielleicht hat ja jemand ein Tipp für mich. Hintergrund: Sie ist 32 und ihr müssen regelmäßig Zähne entfernt werden (bisher schon 4), weil Karies die Zähne so angefressen hat, dass sich Entzündungen bilden. Die Implantate sind immer extrem teuer (deutlich über 1.000 Euro) und sie muss die selbst zahlen - die GKV zahlt wohl nur einen gringen Teil. Brücken kommen nicht in Frage, weil dann die Nachbarzähne ja auch noch mit beschädigt wurden. Sie putzt sich die letzten Jahre immer sehr gründlich die Zähne und nimmt jeden Tag Zahnseide. Früher (vor 10-15 Jahren) hat sie das wohl nicht so genau genommen und war auch in der Ernährung nachlässig. Was würdet ihr nun tun? Es muss in den letzten Jahren wirklich jedes Jahr wieder ein Zahn raus. Man muss das doch irgendwie stoppen können. Gibt es die Möglichkeit, ärztliche Gutachten über die Zähne anzufordern? Ich hab leider keine Idee, wie man jetzt am besten fortfahren sollte, damit der Verfall der Zähne aufzuhalten ist. Optisch sehen die aus meiner Sicht übrigens noch sehr gut aus...aber ich bin eben kein Arzt.

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Tormann,

Schau mal bitte hier:
Zähne Zahnarzt

Antwort
von dinska, 57

Sie sollte zuerst mal was gegen ihre Entzündungen tun. Da ist Salviathymol ein gutes Mittel. Ein Wattestäbchen eintauchen und dann alle schmerzenden bzw. entzündete Bereiche umfahren.

Weiterhin habe ich an mir selbst gemerkt, dass Zahnseide Entzündungen hervorrufen kann und verschlimmern. Vor allem wenn man eng stehende Zähne hat.

Auch Ölziehen ist für den Mundraum sehr gut. Man sagt zwar, dass damit Gifte aus dem Mundraum entfernt werden, aber davon halte ich wenig.

Ich ziehe schon über 20 Jahre früh nach dem Zähneputzen Öl und mein Zahnfleisch, dass früher öfter entzündet war und begann sich zurückzuziehen, hat sich normalisiert und stabilisiert.

Auch meine Zähne sind besser geworden und nicht mehr so Karies anfällig. Der Zahnarzt hat bis auf Kleinigkeiten nichts mehr zu tun, bei der jährlichen Kontrolle.

Sie soll es mal ausprobieren, vielleicht hilft es ja und wenn nicht, dann waren keine größeren Ausgaben damit verbunden und es hat andere Ursachen. Dann sind vielleicht die Entzündungswerte ihres Blutes generell sehr hoch.


Kommentar von Freiluft ,

Hi, 

was ist denn Öl ziehen? Ich kann es mir zwar vorstellen, aber hast du da genauere Info`s. Welches Öl verwendet du?

VG

Kommentar von dinska ,

Man nimmt einen Schluck Öl in den Mund und bewegt ihn hin und her, versucht ihn auch durch die Zähne zu ziehen. Nach 10-15 Minuten spuckt man ihn wieder aus.

Man kann jedes geschmacklich gute Öl dafür verwenden. Anfangs hat mich das Öl bisschen angewidert und ich habe mir ein ganz leichtes Erdnussöl gewählt, das ging einigermaßen.

Heute nehme ich Sonnenblumenöl oder Rapsöl, habe mich an den Ölgeschmack gewöhnt und es hilft meinen Zähnen, Zahnfleisch und dem ganzen Mundraum wirklich sehr.

Antwort
von Winherby, 37

Hallo zusammen, 

die Qualität des Zahnschmelzes ist genetisch vorgegeben. Daher gilt es, das geerbte, vorhandene Material so weit wie möglich zu schonen und zu stärken, um dem Karies weitestgehend vorzubeugen. 

- Nach Trinken von säurehaltigen Getränken mindestens eine halbe Stunde warten, bevor man sich die Zähne putzt. Grund: Die Säure des Getränkes erweicht den Zahnschmelz, baldiges Putzen kann dann den Schmelz verstärkt abschmirgeln. 

 
- Die Zahnbürste muss zur Schonung des Schmelzes weiche Borsten haben.Empfehlenswert sind die Vibration- und Ultraschallzahnbürsten. Ich benutze die Ultrasonex plus first. Sie vibriert in zwei Stufen mit 5000, oder mit 9000 Vibrationen pro Minute. Zusätzlich schallt der Ultraschall mit über einer Million Schwingungen pro Minute. Das hält keine Bakterie aus. Untersuchungen ergaben sogar bakterientötende Wirkung an entzündeten Zahnwurzeln. 

- Kariesbakterien lieben Zucker, denn sie leben davon. Als Zuckerersatz nehme ich seit langem schon Erytrit. Schmeckt viel besser nach Zucker als dieses neuere Stevia. 

- Mit Xylit-Pulver kann die Freundin Mundspülungen machen. Xylit wirkt auf die Kariesbakterien tödlich. Auch dieser Zuckerersatz kann wie Zucker verwendet werden, hat aber ein paar Kohlenhydrate und wirkt bei mir (und vielen anderen) stark abführend. Daher nehme ich als Ersatzzucker das Erytritol. 

- Es gibt Zahnpflegekaugummis, auch die sind auf Xylitbasis, wirken also keimtötend.

 
- Dann sollte ein tiefschürfendes Gespräch mit dem Zahnarzt des geringsten Misstrauens angestrebt werden. Themen sollten sein: 

- Lacken der Zähne, 

- Zahnversiegelung, 

- Verordnung über Fluorid als Medikament. 

-  Er sollte über´s Blut und/oder Speichel auch feststellen lassen, wie es um die wichtigen Mineralien steht. Notfalls sollte er Kalzium und Magnesium verordnen (muss immer zusammen genommen werden, nur Kalzium allein wirkt nicht). 

Mißtrauen ist beim Gespräch immer angebracht, denn ein Implantat ist für jeden ZA finanziell attraktiver. Auch ist eine Zweitmeinung sehr oft hilfreich. 

Ich hoffe, das etwas Neues und Helfendes zum Thema für Euch dabei ist, lG, Winherby

Antwort
von elliellen, 60

Hallo!

Wenn deine Freundin damals ihre Zähne etwas vernachlässigt hat und jetzt auf ihre Zahnpflege und Ernährung gut achtet, sollte sie genauso weitermachen.

Tote und entzündete Zähne sollten entfernt werden, die gesunden Zähne sollten besonders gepflegt werden. Auch sollte sie auf calziumreiche Ernährung achten und nie direkt nach säurehaltigem Essen die Zähne putzen, da das den Zahnschmelz angreift.

Du hat schon Recht, Brücken sind nicht sehr geeignet,da die gesunden Nachbarzähne beschliffen werden und somit auch gefährdet werden.

Eine Alternative wäre eine Valplastprothese,diese wird als biokompatible Teilprothese(metallfrei) gefertigt und kann später erweitert werden. Vielleicht wäre das etwas für sie,sie kann sich darüber im Internet informieren.

Antwort
von healthq, 62

Hey. Bin zwar kein Zahnarzt. Aber das Aussehen der Zähne muss nicht unbedingt etwas mit deren Gesundheit zu tun haben. Sprich doch mal mit deinem Arzt des Vertrauens. Tote oder schlechte Zähne sind meiner Meinung nach schlimmer als die damit verbundenen Kosten. Bei der Krankenkasse könnt ihr damit argumentieren, dass es sich um eine "akute Erkrankung" handelt. Viel Erfolg!

Antwort
von Akka2323, 44

Da wird man nicht viel machen können. Bei Zähnen ist kaputt eben kaputt. Mangelnde Pflege und genetische Veranlagung können da zusammenkommen. Nur weitere gute Pflege kann den Verfall vielleicht verlangsamen, vielleicht aber auch nicht.

Antwort
von daut63, 38

GUM Periobalance Lutschtabletten von Sunstar können deiner Freundin vielleicht helfen, wirken schon nach wenigen Wochen. Anfangs 1x täglich, nach Besserung alle ein Paar Tage 1x lutschen, Zähne vorher putzen 


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community