Frage von alegna796, 172

Ständig zur Mammographie oder doch lieber nicht?

Nach meiner Brustkrebstherapie musste ich aller drei Monate zur Mammographie. Das war eine einzige Qual, vor allem bei der operierten Brust. Da habe ich dem Arzt gesagt, dass ich die Abstände verlängern möchte, mindestens 6 Monate, danach nur noch einmal im Jahr. Außerdem habe ich erklärt, dass ich bei einem Rezidiv jegliche weitere Behandlung ablehne. Auch die Hormontherapie habe ich nach 3 Monaten abgebrochen und denke das war die einzig richtige Entscheidung, denn die Nebenwirkungen sind so krass. Ich denke nun darüber nach, keine Mammographie mehr machen zu lassen. Sicher wäre es doch am besten man weiß gar nicht, dass da wieder etwas sein könnnte. Ich möchte einfach die Zeit, die mir bleibt sinnvoll nutzen und nicht dauernd in Wartezimmern verbringen. Wie denkt Ihr darüber?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nelly1433, 172

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten. Ich habe alles 'mitgemacht' und bereue es nicht. Sollte wirklich mal wieder etwas sein, muss ich mir wenigstens nicht sagen 'hätte ich doch...'. Die Entscheidung, was man bei einem evtl. Rezidiv tun wird (vielleicht ist ja jetzt auch alles gut), kann man doch in der jetzigen Situation gar nicht treffen. Viele unserer Entscheidungen treffen wir nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus.

Sollte wirklich in 10 oder 20 oder 30 Jahren... ist die Situation doch ganz anders als heute. Wie alt bin ich? Habe ich eine Familie oder Kinder? Oder alte Eltern, die auf mich angewiesen sind? Wie ist meine Einstellung zum Leben; hänge ich am Leben oder bin ich froh, wenn ich abtreten darf?

Viele Menschen starten nach einer solchen Krankheitserfahrung auch neu durch. Wie Sie sagen, Sie wollen Ihre Zeit 'sinnvoll' nutzen. Das kann man doch auch, wenn man regelmäßig die Kontrolltermine wahrnimmt. Solche Kontrollen kommen nicht plötzlich und überraschend. Da bekommt man vorher einen Termin und muss nicht stundenlang warten. Die evtl. Wartezeit kann man mit lesen, stricken oder was Ihnen sonst Spaß macht nutzen. Es ist nicht unbedingt eine verlorene Zeit. Ich weiß, dass die ständigen Arztbesuche nervig sind. Aber nach und nach werden die Zeitspannen auch länger. Und irgendwann gilt man als 'gesund' - auch wenn man sich nicht jeden Tag so fühlt ...  Aber das hat man vor der Erkrankung auch nicht.

Alles Gute und die für Sie selbst richtige Entscheidung !

Kommentar von Nelly1433 ,

Danke für den Stern !

Antwort
von schaalsy, 141

Hallo

ich habe alles durch und bin in der Nachsorge und werde die auch weiter mitmachen. Wenn es für dich feststeht, dass du nichts mehr machen läßt brauchst du die Untersuchung ja auch nicht. Du weißt ja selber was für eine Unruhe und Belastung die mit sich bringen. Meiner Meinung nach sollten "wir" uns aber keiner Chance berauben noch gute Jahre verbringen zu können, auch wenn es bedeutet ein Rezidiv früh genug zu erkennen und entsprechende Therapien zu machen.

Ich wünsche dir, dass du eine Entscheidung findest, die für dich gut ist.

Alles Gute

LG

Antwort
von Kooln, 112

Das höchste Risiko für eine Frau eine Brustkrebspatientin zu werden, ist wenn sie regelmässig eine Mammographie kriegt.

Die echten Fakten über Brustkrebs und Mammografie (Bruströntgen) haben schon lange gezeigt, dass die vorsorgliche Früherkennung von "Krebsen" mit Präventionsmaßnahmen (Beispiel: Mammografie) in vielen Fällen falsch ist (hauptsächlich wegen vielen Überdiagnosen) aber ganz viele Frauen trotzdem behandelt werden (deswegen sind die ein Opfer der Übertherapien). Das Ergebnis is, dass Millionen von Frauen missbehandelt und umgebracht worden sind wegen diesen "fortgeschrittenen" Untersuchungen und medizinischen Behandlungen, und dass Mammografie viel mehr schweren Schaden anrichtet als dass es bedeutendes Gutes bringt (Quellen: Peter Gotzsche's 'Mammography Screening: Truth, Lies and Controversy' and Rolf Hefti's 'The Mammogram Myth' - sehe http://www.supplements-and-health.com/mammograms.html ).

Jeder der dieses Thema ein wenig genauer anguckt, kann sehen, dass es fast ausschliesslich fabrizierte Statistiken und "wissenschaftliche" Daten/Evidenz vom medizinischen Riesengeschäft sind, die diesen Test unterstützen.

Das riesige medizinische Krebsgeschäft hat schon jahrzehntelang das Volk angelogen mit falschen Statistiken. Dieses riesengrosse Geschäft sagt den Leuten wie unglaublich "forgeschritten" ihre Präventionsmaßnahmen, Untersuchungen und Behandlungen sind, aber verschweight den grossen Schaden, den sie wirklich anrichten. Es ist fast alles Lüge.

Kommentar von alegna796 ,

Ich bin mit Dir einer Meinung.

Kommentar von Nelly1433 ,

@ Kooln

Es geht in diesem Fall um Nachsorge, nicht um vorsorgliche Mammographie...

Antwort
von Anneliese08, 121

Ich habe bei einer anderen Krebsfrage schon einen Beitrag geschrieben. Ich bin selbst nicht betroffen, aber mein Mann war betroffen. Wir haben gute Erfahrungen mit ganzheitlicher Nachsorge gemacht. Man darf seine Gesundheit und die Krankheit nicht den Ärzten überlassen, sondern sollte selbst etwas tun. Mein Mann wurde ganzheitlich behandelt und ging zur Nachsorge in eine gute Reha Klinik. Er bekam Ernährungsumstellung, Onkologiesport, Enzyme, die er noch immer nimmt. Auch die Psyche solltest du nicht außen vor lassen, glücklich sein wirkt sich gut aus. So kann man selbst sehr viel tun, dass man gesund wird und bleibt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community