Frage von Peppels31, 815

Ständig Sehnenscheidenentzündung was tun

Ich habe seit 10 Jahren immer wieder Sehnenscheidenentzündung am linken Handgelenk sogar schon mit Wasserbildung im Gewebe ( ja ist schon chronisch und habe eine Beule am Handgelenk ) . Das ist echt nicht mehr lustig immer wieder gips und Bandagen, Ultraschallbestrahlung , Reizstromtherapie . Immer wieder Schmerzmittel und es hilft nix habe schon x mal den Arzt gewechselt und die gleiche Prozedur von vorn . Jetzt geht es im rechten Handgelenk auch los schon bei der kleinsten Belastung oder falschen Bewegung habe ich schmerzen . Ich bin verzweifelt und könnte echt heulen weil mir keiner wirklich hilft . Orthesen und Bandage alles verschrieben bekommen mittlerweile bekomme ich von diclofenac und Voltaren Ausschlag so schlimm ist das geworden . Ich weiß nicht mehr weiter habe schon alles probiert und ich bin echt verzweifelt brauche dringends Hilfe den an arbeiten ist nicht zu denken , ich brauche doch meine Hände bitte habt ihr nicht ein Rat wie ich das in den griff bekomme ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von herzgut, 815

Grundsätzlich muss bei einer (chronischen) Sehnenscheidenentzündung das betroffene Handgelenk natürlich bis zum völligen Ausheilen geschont werden. Wenn du immer wieder die Gelenke bewegst und belastest, dann wird es ganz bestimmt nicht besser! Gerade diese monotonen Bewegungen (wie beim Kartoffelschälen) sind mit Schuld an dieser Entzündung.

Allerdings gibt es auch noch die Möglichkeit, dass eine Sehnenscheidenentzündung durch eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung verursacht ist oder aber Folge einer Chlamydien- oder Gonokokken-Infektion ist. Bei dir klingt es allerdings tatsächlich nach rein "mechanischer" Überlastung.

Daher: Ruhigstellen!!! Nicht immer gleich wieder mit dem Arbeiten anfangen. Deine Familie muss da einfach Rücksicht drauf nehmen - und du selbst auch!

Eine begleitende homöopathische Behandlung, wie gerdavh es angesprochen hat, ist sicherlich auch empfehlenswert.

Aber: Geduld ist trotzdem das wichtigste Medikament in deinem Fall.

Antwort
von Winherby, 613

Du schreibst sehr viel darüber, was bereits alles geamcht wurde. Du schreibst nicht ein Wort über die Ursache. Ist die Ursache unbekannt? Du merkst doch wann der Schmerz anfängt, bzw. wann er sich verstärkt. Die Tätigkeit die dem Schmerzbeginn vorausging, dürfte auch die Ursache sein. Bis Du Linkshänder? Diese Tendovaginitis kommt meist an der Arbeithand vor.

Hat sich einer der Orthopäden mal Deine Halswirbelsäule in diesem Kontext angesehen? Sehr oft wird diese Ursache, Verengung eines Zwischenwirbelraumes mit Nervenwurzelreizung, übersehen. Eine weiters Möglichkeit der Ursache ist eine zu weit oben stehende erste Rippe. Steht sie zu hoch, dann kommt sie dem Schlüsselbein sehr nahe. Hast Du eine schlechte Haltung ( Rundrücken ) durch Verkrampfungen der Hals- und Schultermuskeln dazu, dann führt die zwangsläufig zum "Thoracic outlet Syndrom". Das kann ein nächtliches Kribbeln in den Händen sein, - von Neurologen und Hausfrauen gerne mal als Carpaltunnelsyndrom fehlinterpretiert -, das kann Kraftverlust in den Armen sein, das kann Schmerzen an verschiedensten Stellen hervorrufen, oder eben auch Deine entzündlichen Beschwerden.

Also, - Du kannst es drehen und wenden wie Du willst, die Ärzte oder / und DU müssen die Ursache herausfinden und diese natürlich dann auch konsequent abstellen, dann werden auch die Therapien nachhaltig helfen. Alles andere ist lediglich ein hilfloses Herumpfuschen an Symptomen. Ich wünsche erfolgreiche Ursachenforschung, lG

Kommentar von Peppels31 ,

Ich bin Rechtshänder , da ich gelernte Friseurin bin benutze ich beide Hände ( leider seit einen halben Jahr arbeitslos , weil ich den Beruf nicht mehr ausüben kann ) . Auch dies wurde untersucht da ich leider ohne Befund . Hws , Bws und Wirbelsäule im Mrt und geröntgt . Leider nur eben die Diagnose chronische Sehnenscheidenentzündung , die Ärzte sagen ich solle die Hände entlasten und nicht mehr schwer heben . Ich bin echt enttäuscht und traurig weil ich seit zehn Jahren deswegen in Behandlung bin und keine Besserung es wird schlimmer und schlimmer . Das Handgelenk wurde auch per Ultraschall untersucht und das Rechte gleich mit da wurde dann festgestellt das , das Rechte Handgelenk auch betroffen ist , ich aber dort nicht solche Beschwerden habe wie im Linken leider . Es wurde bisher immer nur das gleiche gemacht obwohl ich immer darauf Hinweise das es schon oft gemacht wurde die Akte von Arzt zu Arzt mitnehme und nun bin ich Ratlos . Aber ich danke dir für die Antwort ich gehe morgen wieder zum Arzt weil ich gestern beim Umzug geholfen habe nun ist das Handgelenk geschwollen und tut wahnsinnig weh so das ich die Finger nicht gerade machen kann ohne vor schmerzen zu weinen . Also ich danke dir noch mal herzlich für die Antwort

Kommentar von Peppels31 ,

Ich habe vergessen zu erwähnen das die Schmerzen immer dann beginnen wenn ich die Linke Hand zu viel benutze und überlaste (z.b. Putzen , abwaschen , Kartoffelschälen bei allen was jede Hausfrau so macht ) Gruß Peppels

Kommentar von Winherby ,

Also so langsam wird die Sache klarer. Durch die Überlastung Deiner linken Hand durch den Frisörinberuf hat sich die Symptomatik chronisch entwickelt. Durch die ständig gleichen Behandlungen, - ohne gleichzeitige Ausschaltung der Ursache (grober Fehler ) -, reagiert das Gewebe nicht mehr auf die Therapien. Als Hausfrau bist Du natürlich ständig gefordert, auch wenn Du jetzt in Deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Durch die typische Körperhaltung als Frisörin, hast Du ganz sicher starke Verkrampfungen im gesamten Schultern und Nackenbereich. Mit Sicherheit liegen als weitere Folge auch Probleme in der Lendenwirbelsäule vor. Deshalb ist die in meiner Antwort als zweite Möglichkeit genannte Variante (Schlüsselbein / 1. Rippe ) noch nicht aus dem Rennen. Frag den Orthopäden mal ganz gezielt, ob der Kostoklavikularkanal verengt ist. (Am besten ausdrucken und mitnehmen ) Wenn die 1.Rippe und das Schlüsselbein zu dicht beieinander stehen, dann wird ein "Schlauch" eingeengt in dem Blutgefäße und Nerven zur Versorgung des Armes verlaufen. Je nach Stärke der Einengung kann es zu allerlei Symptomatik im Arm führen. Frag den Arzt gezielt danach ! Wird leider oft übersehen.

Ich denke ganz sicher bist Du für Deinen Beruf nicht mehr geeignet, hat einer Deiner Ärzte mal über eine Umschulung mit Dir gesprochen. Nun weis ich nicht wie alt Du bist, aber sowohl die Arbeitsagentur für Arbeit(slosigkeit), als auch die Deutsche Rentenversicherungen bieten Umschulungen an, zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die Betreuerin des AAmtes sollte da auch schon mal einen Rat gegeben haben. Sonst geh mal zur Rentenversicherung und beantrage dort eine diesbezügliche Beratung.

Apropos Rentenversicherung: Warst Du jemals in einer Reha wegen der Hand. Auch darauf hast Du schon lange einen Anspruch. Einfach mal raus aus der allgemeinen täglichen Belastung, und jeden Tag mehrere Behandlungen für die Hand die Schulter-/Nackenmuskulatur, für die gesamte Wirbelsäule, für Herz-/Kreislaufsystem. Einfach wieder fit werden. Dort wirst Du auch sozial-medizinisch beraten, dort wird vermutlich dann auch zur Umschulung geraten. ( Mir hat man im Alter von 56 Jahren zur Umschulung geraten, nannte sich : Beratung zur Teilhabe am Arbeitsleben ). Kann nie schaden sich das mal anzuhören, es gibt erstaunliche Möglichkeiten, mach es mal.

Alles Gute, viel Erfolg

Antwort
von gerdavh, 598

Hallo Peppels, bei einer chronischen Sehnenscheidenentzündung empfiehlt die Homöopathie das Mittel Causticum in der Potenz C30. Davon nimmst Du einmalig 3 Globulie, danach und vorher mind. 10 Min. nichts essen oder trinken. Keine ätherischen Öle benutzen, sonst wirkt das Mittel nicht. Elmex für homöopathische Behandlung in den nächsten 10 Tagen benutzen. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Ansonsten schlage ich einen Besuch bei einem klassisch arbeitenden Homöopathen vor. Bei chronischen Erkrankungen ist das sinnvoll. Ich wünsche Dir gute Besserung. Gerda

Antwort
von Peppels31, 513

Ich danke euch für eure viele Antworten , heute beim Arzt hat er mich noch mal von oben bis unten geröntgt leider wieder ohne Ergebnis . Die Hand wurde wieder ruhig gestellt und er hat mir zu verstehen gegeben das jetzt erstmal Ruhe angesagt ist und danach wird geschaut ob eine Operation sinnvoll ist . So werde ich jetzt erstmal ein paar Tage auf der Couch verbringen und mir die Ruhe gönnen (Lach mich von meiner Familie bedienen lassen Lach ) . Ich danke euch für eure vielen Antworten Gruß eure Peppels

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