Frage von Kathi86, 43

Spielt mir meine Psyche einen Streich?

Ich hoffe vielleicht das ihr mir einen Rat geben könnt ... Eigentlich bin ich ein ziemlich gesunder Mensch, aber seit mein Vater vor 3 Wochen ganz plötzlich verstorben ist frage ich mich ob ich nun etwas habe oder mir das alles einbilde. Angefangen hat alles mit einem Schmerz im linken Bein. Ein ziehender welcher auch bei Ruhe da ist. Mittlerweile hat dieser sich auf die Kniekehle verlagert so das Schmerzen beim einknicken entstehen. Auf Thrombose wurde ich im Januar zwecks geschwollenem Bein untersucht und mittels Ultraschall wurde nichts festgestellt. Nun kommen aber auch noch Schmerzen im linken Arm dazu. Am Oberarm fühlt es sich wie Muskelkater an und am Unterarm wieder ziehend bis in die Handoberfläche. Ab und an auch mal ein Herzstich. Ich frage mich nun woher das kommen kann. Weil ich nicht zur Ruhe komme oder weil etwas wirklich nicht stimmt? Vielleicht hatte jemand ähnliches schon ...

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Lydia304, 43

Es kann psychisch oder körperlich sein, beides kann stimmen. Lass das Körperliche vom Arzt abklären, ein Blutdruck von 141/83 ist noch normal.

Der plötzliche Tod des Vaters ist auf jeden Fall ein einschneidendes psychisches Ereignis. Eventuell drückt dein Körper etwas aus, das Du psychisch nicht ausdrücken kannst. Wie kommst Du denn mit der Verarbeitung des Schocks und Deiner Trauer zurecht? Wenn da Blockaden sind, Du Dir Deine Gefühle (die nach so einem Erlebnis normal sind!) evtl. nicht eingestehen oder sie nicht ausdrücken kannst, ist es möglich, dass das Dein Körper in Form von Schmerzen für Dich tut.

Auch hört sich die Beschreibung für mich so an, als of Du Dich sehr stark selbst beobachten würdest. Leichte Irritationen oder Schmerzen erleben wir alle schon mal, ohne dass sie irgendetwas zu bedeuten haben, wenn Du dem aber viel Aufmerksamkeit schenkst, wird es schlimmer. Und allmählich werden aus der leichten Irritation Schmerzen.

Dann ist die Frage, woran Dein Vater gestorben ist. Da das plötzlich und unerwartet war (Herzinfarkt?), könnte dadurch auch eine Krankheitsangst bei Dir ausgelöst werden (nämlich, dass es Dir genauso ergeht). Und die Angst lässt Dich dann stark Dich selbst beobachten und harmlose Symptome überbewerten. Du kommst in einen Teufelskreislauf, obwohl Du körperlich gesund bist.

Also kurzum: Lass Deine Beschwerden ärztlich abchecken, und wenn der nichts findet, kannst Du über eine psychische Verursachung und Behandlung nachdenken.

Viel Glück!

Kommentar von Kathi86 ,

Es kann schon sein das ich mich momentan selbst ziemlich beobachte gerade eben weil mein Vater auch so unerwartet gestorben ist. Er starb auch an einem plötzlichen Herztod. Noch dazu kommt das meine Mutter zur Zeit auch bei mir ist weil sie nicht in ihre Wohnung möchte/kann. Ich selbst habe dadurch eigentlich kaum Zeit für mich selbst. Mein Partner ist gott sei dank sehr für mich da aber auch ihm möchte ich nicht zu viel zumuten so das ich meist Abends im Bett still vor mich hin weine.

Kommentar von Lydia304 ,

Hört sich so an, als hättest Du ganz schön viel am Hals im Moment. Denk auch an Dich, Du brauchst Zeit und Raum für Dich, um zu trauern und alles zu verarbeiten. Und versuche, Dich nicht in die Angst hineinzusteigern und nicht zu sehr selbst die kleinsten Symptome zu beobachten. Lass (nur) das Notwendige vom Arzt abklären. Wenn Du alleine nicht klar kommst, solltest Du vielleicht eine Psychotherapie machen.

Antwort
von walesca, 33

Hallo Kathi86!

So ein dramatisches Ereignis kann die Psyche - und damit auch den Körper - schon ganz gewaltig durcheinander bringen. Ich rate Dir, unbedingt dazu, die "Bachblüten Rescue-Lutschtabletten (oder Tropfen)" für eine Weile anzuwenden. Die beruhigen die angespannten Nerven ungemein, Du behältst aber dabei einen klaren Kopf!! Dieses Rescue wird Dir auch helfen, besser mit dem Tod Deines Vaters klar zu kommen und wieder zur Ruhe zu kommen!! Aber trotzdem solltest Du Deine Beschwerden noch einmal gründlich vom Arzt abklären lassen, damit auch nichts übersehen wird!! Die Untersuchungen vom Januar sind jetzt nicht mehr relevant - da kann sich vieles inzwischen verändert haben!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von Beavis99, 27

Hallo,

bei starker psychischer Belasung kann es durchaus auch zu körperlichen Problemen kommen. Denoch ist es wichtig, es nochmal ablären zu lassen, besonders da Du ja schon im Januar offenbar Probleme hattest. Am besten erklärst Du Deinem HA die Situation. Ich denke , dass Du den Blutdruck kontrollieren lassen solltest & ein EKG gemacht werden könnte. Vielleicht wäre auch ein genereller Gesundheitscheck ( wird in der Regel alle 2 Jahre von der KK bezahlt) angebracht.

Alles Gute!

Antwort
von charlotte7, 23

Dass dir die Psyche einen Streich spielt, halte ich für unwahrscheinlich. An deiner Stelle würde ich das an deiner Stelle ärztlich abklären lassen, um zu wissen, was wirklich dashinter steckt.

Antwort
von Kathi86, 22

Was den Blutdruck betrifft, den hatte meine Mutter letztens bei mir gemessen. Das war irgendwas mit 141/83 oder so. Sie sagte noch ein Wert sei etwas hoch aber trotzdem noch normal.

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten. Das hilft mir ein bisschen nicht ganz irre zu werden.

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