Frage von belkinabc, 137

Soll ich meine Nase operieren lassen oder nicht?

Hallo zusammen, ich habe seit letzter Zeit wieder häufiger Infekte, die außerdem ziemlich hartnäckig sind. Auffällig ist für mich dass sie immer exakt gleich verlaufen. Zuerst kratzen im Hals und Brennen in der Nase, nach 1 bis 2 Tagen folgen eitriger Schleim, fehlender Druckausgleich der Ohren, schmerzende Augen und zu guter letzter extrem trockener Husten. Das einzige was nicht immer dabei ist diarrhoe. Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich mich viel mehr und länger schonen muss als andere Menschen in meiner Umgebung. Das ganze kommt momentan sogar wieder im Sommer, im Winter sowieso. Ich war bei mehreren wirklich guten HNOs: auf dem MRT und CT sind zwar Polypen zu sehen, die allerdings nicht die kompletten Höhlen ausfüllen. betroffen sind Kiefernhöhle , Siebeinzellen und minimal die STirnhöhle, die Nasenscheidewand ist ebenfalls (leicht) verkrümmt. Die Ärzte waren alle der Meinung dass eine OP in Betracht käme wenn es mich extrem behindern würde, was der Fall ist. Es wäre jedoch keine klare OP-Indikation, was mich verunsichert, ob es wirklich den gewünschten Effekt bringt. Ich habe schon über Antibiotika, (Kortison) Nasensprays, Nasendusche, Inhalation, Infrarot, in gesunden Phasen Sport, gesunde Ernährung, Zink abschwellende und Schleimlösende Medikamente und sogar homöopathie alles probiert. Oder kann es sein, dass ich einfach ein anfällig bin, was doch unlogisch wäre, wenn alle Infekte gleich verlaufen oder? Was ist eure Meinung dazu? Danke!

Jetzt ärztlichen Rat holen
Anzeige

Schneller und persönlicher Rat zu Ihrer medizinischen Frage. Kompetent und vertraulich!

Experten fragen

Antwort
von Medicus92, 94

Hallo,

es gibt Arzneimittel, die das Immunsystem stärken und rezidivierende Infekte verhindern sollen, z. B. Symbioflor 1. Dieses Medikament gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Ob eine Indikation für eine solche Therapie besteht, muss jedoch der behandelnde Arzt entscheiden.

Alternativ könnten sich auch von Ihrem HNO-Arzt an eine Hochschulambulanz einer Universitätsklinik überweisen lassen. Dort werden schwierige Fälle behandelt. 

Zu Infektprohylaxe empfehlen sich tgl. Nasenduschen (z. B. Emser - Salz). Das Zubehör für eine Nasendusche gibt es in der Apotheke oder in einer Drogerie.

Liebe Grüße und alles Gute

Medicus92

Kommentar von belkinabc ,

Von einer Uniklinik habe ich genau diese Diagnose :/ Gibt es einen Unterschied zwischen Symbioprodukten und Perenterol?

Kommentar von Medicus92 ,

Bei Perenterol handelt es sich um ein Antidiarrhoetikum (Durchfallmittel), das auf Atemwegsinfekte keinen Einfluss hat. Symbioflor 1 ist jedoch extra für Atemwegsinfekte entwickelt worden.

Antwort
von Hooks, 41

Ich habe das auch, und ich gehe folgendermaßen vor:

  • bei Halskratzen Gurgeln mit Salviathymol (Apotheke), immer so 3 min mit 5-20 Tropfen ins Glas Warmwasser
  • oder / und 10-20 Tropfen Goldrutentinktur in Wasser, selbstgemacht aus Goldrutenkraut (wächst in vielen Gärten) und Doppelkorn, paar Wochen lang ziehen lassen. Das regt die Nieren an (nicht abends, man muß viel auf Klo :-) und schwemmt Erreger und Gifte aus.
  • gegen Schleim gibt es allerlei Tinkturen von Wildkräutern, Salbei, Malve, Spitzwegerich, Kamille, Schafgarbe, Ringelblume, Thymian...
  • gegen den fehlenden Druckausgleich nehme ich abschwellende Nasentropfen; zunächst die Säuglingsdosis, wenn die nicht richtig helfen, gehe ich höher. Die Eustach'sche Röhre MUSS freibleiben!
  • gegen den Husten kannst Du Spitzwegerich nehmen als Blatt oder als Tee, acuh Goldrute, Königskerze, Huflattich, guter Honig, Zwiebeln fein mit Honig gezogen lassen, Quarkauflagen - und ganz viel Leitungswasser trinken!
  • Vor allem mußt Du die Milchprodukte weglassen, evt. gehen noch Sahne und Butter. Aber alles andere laß weg. 


Vielleicht ist das gar kein Infekt sondern eine Überlastung des Lymphsystems, verursacht durch Milch. Leider kann man das nicht messen, ich bin gegen nichts allergisch. Aber es geht mir eineutig besser, wenn ich auf Milchprodukte verzichte. Wenn ich mal eine andere Sorte Schokolade esse (als die billige von Lidl) oder sonst etwas mit Milch erwische, geht sofort wieder alles dicht.

Ich las das inn einem Buch, daß das lymphatische Menschen sind, die sofort Atemwegsprobleme haben von Milchprodukten. Und habs ausprobiert, siehe da, es hat geholfen!

Vielleicht mußt Du auch Deine Darmflora aufpäppeln, das ging bei mir wunderbar durch Darmflora plus select von Dr. Wolz, bei medizinfuchs,.de billiger zu haben. Das ist für die Flora im Dünndarm. Symbioflor ist für den Dickdarm, das hat bei mir nicht geholfen. Mußt Du ausprobieren.

Antwort
von AliceF, 65

Die OP sollte meiner Meinung nach immer als absolut letzte Lösung kommen, umso mehr wenn es keine konkrete OP-Indikation gibt und es absolut nicht klar ist, ob es Dir auch hilft.
Warum hast Du Antibiotika genommen (aufgrund welches Befundes)?
Wurden seelische Aspekte abgeklärt?
Was für Erkrankungen (internistisch / autoimmun etc.) liegen vor?

Kommentar von belkinabc ,

Am Anfang vom Hausarzt, später nur nach Abstrichen. Mir geht es psychisch gut und auch internistisch bin ich gesund. Lediglich die Infekte sind auffällig

Antwort
von Devolka9, 10

Hey,

also wenn du schon wirklich alles ausprobiert hast (bei den ganzen Aufzählungen wird einem ja ganz mulmig), dann wäre eine OP vielleicht ja doch die Beste Lösung.

Schließlich wirst du im Alltag beeinträchtigt, und somit werden dir wenigstens die Atemprobleme erspart!

"Die Korrektur der Nasenscheidewand bei einer entsprechenden Nasenscheidewandverbiegung mit chronischer Nasenatmungsbehinderung ist neben der Mandelentfernung der häufigste HNO-chirurgische Eingriff und erfreut sich nach wie vor denkbar geringer Beliebtheit." (http://xn--hno-privatpraxis-mnchen-tpc.de/hno-chirurgie/korrektur-nasenscheidewa...)

Hier findest du ganz hilfreiche Informationen, hab einfach bei Google nach Nasenscheidewandkorrektur gesucht, die dir deine Entscheidung vereinfachen könnten!

Alles Gute & LG!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community