Frage von Harleinom, 50

Softlaser oder Orthovoltstrahlenbehandlung?

Sprunggelenk und Sehnenscheidenentzündung der Hand werden mit einem Bürstenähnlichen Gerät, das als Laser bezeichnet wird, ohne irgendwelche bemerkbare Funktionen (keine Wärme, kein Kribbeln) bisher ohne Erfolg je 10 Minuten behandelt. Es wird GOÄ 5802 (2 X) als Orthovoltstrahenbehandlung mit 4 X 11,66 in Rechnung gestellt. Kann es sich dabei um Orthovoltstrahlenbehandlung handeln? Was kostet nach GOÄ (privat) eine entsprechende Laserbehandlung? harleinom@gmail.com

Antwort
von beamer05, 41

Wenn eine solche Behandlung, wie von dir beschrieben ("bürstenähnliches Gerät") als Orhovolt-Behandlung berechnet wird, sollte deine PKV diese Abrechnung mal prüfen. Die angegebene Ziffer ist nur für die Behandlung mit ionisierender Strahlung (hier: Röntgenstrahlung im Bereich 10 - 100 kV zulässig):

http://www.e-bis.de/goae/Goae00000169.html

Allenfalls, WENN du beim Arzt eine entsprechende Abrechnungsvereinbarung unterschrieben hast, könnte dieser evtl. eine Art Analog-Abrechnung ansetzen (genaueres sagt dir deine Kasse).

OB es sich bei der von dir genannten Behandlung doch um eine Orthovolt-Therapie gehandelt hat, kannst du am Einfachsten so herausfinden: War der Arzt oder andere Person mit im Behandlungsraum, während der Behandlung, dann war es sehr wahrscheinlich irgendwelcher "Softlaser"-Einsatz, da bei Orthovolt (und anderer Strahlentherapie) ähnlich wie beim Röntgen, die Behandler den Raum i.d.R. verlassen.

Eine weitere -bessere- Methode ist, schlicht eine Kopie des Arztbriefes über die erfolgte Behandlung zu verlangen. Dort muss genau verzeichnet sein, was genau gemacht wurde (erst mal unabhängig von den Abrechnungsziffern).

Und: Eine Therapie mit Orthovolt oder auch (mindestens beim Sprunggelenk ohnehin eher zu empfehlen) Hochvolt ist ohnehin Kassenleistung, AUCH der PKV.

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