Frage von Faustulus, 62

Singstimme desolat!

Vor ca. sechs Wochen hat mich ein Virus im HNO-Bereich heimgesucht, der unter anderem und vor allem meine Singstimme lahm gelegt hat. Ich konnte zwar fast normal sprechen, aber gesungene Töne so gut wie nicht mehr produzieren. Bei mehreren Arztbesuchen wurden unterschiedliche Diagnosen gestellt. Anfangs wurde eine leichte Kehlkopfentzündung mit zäher Schleimbildung diagnostiziert und bei Stimmschonung eine rasche Besserung vorausgesagt. Diese trat leider nicht ein, der fast totale Ausfall meiner Singstimme blieb bestehen. Dann erkannte ein Facharzt für unter anderem Gesangsprobleme vor zwei Wochen eine Einblutung an den Stimmlippen und ein dort befindliches Hämatom. Inzwischen habe ich nach sechs Sitzungen bei einer auf Gesang spezialisierten Logopädin immer noch kaum Fortschritte zu verzeichnen, insbesondere was meinen Stimmumfang in den oberen Tonlagen anbelangt. Vorher reichte dieser bis zum zweigestrichenen A, jetzt quäle ich mich allerhöchstens bis zum E, das dann auch noch „gequetscht“ klingt. Es ist völlig egal, ob ich es auf dem Weg entsprechender Entspannungsübungen oder „mit Gewalt“ versuche, es funktioniert einfach nicht. Meine in der Vergangenheit allseits hochgelobte Singstimme, mit der ich unter anderem einen nicht unerheblichen Teil meines Lebensunterhalts bestreite (Popmusik) streikt, und ich bin totunglücklich, da Musik und vor allem Gesang ein äußerst wichtiger Lebensinhalt für mich ist. Für morgen habe ich in meiner Verzweiflung wieder einen Termin beim HNO-Arzt vereinbart. Ich bin ratlos und habe keine Ahnung wie es weiter gehen soll. Hat vielleicht jemand in diesem Forum irgendeinen Hinweis, der mir weiter helfen könnte? Vielen Dank für alle Antworten.

Antwort
von gerdavh, 62

Hallo, wurde denn von dem Facharzt die Einblutung bzw. das entstandene Hämatom medikamentös behandelt? Das dürfte ja wohl die Ursache für den Stimmverlust sein. Wenn dies nicht beseitigt wird, kann die Logopädin machen was sie will. Normalerweise empfehle ich ja bei Hämatomen homöopathische Mittel, aber in diesem Fall bin ich da lieber mal zurückhaltend, da Du ja auch von einer Blutung geschrieben hast. Hast Du Medikamente bekommen? Grüße Gerda

Kommentar von Faustulus ,

Hallo, leider habe ich erst einmal keinerlei Medikamente erhalten. Ich war vorgestern bei einem anderen HNO-Arzt, bei dem ich das Ergebnis seiner endoskopischen Untersuchung auf einem Bildschirm mit verfolgen kann. Er hat nichts von einem Hämatom gesagt, aber neben weiterhin bestehender Schleimbildung eine ausgeprägte Äderung am unteren Teil der Stimmlippen diagnostiziert. So etwas finde man beispielsweise bei ehemaligen Rauchern (ich habe nie geraucht), habe aber nichts zu sagen und könne auch nicht therapiert werden. Da ich auch noch im Zusammenhang mit dem Infekt Tinnitus-Probleme habe, wurden mir folgende Medikamente verschrieben: Gingium 120, Ambroxol AL 30 und Calium bichronicum D 6.

Kommentar von gerdavh ,

Liebe Faustulus, dann will ich mal für Dich hoffen, dass diese Mittel helfen. Gerade bei einer Sängerin ist das eine Tragödie. Wenn Die Mittel Dir nicht weiterhelfen, könntest Du es natürlich bei einer klassisch arbeitenden Homöopathin versuchen - ich empfehle Dir das, weil ich nicht weiß, ob der Arzt sich mit Globuligabe wirklich gut auskennt. Keine Ahnung, ob eine D6-Potenz hier angebracht ist. Es gibt so einige Ärzte, die so nebenbei auch mal Homöopathie anwenden, obwohl sie dahingehend gar nicht richtig ausgebildet sind. Ambroxal ist ein Schleimlöser - was der Arzt sich davon verspricht, ist mir etwas schleierhaft. Ich will Dich nicht auch noch verunsichern, aber mit kommt diese Medikation in Verbindung mit Globuli sehr bedenklich vor. Lies bitte den Beipackzettel gut durch, da steht was von Schleimhautveränderungen!!! Ich wünsche Dir alles Gute. Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Noch eine kleine Ergänzung: Google mal unter dem Stichwort "Kalium bichronicum D6 Anwendungsgebiete". Da kannst Du unter den Symptomen nachlesen, ob dieses Mittel für Dich überhaupt geeignet ist. Wenn Du Globuli nimmst, darfst Du keine ätherischen Öle benutzen - dann musst Du homöopathieverträgliche Zahnpasta kaufen (z.B. Elmex mentholfrei). Ich könnte meinen Kopf verwetten, dass der Arzt Dir dahingehend nichts gesagt hat. Grüße Gerda

Antwort
von pferdezahn, 56

Versuche es Mal mit Ingwertee, und zwar mit selbstgemachten. Kaufe Dir eine Ingwerwurzel, buerste sie gut unter fliessendem Wasser ab, und aus einem Stueck, etwa so gross wie der halbe kleine Finger, bereitest Du Dir einen Tee. Das Stueck kannst Du gut zerdruecken oder in kleine Teile schneiden, und anschliessend mit etwa 80 Grad heisses Wasser uebergiessen und einige Minuten ziehen lassen. Anschliessend mit etwas Honig suessen. Am Tag mindestens drei Tassen trinken. Bei mir hatte es geholfen. Hatte auch Mal vor jahrzehnten Stimmversagen. Auch solltest Du nicht so viele schleimbildende Produkte wie Milch und Milchprodukte und staerkehaltige Produkte wie Getreide und saemtliche Mehl- und Teigwaren, auch Reis und Zucker stark reduzieren, und dafuer vermehrt frisches Obst und Gemuese verzehren.

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