Sind nur Vollkornprodukte für den Darm schädlich?
Ist es schädlich für den Darm, wenn man ausschließlich Vollkornprodukte isst? Ich dachte immer, dass das gut wäre. Ein Arbeitskollege meinte, das wäre zu viel Arbeit für den Darm.
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Alles, was "nur" ist, ist schlecht. Der Körper besteht aus einer Vielzahl an Stoffen. Und genau das braucht auch der Körper um gesund weiter zu leben, eine Vielzahl an Stoffen. Die Vielfalt der Nahrung macht den gesunden Menschen.
Der Darm ist das Größte Verdauungsorgan und auch er besteht aus vielen verschiedenen Zellen, die alle Ihre Aufgaben haben. Im Darm leben 100 Billionen Darmbakterien, die unsere Verdauung ermöglichen und unterstützen. Auch diese haben alle ihre bestimmten Ansprüche auf Nahrung. Darum ist nicht "nur" Vollkorn gut für den Darm.
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Nein, auf keinen Fall. Vollkornprodukte sind höchstens nicht gut für den Darm, wenn man gerade eine Entzündung in selbigem hat. Ansonsten fördern Vollkornprodukte, durch die unverdaulichen Bestandteile, die enthalten sind, die Darmbewegung und damit die Verdauung. Das ist auch deshalb gut, weil dann Schadstoffe, die in Der Nahrung enthalten sind, durch einen regelmässigeren Stuhlgang nicht so lange im Darm bleiben können.
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Walter Sommer in seinem Buch „Das Urgesetz der natürlichen Ernährung“:
"Gekochte oder gebackene Getreidestärke, eingeweicht und auf eine Temperatur von 37° Grad gebracht, geht, wie jede Hausfrau weiß, wie Zucker, sehr schnell in Gärung über: Der Magen verwandelt sich in einen Gärbottich (Blähbauch). Aus den Zuckerstoffen der Stärke entwickelt sich unter Einwirkung der immer vorhandenen Spalt- und Hefepilze bei der Vergärung Kohlensäure und Alkohol (Leberschäden!)."
Diesem Tenor schließen sich – zumindest grundsätzlich - eine ganze Liste anderer Ernährungsexperten und Autoren an. Der Chemiker Dr. Ehrensperger zum Beispiel hat seine Meinung gleich komplett in einem (dadurch etwas lang geratenen) Buchtitel zusammengefasst: "Krebskrank? Nein danke - ohne mich!: Krebs - als Stoffwechselkrankheit dargestellt. Oder Warum die Krebskrankheit die Folge einer jahrelangen chronischen Kohlenhydratvergiftung ist!"
Seine Haupthese, dass Krebszellen Glukose als Energielieferanten brauchen, wurde von dem Krebsforscher Dr. Johannes Coy bestätigt. Dazu passt, dass unser Herz seine Energie nur aus Fett gewinnt und nicht aus Zucker, weshalb es auch keinen „Herzkrebs“ gibt.
Wie die Forschung zeigte (D. Somogyi: "Über das Entstehen von Calcium-, Phosphor- und Vitamin-D-Mangelzuständen" in der "Zeitschrift für Vitaminforschung". Im Artikel wird auf die Forschungen der Biochemiker McCance und Widowson verwiesen.), ist Vollkornbrot zudem ein wahrer Kalziumräuber. Ursache ist ein zu hoher Gehalt an Phytat in der äußeren Hülle des Korns. Phytat ist eine Phosphorsäure, die der Pflanze gleichzeitig als Energielieferant und als Schutz vor Fressfeinden dient. Allerdings bindet sie bei Aufnahme eine Reihe von Nährstoffen im Darm, insbesondere Eisen, Zink, Calcium oder Magnesium, die dann vom Körper nicht aufgenommen werden können. Das führt zu dem paradoxen Ergebnis, dass die tatsächlich mineralstoffreiche Körnerkost am Ende trotzdem zu Mineralstoffmangel führen kann.
Tatsächlich verbrauchte diese Säure-Pufferung in einer Studie bei den allermeisten Vollkorn-Versuchsessern jede Menge Mineralien, vom Calcium sogar mehr, als gleichzeitig vom Körper durch das Brot aufgenommen wurde. Vollkorngetreide verursacht also Calciummangel!
Symptome entwickeln sich langsam, machen sich also im Körper zunächst kaum bemerkbar. Sie verursachen zunächst auch keine Schmerzen, außer vielleicht ein leichtes Druckgefühl im Magen oder im Kopf.
Die durch Vollkornbrot verursachten Mineralienmangelzustände hießen vor 150 jahren übrigesn "Brotgicht"; sie verschwanden mit der Erfindung der "Sulzbergermühle", die es ermöglichte billig Weißmehl herzustelln.
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