Frage von liquid, 365

Sind die Sehtests bei Optikern seriös?

Vor einer Weile war ich mit meiner Freundin in einem Brillengeschäft weil sie sich nach einer neuen Sehhilfe umschauen wollte. Ich selbst bin kein Brillenträger, man bot mir aber an, mal einen Sehtest bei mir zu machen. Das Ergebnis war, dass ich definitiv eine Brille benötige. Ich traute dem Braten nicht so ganz, weil ich dachte, sie wollen ja nun Brillen verkaufen. Einige Zeit späte war ich beim Augenarzt der auch einen Sehtest machte bei dem ich so gut abschnitt, dass der Arzt bei mir überhaupt keinen Anlass für eine Sehhilfe sah.

Nun frage ich mich, ob die Sehtests bei Optikern quasi fingiert sind, weil sie Brillen verkaufen wollen. Was sagt ihr, ist das möglich?

Antwort
von Mahut, 339

Das kann schon sein, wenn sie unseriös sind. Für die erste Brille würde ich immer erstmal zum Augenarzt gehen

Kommentar von bethmannchen ,

Glauben, denken, meinen bedeutet nicht wissen ;-)

Antwort
von chrisaushh, 365

Die Frage nach der Ehrlichkeit ist berechtigt. Auch bei den Optikern gib es natürlich schwarze Schafe. Insbesondere diejenigen, die mit NULL werben fallen regelmäßig negativ auf.

Eine komplette Refraktion (Brillenglasbestimmung) dauert ca 15-30 Minuten und kann daher nicht kostenlos angeboten werden, es sei denn der Optiker hat Böses im Schilde.

Ein seriöser Optiker wird dir IMMER die gemessenen Werte in eine Demobrille einsetzen um dir den neuen Seheindruck zu demonstrieren. Du erkennst dann sofort, ob dir die Brille etwas bringt.

Antwort
von bethmannchen, 298

Selbstverständlich sind diese Tests seriös. Optiker verwenden die gleichen Apparate dafür wie Augenärzt und machen die selben Messungen. Optiker untersuchen allerdings nur die Dinge, die für die Ermittlung der nötigen Brechkraft der Brillengläser wichtig sind. "Fingiert" sind auch diese Tests mit Sicherheit nicht.

Auf der anderen Seite ist da auch der Kunde. Wenn der Kunde bei der Untersuchung nicht genau darauf achtet, ob er wirklich besser, schlechter, leichter, schwerer sehen kann mit dieser oder jener Einstellung bzw. Linsenart, dann kann der Optiker noch so viel und genau messen, er ist auf die Beurteilung des Kunden angewiesen. Das ist beim Messen durch den Augenarzt aber auch nicht anders.

Außerdem sind wir nicht jeden Tag und zu jeder Tageszeit gleich gut drauf. Bei Müdigkeit sehen wir etwas schlechter, morgens sehen wir schärfer als abends. Unser körperlicher Allgemeinzustand, sogar was wir in der letzen zeit gegessen haben, spricht da auch noch ein Wörtchen mit... (Morgens Adlerauge, abends Blindfisch) Allein dadurch können die Werte bis zu 1 Dioptrien abweichen. Zu welcher Tageszeit warst du beim Optiker, zu welcher beim Augenarzt? Hattest du vorher schon Erfahrung mit Sehtests für die "Glasstärkenermittlung"? ...

Kommentar von StephanZehnt ,

Die Frage stand hier im Forum auch schon einmal - zwei verschiedene Werte Optiker und Augenarzt.! Da waren die Abweichungen allerdings verhältnismäßig klein.

Nun weis ich nicht ob die Möglichkeiten bei den Optikern immer so gegeben sind.

Auch wenn sie die gleichen Geräte haben - aber wenn man Mittags vom Geschäft kommt und nicht mehr ganz wie ein Adler sieht und u.U. noch geblendet weil das Rollo zum ..nicht funktioniert wird es schwierig!.....

So habe ich auch auf die Werte vom Augenarzt zurückgegriffen.

Kommentar von bethmannchen ,

Es gibt Standards, an die sich Optiker genau wie Augenärzte halten müssen. Aber wie bei jedem Handwerk gibt es auch hier Virtuosen und Stümper.

Man sieht schon zwischen zwei Blinzeln verschieden scharf, weil dabei die Tränenflüssigkeit bewegt wird. Gut oder schlecht sehen ist außerdem noch subjektiv. Es gibt also schon viele Kleinigkeiten, ohne dass eine Brille im Spiel ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community