Frage von AnonymerTyp, 67

Seltsame Verdauungsprobleme?

Moin. Ich habe jetzt schon seit bereits mehr als zehn Monaten komische Verdauungsprobleme. Unter anderem habe ich Durchfall (manchmal auch Verstopfung), Blähungen, Völlegefühl und teilweise Blut im Stuhl. Dazu kommen auch Bauchschmerzen im Unterbauch und seit ca. 5 Tagen ist mir unter der linken Rippe ein kleiner, harter Wulst (nicht sichtbar, nur tastbar) aufgefallen, der nicht mehr weggeht und leicht schmerzt, wenn man ihn tastet. Natürlich war ich schon bei Fachärzten, doch deren Verdacht auf Reizdarm oder Lebensmittelunverträglichkeiten war falsch. Selbst das Medikament Mutaflor brachte keine Besserung. Eine Darmspiegelung wollte man bei mir allerdings noch nicht machen, da ich erst 16 bin. Was könnte das also sein, bisher waren alle Ärzte ratlos?

Antwort vom Arzt online erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Gesundheitsfrage. Kompetent, von geprüften Ärzten.

Experten fragen

Antwort
von ncaa29, 26

Hallo,

kannst du diesen Wulst etwas genauer beschreiben und vllt auch die Position konkretisieren? Welche Farbe hat das Blut im Stuhl? Eher schwärzlich (wie Teer) oder eher hellrot? Tritt das Blut dauerhaft auf oder nur ab und zu?  Hast du in letzter Zeit auffallend viel Gewicht verloren? 

Eine Darmspiegelung versucht man unter 18 tunlichst zu vermeiden, weil sie doch zu einer der etwas unangenehmeren Untersuchungen gehört. Sie kann allerdings z.B. zur Abklärung einer chronisch-entzündlichen Darmkrankheit nach Ermessen des behandelnden Arztes durchgeführt werden. Abhängig vom Klinikum kann es aber sein, dass du dann eine Nacht dort verbringen musst.

Kommentar von AnonymerTyp ,

Der Wulst ist eher oval. Das Blut ist eher schwärzlich und tritt nur manchmal auf, nicht dauerhaft. Seit Beginn bis jetzt habe ich ca. 7kg Gewicht verloren wobei ich mir nicht erklären kann, wie da ich nichts an meiner Ernährung geändert habe.

Antwort
von Jessyca5899, 48

Eine Darmspiegelung müsste glaube ich auch mit 16 gehen, aber an deiner Stelle würde ich mal ins Krankenhaus gehen und die sollen dich mal durchchecken.

Mehr weiß ich leider nicht, aber ich wünsche dir viel Glück und Gute Besserung!

Antwort
von Winherby, 45

Die erste Frage ist doch die, nach Deiner typischen (- tagtäglichen) Form der Ernährung.

Viel beim Mäcces oder häufig Fertiggerichte aufwärmen? Dann wären die Probleme nicht allzu verwunderlich.

Oder kauft Muttern häufig frische Sachen (Gemüse, Karoffeln, Fleisch)  und kocht noch selbst nach guter Hausfrauentradition? Dann kann es nicht daran liegen. Also eine ausgewogene Ernährung ist die Basis einer guten Verdauung.

Und wenn das Problem seit ca. 10 Monaten besteht, dann war also zuvor noch alles ok mit der Verdauung, was also, hat sich vor ca. 10 Monaten (+X) für Dich geändert? 

Dabei denke ich garnicht mal nur ausschließlich an  ernährungstechnisch
veränderte Bedingungen, sondern auch an Veränderungen oder Ereignisse, die seelisch belastend sind. Das wird von den Fachärzten nämlich sehr oft übersehen, es sei denn es ist ein Seelenklempner.

Im Darm haben wir nicht nur ca. 2 Kg Bakterien, die für die Verdauung nötig sind, sondern auch ungezählte sensible Nervenendungen. Unser Darm wird nicht umsonst unser zweites Gehirn genannt. Daher schlagen bei vielen Menschen seelische Ereignisse auf den Darm. Auch der Begriff vom "Bauchgefühl" rührt daher.

Also wenn Du eine Last auf der Seele mit Dir herum trägst, dann sieh zu, dass Du das wieder geändert bekommst, dann wird das Problem mit dem Darm auch so langsam aber sicher wieder aufhören,  lG

Kommentar von AnonymerTyp ,

Es kam weder psychisch noch körperlich irgendeine Belastung hinzu. Da ich außerdem ein wenig Kraftsport mache, achte ich ziemlich auf meine Ernährung. Damit kann ich diese Punkte schon mal ausschließen. Die Probleme traten erst nur leicht auf und wurden dann immer schlimmer 

Kommentar von ncaa29 ,

Wie man davon Blut in den Stuhl bekommt würde mich auch interessieren...

Kommentar von Winherby ,

@ncaa: Ja dann hast Du keinerlei Ahnung wieviele Krankheiten die Psyche so alles auslösen kann, sei es direkt oder indirekt. 

Kommentar von ncaa29 ,

Ja, trotzdem ist dann das primär zu behandelnde Problem die Krankheit, die aus welchen Gründen auch immer vorhanden ist.

Denn selbst wenn dem so wäre und eine sekundäre Kausalität zwischen den Symptomen und einer psychogenen Ursache vorliegt, so muss eindeutig zuerst die Primärursache, nämlich die Krankheit selbst behandelt werden. 

DANN erst kann man (wenn man Vertreter dieser Schule ist) auf psychische Ursachenforschung gehen. 

Vielleicht liegt das einfach an meinem gegenwärtigen Berufsfeld, aber ich finde es äußerst unverantwortlich, Patienten erstmal "standardmäßig" eine psychogene Ursache unterjubeln zu wollen. Insbesondere wenn sie tatsächlich ernst zu nehmende Symptome aufzeigen -und Blut im Stuhl ist ein solches- ist das meiner Meinung nach sogar grob fahrlässig.

Kommentar von Winherby ,

An welcher Stelle hab ich denn dem

"Patienten erstmal "standardmäßig" eine psychogene Ursache..."

untergejubelt? Du behauptest Unfug, oder zeig mir diese Stelle.

In dem vorliegenden Fall war der Fragesteller doch laut eigenen Angaben bei mehreren Fachärzten. Sein Fragetext endet mit der Bemerkung "....alle Ärzte waren Ärzte ratlos". Also, was wirfst Du mir denn hier vor, wenn ich dann mal die vorsichtig die Psyche ins Spiel bringe?

Klar muss man die Krankheit behandeln, - nur welche denn im hiesigen Fall? Die Ärzte sind ratlos und wissen ja überhaupt nicht welche Krankheit er hat!  Was bitte sehr für eine Krankheit sollen die denn dann behandeln? 

Und bei jeder Krankheit muss auch die Ursache bekämpft werden! Geschieht dies nicht, bricht die Erkrankung erneut aus.

Wenn Dein Fahrradreifen dauernd Luft verliert, dann suchst Du ja auch nach dem Loch im Schlauch und flickst es, statt dauernd Luft nachzupumpen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community