Frage von capri, 120

Seit 3 Monaten ohne Diagnose ...

Hallo liebes Forum!

Vorab: Ja, ich weiß, dass ihr kein ärztlicher Ersatz seid ... Dennoch frag ich euch mal um Rat. Zu mir: Ich bin 17 Jahre alt, weiblich, hab ein normales BMI (-> Normalgewicht).

Meine Krankheitsgeschichte fing vor knapp 3 Monaten an, also Anfang/Mitte Januar '15:

  • Bauchschmerzen im Oberbauch links (unter den Rippen)
  • Hoher Ruhepuls - 100 bis zu 160, jedoch normaler Blutdruck

Diese zwei Sachen halten bis jetzt an. Also Januar - April. Die Schmerzen sind teils stechend, teils drückend. Sie halten teilweise nur kurz an, z.B. paar Minuten, teilweise jedoch auch über Stunden.

Dadurch wurde bzw. werde ich recht eingeschränkt ... Rennen, beugen, strecken, sogar lachen tut bisweilen weh.

Dazu kamen noch (von Januar bis ca. Februar):

  • Abneigung gegenüber Fleisch (Konnte es weder riechen noch essen ...)
  • Übelkeit mit Würgereiz, jedoch ohne Erbrechen
  • Appetitlosigkeit

Dann noch ... (von März bis jetzt)

  • Schwindel (z.B. beim langem Sitzen & dann Aufstehen)
  • Kalte Hände (da hilft auch Aufwärmen nicht sonderlich!)

Festgestellt wurde bis jetzt:

  • Gallensteine, jedoch keine Entzündung und auch nicht in den Gallengängen
  • Keine Gastritis (Gastroskopie wurde gemacht, Magen & Darm -> Alles gut)
  • Nieren sind in Ordnung
  • Milz leicht vergrößert (14 cm), jedoch keine Probleme
  • Schilddrüsenwerte sind okay
  • Blut & Urin -> Alles ok

Jetzt stellt sich jeder Doc (und ich mir natürlich auch) die Frage, woher die Schmerzen usw. eben kommen. War jetzt schon bei Allgemeinärzten, Chirurgen, Hämatologen, Gastroenterologe ... Alle wissen nicht, was es sein könnte, da die Schmerzen nicht von der Milz oder den Gallensteinen kommen können. Jetzt wurde ich noch zum Kardiologen geschickt, wegen dem hohen Puls (Jeden Tag so um die 130, Blutdruck ist im Normalbereich) und den kalten Händen. Hab bisweilen auch so ein richtiges Pochen, also merke zum Teil wie das Herz rast oder auch die Schläfe pulsiert ... im Alltag. :/ Vom Sportunterricht wurde ich freigestellt, da die Gefahr umzukippen relativ hoch ist, gerade wegen dem Schwindelgefühl, hohen Puls usw.

Ich rauche nicht, trinke nicht (-> gehe auch nicht auf Partys o.Ä., bin da etwas anders als meine Klassenkameraden ^^ Sitz lieber zu Haus und lese ... Bekam da mal von einem Arzt gesagt, "trinken Sie halt mal und gehen Sie feiern" ... während ich mit Schmerzen dasaß. O_O), nehme keine Drogen ... keine Tabletten (außer bei Extremen Erkältungen).

Schwangerschaft ist auch ausgeschlossen. Ebenso wie Allergien, Essensunverträglichkeiten, usw. Wurde alles getestet (auch Lactose, Fructose usw.). Hormonhaushalt passt auch. Habe beim Treppensteigen teilweise auch so ein Zittern in den Beinen ...


Weiß langsam nicht weiter ... Die Ärzte schicken mich weg und meinen nur, ich wäre ein interessanter Fall. Hm. Weiß da jemand Bescheid?

Freue mich über jede Antwort :)

Vielen Dank!

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Antwort
von Taigar, 105

Warst du bisher nur bei Niedergelassenen Ärzten? Ich würd dir wenn dies der Fall ist empfehlen dich stationär ins Krankenhaus einweisen zu lassen da man es so nicht lassen kann, du leidest ja darunter.

Dort hat man (zumindest bei größeren Krankenhäusern) auch die vers. Abteilungen zur Hand, die Ärzte können sich beraten und man hat auch das Equipment dich näher zu untersuchen / zu beobachten.

Ich denke das wäre effektiver. Was du haben könntest darüber kann man nur spekulieren.

Antwort
von grischa, 120

Hallo! Da gibt es noch einiges,was man ergründen könnte. Hast du  Entzündungswerte,manchmal erhöhte Temperatur... die  Mineralienwerte (Kalium...)Hormone usw.?Innere Blutstauungen machen auch solche Beschwerden und können sich durch schon leichte Milzvergrößerung ahnen lassen. Ich hatte mal 1/2 Jahr gebraucht,bis man bei mir auf die Bauchspeicheldrüse Schilddrüse und Nebenschilddrüse gekommen ist. Dass man ein interessanter Fall ist,hilft dann auch nicht weiter.Kenne ich zu genüge! Da ist es schon besser,sich baldigst in eine Klinik einweisen zu und auch unbedingt von anderen Ärzten untersuchen zu lassen. Und wenn die bisherigen Werte o.k. sind,dann sind es eben nur diese. Es gibt eine Vielzahl anderer,die nicht über eine einfache Praxis laufen. Manches lässt sich nur in einer Klinik machen,da nur bei bestimmten Verdachtsmomenten Spezialuntersuchungen bezahlt werden.Manchmal ist eben Teamarbeit unter den einzelnen Fachdisziplinen notwendig. Rede mal mit deinem Doc,vielleicht müssen ganz andere Überlegungen angestellt werden. Gruß Grischa

Antwort
von Dinosaurier, 112

Kalte Hände weisen auf ein Raynaud-Syndrom hin. Eine Tachykardie, also hoher Puls ist da nicht ungewöhnlich. Manchmal kommt auch ein Tinitus, bzw. Ohrgeräusche und Schwindel dazu. Die kleinen Gefäße sind verengt, es kommt zu Durchblutungsstörungen und eben auch zu einem hohen Puls. Das kann zwar harmlos sein, aber manchmal steckt eine Erkrankung dahinter, die das Raynaud-Syndrom ausgelöst hat. Nach dieser Grunderkrankung sollte man suchen. Ein Raynaud-Syndrom ist relativ einfach zu diagnostizieren. Das macht ein Angiologe. Eine dahintersteckende Erkrankung zu finden, wenn es keine eigenständig Erkrankung ist, ist viel schwieriger. Oft ist es eine rheumatische Erkrankung, kann aber auch was anderes dahinterstecken.

Antwort
von whoami, 78

Meine Symptome, die deinen ziemlich ähnlich waren, dauerten 2 Jahre. Bis ein Osteopath rausfand, dass die Schmerzen von der Wirbelsäule kommen und sich über die Nervenbahnen bis in die Organe weiter verbreiten. Am Ende hatte ich Oberbauchschmerzen unter dem Rippenbogen. Beidseitig, einseitg abwechselnd.

Darunter leiden auch die Organe mit der Zeit, auch wenn die Ursache nicht direkt bei den Organen selbst zu finden ist.

Meist ist schiefes Sitzen für solche Probleme verantwortlich. Wichtig: Orthopäden und Physiotherapeuten sind mit dem Problem überfordert. Abhilfe schafft hier nur ein Osteopath. Manche Kasse übernehmen auch die Kosten. Aber selbst wenn nicht - die Gesundheit sollte einem der Besuch bei diesen Fachleuten wert sein!


Antwort
von kreuzkampus, 98

Du hast sehr viel geschrieben; nur nicht, was die Ärzte zu  Dir gesagt haben. Du bist doch nicht nur zur Untersuchung hingegangen und hast Dir die Laborergebnisse abgeholt. Da haben doch auch Befund-Gespräche stattgefunden.

Kommentar von capri ,

Danke für die Antwort. Naja, es wurde viel vermutet ... (Also: Hausarzt schickte mich zu den Chirurgen, aufgrund der Gallenblase da nicht sicher war, ob eine OP nötig ist. Diese verneinten & schickten mich jedoch zu den Hämatologen, die checkten das Blutbild ... Sagten, dass es auch nichts auffälliges gab, usw.) Das heißt, das immer wieder Sachen abgeklärt wurden ... Das wurde dann auch gesagt. Aber Diagnosen wurden halt nie gestellt bzw. man konnte diese nicht stützen, da alles immer ok war. :/

Kommentar von kreuzkampus ,

Die "Gretchenfrage" ist aber, was der Hausarzt Dir gesagt hat, als all Befunde vorlagen. Ich meine nicht, was er nicht gesagt oder ausgeschlossen hat. Der hat Dich doch nicht einfach schulterzuckend nach Hause geschickt. Irgendwas muss er gesagt haben. Und ohne seine Meinung zu hören, kann Dir hier niemand raten.

Kommentar von capri ,

Achso ... Sorry, hab die Fragestellung wohl nicht ganz verstanden.

Dazu: Ich ging ja nochmal zum HA, der sagte daraufhin, er glaubt trotz den Befunden daran, dass die Schmerzen von den Gallensteinen kommen. (Das hatten die Chirurgen jedoch eindeutig verneint)

Auf die Frage, was ich jetzt machen soll, kam die Antwort:

"Warten, bis du 18 bist und dann kann man dich auch so operieren oder du kippst davor um."

Das war die Antwort, mehr nicht. Gegen die Schmerzen soll ich Ibuprofen nehmen, ansonsten halt ... naja, warten.

Kommentar von kreuzkampus ,

Sorry; aber mit so einer Antwort kann ich nichts anfangen, wenn ich das hier lese http://www.internisten-im-netz.de/de\_gallensteine-behandlung\_889.html Mein HA würde sowas z.B. nie sagen, sondern eine Behandlung einleiten; zumindest medikamentös. Dass er Dich mit diesem Satz weggeschickt hat ist mir schleierhaft. Mehr kann ich dazu nicht mehr sagen.

Kommentar von Nic129 ,

Doch, mit einer solchen Antwort kann man durchaus etwas anfangen. Im Klartext heißt das, man möchte zum jetzigen Zeitpunkt nicht schneiden. Zur Sofort-Therapie der Schmerzen gehört eben einmal eine schmerzadaptierte analgetische Therapie (wie eben z.B. mit Ibuprofen).

Abgesehen davon, was erwarten Sie bitte vom Chirurgen? Dort wird abgeklärt, ob es eine operativen Therapie braucht. Ist das nicht der Fall, obliegt die weitere Behandlung den Internisten.

Wenn es laborchemisch keine Auffälligkeiten gibt, also Leukozyten, CRP - Ausschluss einer Entzündung, AP und Gamma-GT, Amylase, Lipase, ect. unauffällig sind, warum dann blind in den Bauch schneiden?!

Kein Mensch weiß hier, von welcher Größenordnung wir reden. Aber bei kleinen Gallensteinen ist auch eine ESWL völlig unnötig und überhaupt nicht angebracht.

Sicher, der Hausarzt würde sowas nicht sagen. Der ist aber nun eben auch kein Chirurg. Es wäre auch sinnvoll, mal die Tätigkeitsbereiche abzugrenzen.

Kommentar von kreuzkampus ,

Nun sehe ich mich doch gezwungen, deutlicher zu sagen, was ich meine: Ich halte es für ausgeschlossen, dass ein Hausarzt einen Patienten mit diesen Beschwerden mit so einem dämlichen Halbsatz "abbügelt". Soll heißen, dass ich vermute, dass er noch eine Menge mehr gesagt hat, was uns aber hier nicht beschrieben wird. Oder aber: Es ist objektiv nicht so dramatisch, wie es hier berichtet wird. Dann hätte der HA Grund genug, zu sagen, dass bei akuten Schmerzen halt Para genommen werden soll. Das würde er aber nciht so verordnen, wenn die Schmerzen "rund um die Uhr" bestünden. Der Eindruck wird vom Fragesteller aber eingangs erweckt. Und nun bestelle ich die Benachrichtigung ab.

Kommentar von StephanZehnt ,

Ich habe zuerst an eine "Refluxerkrankung" gedacht. Das heißt das die Speiseröhre ein Problem hat mit der Magensäure  z.B. im Bereich Kardia.Schleimhautveränderungen (Refluxösophagitis)

Da sie aber schon beim Gastroentrologen war wird der bzw. sie dies schon geprüft haben!.  Genau so eine mögliche Zwerchfellhernie.

Kommentar von kreuzkampus ,

P.S. für nic: Meine Antworten bezogen sich nur auf das Verhalten  des Hausarztes, nicht auf die fachärztlichen Untersuchungsergebnisse. Die sind selbstverständlich aussagekräftig.

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