Frage von Straeuschen, 31

SD-OP am16.08.13. Kann nicht mehr abhusten. Kann es sein, das der Zwechfellnerv beschädigt wurde

Hallo, ich hätte mal eine Frage. Am 16.08.13 wurde mir die komplette Schilddrüse entfernt. Seitdem kann ich nicht mehr abhusten, es klappt nur ein räuspern. Wenn ich Glück habe, kommt etwas Schleim mit hoch. Da ich so etwas wie eine COPD habe, nehme ich regelmäßig Atrovent, kurze Zeit später kann ich dann abhusten und ich bekomme wieder besser Luft! Das ist seit dem 16.08.13. vorbei. Erst glaubte ich,es hätte mit der OP zu tun und wartete ab. Leider hat sich nichts gebessert. Es sind nun sieben Wochen vergangen, im Hals ist alles verheilt, war ja normal auch nichts, was da hätte wund sein können. Mir fehlt einfach die Kraft, ab zu husten ! Am 26.09.13 bekam ich eine Radio-Jod-Therapie. Am Montag 30.09.13 wurde ich entlassen und habe seitdem starke Schmerzen am rechten Unterkiefer, dort befindet sich kein Zahn mehr. Der Schmerz zieht runter, Richtung seitliche Schilddrüse. Kann es sein ,das der Zwerchfellnerv durch den Beatmungsschlauch verletzt wurde? Wer hat so etwas auch schon erlebt? Wenn der Zwerchfellnerv beschädigt worden ist, gibt es Hoffnung, das sich das wieder legt oder wer weis, zu welchem Arzt ich mit diesem Problem gehen Kann? Meine Hausärztin zuckte die Schultern und meinte, ich solle zu einem Lungenfacharzt gehen. Ob das der richtige für Zwerchfell Untersuchungen ist, glaube ich nicht. Es ist sehr belastend, nicht abhusten zu können und nimmt mich psychisch sehr mit. Wenn jemand Erfahrungen in dieser Sache gemacht hat, wäre es sehr nett, mir dies bei gesundheitsfrage.net zu beantworten. Vielen Dank im Voraus Liebe Grüße Straeuschen

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von bobbys, 30

Hallo,

es könnte sich hierbei um eine Laryngoparalyse = Kehlkopflähmung handeln. Durch eine Schilddrüsenentfernung kann der Nervus laryngeus recurrens geschädigt werden.Du solltest dich diesbezüglich mal an einen HNO-Arzt wenden.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Kommentar von Straeuschen ,

Hallo Bobbys, Danke für den Tipp, so etwas in der Art hat mir mein HNO Arzt auf einer Überweisung geschrieben. Diese Untersuchung konnte ich leider nicht machen lassen da ich in Hannover eine Radio-Jod- Therapie gemacht habe! Dort ist man 4-5 Tage alleine in einem Strahlensicheren Raum und ich durfte diesen nicht verlassen. In meinem OP Bericht steht drin, das dieser Nerv nicht beschädigt wurde. Wenn er doch beschädigt währe, dann müsste ich doch eigentlich Probleme mit dem Sprechen haben, oder? Das ist nicht der Fall. Obwohl ich kein gutes Gewissen dabei habe, nehme ich seit Gestern Prednisolon 0.5 mg. Ich kann mittlerweile schon ganz gut Abhusten. Montag werde ich trotzdem noch einmal versuchen, den Pneumologe zu erreichen, 5 Minuten haben die den Hörer am Freitag an die Seite gelegt, hab aufgelegt und mich für die Tabletten entschieden. Vielleicht kannst Du mir ja Tipps geben was die Medikamentenunverträglichkeiten betrifft! Mein Internist sagte mir 2008 das eins der drei Antibiotiker das ausgelöst hat! Das wäre Super. Vielen Lieben Dank Gruß Straeuschen

Kommentar von Straeuschen ,

Hallo Bobbys, heute habe ich meine ganzen Unterlagen abgeheftet, auch den OP Bericht! Nun bin ich bei der Therapie: hängen geblieben! Thyreoidektomie mit Neuromonitoring des N. laryngeus recurrens ( C2 Nerve Monitor ). Da ich es noch nicht geschafft habe meinen HNO auf zu suchen, hätte ich an Dich eine wichtige Frage! Was bedeutet das für mich??? Ist es reversibel oder ist alles kaputt? Bleibt mein Reizhusten, ist dies der Auslöser und warum ist das passiert??? Du hast ja echt Ahnung! Wäre toll von Dir, wenn Du mir meine Frage beantworten könntest. Werde Montag- Dienstag sofort zum HNO gehen.Ich hoffe es ist noch nicht zu spät! Der HNO hatte mir ja Überweisungen mit gegeben, leider war das in Hannover nicht möglich da ich ja in einem Isolierzimmer 4 Tage war, danach war ich froh, endlich nach hause fahren zu können! Es ist traurig, das die Ärzte einen nicht richtig aufklären. Auch der Chirurg hat nach der OP gesagt, er hätte etwas drin gelassen aber zwei Tage später als der Tumor Befund da war und er ein Gespräch mit mir führte, sagte er, er hätte alles raus genommen! Heute weis ich das er die rechte Nebenschilddrüse am rechten Muskel angenäht hat. Seit der RJT habe ich am rechten Unterkiefer, da, wo kein Zahn ist, starke Schmerzen, der zieht sich bis zur ( nicht mehr vorhandenen Schilddrüse hin ) bis heute. Meine Befürchtung ist nun, das die Nebenschilddrüse durch die Radio-Jod-Therapie zerstört wurde! Auch die MHH hat mir davon nichts gesagt, im Gegenteil, es wurde gesagt, ich müsse nochmals eine RJT machen! Das werde ich nicht. Es wurde von anderen Patienten geäußert, das, wenn der Tumor kleiner als ein cm wäre, eine solche Therapie nicht gemacht werden bräuchte! Meine Endokrinologe sagt, die Nebenschilddrüse wäre dadurch nicht zerstört worden! Kann ich das glauben, es wäre ja wünschenswert! Würde mich um eine für mich verständliche Antwort freuen! Liebe Grüße Straeuschen

Kommentar von bobbys ,

Hallo Straeuschen,

das zu erklären ist natürlich sehr komplex......ich mach es mal kurz,es muss nicht sein das du dann Schwierigkeiten hast mit der Sprache,es kommt auf das Ausmaß der Schädigung an und wo genau die Schädigung ist,oftmals äußert es sich halt auch schon dadurch,das man einfach nicht mehr soviel Kraft hat abzuhusten.Ich habe dir mal ein Text heraus kopiert ,der dir zeigt ,das selbst eine Neuromonitoring Stimmulation nicht 100% sicher ist. Du solltest entweder es noch mal Testen lassen oder es wird jetzt durch den Kortisonschub besser ,aber das kannst nur du allein wissen.

Die Recurrensparese ist eine der häufigsten Komplikationen in der Schilddrüsenchirurgie. In den letzten Jahren hat sich das intraoperative Neuromonitoring als Methode zur Identifikation und Funktionsprüfung des Nervus recurrens etabliert. Dennoch sind keine prospektiven-randomisierten Studien zum Vergleich von elektrophysiologischer Identifikation des N. recurrens zur alleinigen optischen Identifikation bekannt. Das bedeutet, dass es keinen Beweis für eine Verringerung der Recurrensparese aufgrund des Einsatzes des Neuromonitorings in der Schilddrüsenchirurgie gibt. Beim Neuromonitoring wird der Nerv mit einer Stimulationssonde elektrisch stimuliert und die evozierten Muskelaktionspotentiale des Musculus vocalis akustisch und graphisch dargestellt. Die Ableitung der Potentiale kann entweder über eine in den Musculus vocalis platzierte Nadelelektrode oder über auf dem Beatmungstubus applizierte Oberflächenelektroden erfolgen. Die Interpretation des Neuromonitoringsignals obliegt dem Chirurgen. Geringgradige Veränderungen des Neuromonitoringsignals, die möglicherweise bereits eine Nervenschädigung anzeigen, werden intraoperativ oftmals nicht erkannt oder fehlgedeutet. Die richtige Interpretation dieser könnte dem Operateur jedoch helfen, eine mögliche Recurrensparese zu vermeiden. Bisher gibt es keine Untersuchungen zur Differenzierung verschiedener Signaländerungen beim Neuromonitoring des N. recurrens.

LG Bobbys :)

Kommentar von bobbys ,

Vielen Dank für den Stern!

Kommentar von Straeuschen ,

ich habe zu Danken, Deine ausführlichen Schilderungen finde ich sehr gut, mal sehen was der HNO Montag zu sagen hat, LG. Straeuschen

Kommentar von Straeuschen ,

hallo Bobbys, gute Nachrichten. Der HNO sagte bei der Untersuchung mit dem Gerät das durch die Nase eingeführt wird,GUTE NACHRICHT, zwei-drei-mal, die Stimmlippen bewegen sich! Ja, meinte ich, das alte Hausrezept hat wohl doch geholfen sowie die Sprachübungen ( Vokale vom normalen ins tiefe ) zu sprechen! Ich soll aber noch zur MHH und eine Spiegelung machen lassen. Leider ist der Reizhusten immer noch, heißt für mich, doch noch zu einem Lungenfacharzt! Na.ja, das werde ich vielleicht Freitag noch versuchen. Mein Problem, was nach der SD OP weg war, schwere Beine beim, laufen ist schon eine ganze weile wieder da! Auch das mit meiner Bindehaut Entzündung. Beim Abstrich in der Klinik ist nichts festgestellt worden. Meine Vermutung ist mittlerweile, Immunschwäche. Muss überlegen, was für ein Arzt mir dabei helfen kann. Meine Augenärztin benimmt sich auch schon so desinteressiert. Keiner kann oder will mir helfen! Ich möchte nicht als Zombie rumlaufen müssen! Melde mich, falls es etwas neues gibt. LG. Straeuschen

Antwort
von walesca, 26

Hallo Straeuschen!

Für das Zwerchfell ist ein Internist oder Gastroenterologe zuständig. Auf Grund Deiner COPD würde ich Dir aber auch zum Lungenfacharzt raten. Der kann Dich sicher beraten, wie man das Abhusten erleichtern kann. Hast Du es schon mal mit einem PEP-Gerät versucht? Da pustest Du gegen einen Widerstand hinein, was die Atemmuskulatur effektiv trainiert und vorhandenen Schleim lösen hilft. Dadurch kannst Du dann auch wieder besser abhusten. Diese spezielle Therapie solltest Du dir mal beim Lungenfacharzt zeigen lassen. So ein Gerät bekommst Du problemlos verschrieben. Davon unabhängig würde ich Dir auch noch eine "Reha-Lungensport-Gruppe" empfehlen, wo man auch viele gute Anleitungen erhält. Dort können sogar sauerstoffpflichtige Patienten mitmachen!! Solche Gruppen werden auch vom Arzt verschrieben und den Krankenkassen bezahlt.

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von Straeuschen ,

Danke Walesca, mit Lungenfachärzte habe ich hier leider Probleme! 1999 hat mich der eine FA auf Asthma behandelt, kein Spray half mir, er reagierte nicht so wie ich es mir erhofft hatte. 2000 ging ich zu dem zweiten LFA der diagnostizierte COPD. Bei vielen Sprays hatte ich starke Nebenwirkungen, die auf zu zählen würde zu lange dauern. Er behandelte mich fast wie ein Simulant weil ich 2011 Probleme hatte ( starken Reizhusten ) woher dieser kam, fand ich erst ein halbes Jahr später selber heraus! Das neue Notfall Spray "Berotec" war der Auslöser. Jedenfalls hatte ich im Herbst 2011 einen ziemlich starken Reizhusten und wollte Cortison verordnet bekommen, das einzige was mir hilft ( ich kenne die Gefahr ) hat er mir nicht aufgeschrieben! Er schrieb einen Brief für meine Hausärztin, den gab ich brav ab. Auch sie verneinte Cortison! Das war ein Freitag. Ich ging und musste Montags Früh von einem Bekannten in die Praxis gefahren werden! Ich war kurz vorm Ersticken, so schnell wie sie die Cortison Spritzte geholt hatte, war ein Wunder! Ich kenne mein Körper, das geht ja jetzt schon 15 Jahre so. Leider habe ich das Gefühl, das die Ärzte mir nicht richtig zu hören oder mir nicht glauben! Mittlerweile glaube ich, das die Narkose oder das Schmerzmittel diese Symtome ausgelöst hat. Sind nicht alle Narkose Mittel gleich? Habe die eigentlich gut vertragen! Oder man gab mir ein Schmerzmittel, das auf die Bronchien schlägt! Muss mich in der Klinik erkundigen. Liebe Grüße Straeuschen

Kommentar von walesca ,

Das hört sich ja recht übel an! Ich weiß zwar nicht wo Du wohnst, aber wir haben hier ganz in der Nähe ein Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten und Allergien. Vielleicht kannst Du dich ja mal mit denen in Verbindung setzen? Dort würden sie Dich gründlich checken mit Lungenfunktion, Belastungstest, Histamin-Provokationstest etc. Diese Klinik hat einen excellenten Ruf, weit über die Region hinaus! Schau mal in diesen Link. http://www.krankenhaus-klostergrafschaft.de/fachkrankenhaus/lungenheilkunde/ LG

Kommentar von Straeuschen ,

vielen Dank Walesca, leider ist diese Klinik doch sehr weit weg! Ich werde mich aber doch einmal mit dieser Klinik in Verbindung setzen. Mal hören, was mir da geraten wird! Montag werde ich zum HNO gehen, er hatte mir ja eine Überweisung mit seiner Diagnose im September mitgegeben. "Laryngoparalyse" -laryngeus recurrens- Diese Therapie ist hier leider nicht möglich. In Hannover hatte ich keine Gelegenheit, da ich in einem Isolierzimmer untergebracht war. LG. Straeuschen

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