Frage von Transposon, 39

Schwermetalle im Darm?

Hallo, ich habe gehört, dass es Kräuter bzw. Stoffe gibt (Bärlauch Koriander...), welche Schwermetalle im Darm binden sollen, damit sie ausgeschieden werden können.

Meine Frage: Wie kommt man darauf, dass man Schwermetalle im Darm hat, die durch Bindung von anderen Stoffen ausgeschieden werden müssen, weil der Körper es nicht alleine hinbekommt ?

Ich glaube nicht daran, dass irgendwelche Kräuter im Darm Metalle binden, welche der Körper nicht von alleine wieder loswerden würde. Besonders nicht, wenn die Dosierung der "Kräuter" über eine vorher festgestellte Urinprobe erfolgt, welche die Metallbelastung aufzeigen soll. Berechtigt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Transposon,

Schau mal bitte hier:
Ernährung Medizin

Antwort
von elliellen, 19

Auch ich wundere mich etwas über den Grund dieser Frage,bist du betroffen?

Ich kann mich der guten Antwort von ABerendes nur anschließen.

"Bootpiepel" hat da ein wenig durcheinander geworfen,denn Koriander und Bärlauch,welches zu der bekannten und bewährten Ausleitungsmethode von Dr.Klinghardt gehört, sind keine Homöopathischen Mittel.

Heilung mit Kräutern gibt es bereits sehr lange,da die Menschen schon früher wussten, dass Kräuter eine große Heilkraft haben,deshalb wurde damals auch viel in Klostergärten angebaut.

Zu dieser Ausleitungstherapie gehört Bärlauch,Koriander und Chlorella. Da diese Methode zu Beginn starke Begleiterscheinungen hervorrufen kann, sollte man langsam steigern. Schwermetalle setzen sich in den Zellen fest,deshalb ist es wichtig, diese herauszulösen und zu mobilisieren.

Natürlich kann man sie auch in den Zellen lassen,aber irgendwann wird das Immunsystem schwächer und erste Krankheitszeichen machen sich bemerkbar.

In der Schulmedizin lassen sich Schwermetallbelastungen schwer nachweisen,deshalb gibt es auch keine nennenswerten Ausleitungsmethoden. DMSA und DMPS gehören zu den wenigen, können aber sehr nierenschädigend sein.

Kommentar von Transposon ,

In der Schulmedizin lassen sich Schwermetallbelastungen schwer nachweisen

Was daran soll schwer sein?

Kommentar von elliellen ,

Konventionelle,einfache Blutabnahmen zeigen meistens keine Schwermetallbelastungen an,auch wenn die Zellen stark belastet sind. Es gibt Spezialtests,die von guten Alternativmedizinern und Heilpraktikern angeboten werden.

Kommentar von Transposon ,

welche da wären...? Übrigens ist es auch kein Problem Zellen zu entnehmen und den Metallgehalt zu bestimmen.

Antwort
von Bootpiepel, 26

Gegenfrage: Wieso stellen Sie diese Frage im Zusammenhang mit Homöopathie? Denken Sie nicht, wenn es so einfach wäre, mithilfe einiger Kräuter oder wirkungsloser Zuckerkügelchen SCHWERMETALLE (sic!) aus dem Körper zu entfernen, dass Ihnen jeder Arzt oder Apotheker die entsprechende Arznei empfehlen würde?Giftstoffe, die sich im Körper anreichern, mit irgendwelchen Geheimmittelchen "ausleiten" zu können (am besten nach "Jahrtausende altem Wissen"), ist genau so eine Mär wie der gesamten Glaube an Homöopathie.

Kommentar von Transposon ,

Um Homöopathenanhänger widerlegen zu können mit aussagekräftigen Argumenten, welche biologisch basierend sind.

Antwort
von ABerendes, 13

Lieber Transposon,

Die „Entgiftung“ (wohl besser Ausleitung) von Schwermetallen aus dem menschlichen Körper ist ein komülexerer Prpzess de in mehreren Stufen verläuft. In denen die Schwermetalle.
Im Wesentlichen für den Menschen „interessant“ sind da Blei, Aluminium und Quecksilber - letzteres vor allem als Erbe von amalgamhaltigen Zahmfüllungen. Um diese Stoffe überhaupt erst in den Darm
und von dort aus dem Körper heraustransportieren zu können, müüsen die Schwermetalle zu allererst aus den Heweben mobilisiert werden, in denen sie sich “festgesetzt” haben. Dazu kann man eine
Reihe von Stoffen einsetzten: So genannte “Antagonisten” - so vertreibt z B. Selen als Antagonist des Quecksilber dieses aus den Geweben, Chemikalien wie die Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS) die als Mittel
gegen eine Vergiftung mit allen erdenklichen Schwermetallern ( Blei-, Arsen-, Quecksilber-, Gold-, Bismut-, Antimon- und Chrom) auch in der Sculmedizin als Mittel der Wahl gilt (das müsste
Ihnne eigentich auch ihr fiktiver Arzt oder Apotheker erzählen können) ode eben auch die vielgeschmähten Kräuter wie KoreanderGRÜN oder Bärlauch einsetzen.

Sind die Schwermetalle derart mobilisiert, gelangen sie zum Entgiften in die Leber und von dort - um es kurz zu machen, - mit der Gallenflüssigkeit in den Darm, von wo sie mit dem Stuhl den
Körper endgültig verlassen.

Leider tendiert unser Körper aber häufig dazu, den im Darm befindlichen “Schwermatll-Abfall” mit Nahrung zu verwechseln und wieder aufzunehmen. Um diesen Vorgang zu vermeiden
oder zumindest zu reduzieren, kan man eine Reihe weiterer Stoffe geben, welche die Schwermetalle binden und so deren Wiederaufnahme zu verhindern.Hierzu kann man einerseits bestimmte Erden und andererseirt die Chlorellaalge
einsetzen.Ein Urintest kan in diesem Zusammenhang m. E. nur belegen, ob und welche Schwermetalle im Körper vorhanden sind und eventuell (zu einem späteren Zeitraum), ob diese Stoffe wirklich aus dem Organismus entfernt
werde konnten-

Eine ausführlichere Darstellung dieses Entgiftungsprozesess findets Du unter anderem hier: href="http://www.zentrum-der-gesundheit.de/schwermetalle-ausleiten-ia.html"> http://www.zentrum-der-gesundheit.de/schwermetalle-ausleiten-ia.html

Ich hoffe, mit meinem Bei trag ein wenig für Klarheit gesorgt zu haben,

 

PX - pleip Xunt

ABerendes

�~�_zɴ

Kommentar von Transposon ,

Hallo, danke für deinen Beitrag und auch mal die Gegenseite zu hören. Trotzdem sind noch Sachen unklar, trotz der Links:

1.Was meinst du mit "mobilisieren" ?

2.Kennst du Untersuchungen, wo Metalle im Gewebe festgestellt wurden, welche "festsitzen" ?

3. Wie vertreiben diese "Antagonisten" das Metall aus den Geweben?

4. Welche Art von Bindung gehen "Erde" und "Alge" mit den Metallen ein?


Kommentar von ABerendes ,

.Was meinst du mit "mobilisieren" ?

In den Körper aufgenommene Schwermetalle kommen nur selten in gelöster (freier) Form im Körper (z. B. im Blut) vor, sondern gehen mit Stoffen im Körper zum Tei, recht stablie chemische
Verbindungen ein. Um die Schwermetalle aus dem Körper entfernen zu können, müssen diese Verbindungen erst einmal „aufgebrochen“ werden - das ist der Prozess, der als Mobilisation bezeichnet wird.

2.Kennst du Untersuchungen, wo Metalle im Gewebe festgestellt wurden, welche "festzsitzen" ?

Es mag auf dem Gebiet der Elektroakupunktur nach Voll (EAV) oder verwandten Verfahren Methoden geben, eine Belastung der Gewebe mit Schwermetallen zu diagnostizieren, aber ich stehe solchen Untersuchungen 

eher skeptisch gegenüber, weil sie aus einer Reihe von Gründen nur sehr schwer zu objektivieren sind. Das sagt übrigens nichts über die Qualität dieser Verfahren, aber sehr viel über die Fähigkeiten
der Anwender aus. Die klassische und verlässlichere Methode besteht darin, die Schwermetalle mittels chemischer Stoffe aus drn Geweben zu => mobilisieren und dann ihre Konzentrationen im Urin zu bestimmen.

Diese Methoden gehören in die Domäne von Umweltmedizinern, eine Beratung hier wird unter Umständen für dich sinnvoll sein

 3. Wie vertreiben diese "Antagonisten" das Metall aus den Geweben?

 Wie untrer 1. erläutert, gehen Schwermetalle im Körper chemische Verbindungen ein. Antagonisten sind Stoffe, die das Schwermetall aus dieser Verbindung „verdrängen“ können, 

indem sie dessen Platz in einer chemischen Verbindung einnehmen. Ein klassisches Beispiel für einen solche Antagomisten ist z. B. das Spurenelement Selen, das Quecksilber oder Kupfer aus solchen Verbindungen verdrängt
, wenn es in ausreichenden Konzentrationen zugeführt wird.

4. Welche Art von Bindung gehen "Erde" und "Alge" mit den Metallen ein?

Auch hie lautet das Motto „Verbindungen“ So verbinden sich die Bestandteile von bestimmten Tonerden im, Darm mit den Schwernetallresten aus der Leber (Gallenflüssigkeit) und verändern
so, dass sie vom Darm aufgenommen werden können, Bei der erwähnten Chlorella-Alge sind es Trümmer aus den aufgebrochenen Zellwänden, der Alge, die sich an die Schwernetallesiduen im Darm binden und ebenfalls die Wiederaufnahme erschweren/verhindern.

Ich hoffe, deinen Wissensdurst fürs erste befriedigt zu haben. Wenn nicht - Nachricht genügt. Darüber hinaus empfehle ich m nochmals einen Blick auf die URL in meinem ersten Beitrah. - 

Alles Gute

Axel

 

Kommentar von Transposon ,

Der Wissensdurst ist leider noch nicht gestillt, da das von medizinischer Seite immer in Frage gestellt wird und die Gegenseite leider nicht ins Detail geht.

Die klassische und verlässlichere Methode besteht darin, die Schwermetalle mittels chemischer Stoffe aus drn Geweben zu => mobilisieren und dann ihre Konzentrationen im Urin zu bestimmen.

Und das Ganze zweifle ich halt ein bisschen an, deshalb wäre es gut, wenn es dafür etwas gibt, was das einigermaßen nachweisen kann. Angenommen ich Messe meinen Metallgehalt im Urin und stelle einen Wert fest. Der Wert im Urin müsste dementsprechend höher sein sobald ich Bärlauch oder Koriander genommen habe. Kennst du hierzu eine bekannte Untersuchung, auf die man sich stützt um das Ganze zu erklären, die du nicht skeptisch siehst? Denn schließlich kann der Körper sich auch selbst entgiften. Bedeutet wenn es eine Untersuchung gibt die mehr "Metalle" im Urin oder Kot feststellt nachdem die erste Messung erfolgt ist ohne die Einnahme der Kräuter, dann wäre das schonmal etwas. Denn alleine vom Urin- oder Kotgehalt einen Metallnachweis zu erstellen bezeugt ja nicht, dass sich Metalle a) im Darm oder in Zellen festsetzen und b) durch Kräuter wie Bärlauch entfernen lassen.

So verbinden sich die Bestandteile von bestimmten Tonerden im, Darm mit den Schwernetallresten aus der Leber (Gallenflüssigkeit) und verändern
so, dass sie vom Darm aufgenommen werden können

Ich vermute du meintest, dass sie "nicht" vom Darm aufgenommen werden können. Mit Bindungsart meinte ich eher welche Art von atomarer Bindung. Zum Beispiel eine Chelatbindung würde sich in dem Fall anbieten, die mit den positiv geladenen Metallionen einen Komplex bildet, der die stärke einer kovalenten Bindung leicht übertrifft. Bedeutet, dass Erde oder Alge in diesem Fall negativ geladene Eigenschaften im Verdauungstrakt aufweist? Mal davon abgesehen, dass ich mir noch schwerer Vorstellen kann, dass Koriander oder Bärlauch die Kraft entwickeln kann Metallkomplexe zu spalten.

Antwort
von brido, 10

DMPS wäre die Alternative. Die beste Untersuchung um es festzustellen ist die Haaranalyse. 

Kommentar von Transposon ,

Hallo, auch hier wieder das Gleiche: DMPS wird bei Urintests benutzt, soweit ich weiß. Das verrät etwas darüber wieviel Metalle der Körper über den Urin ausscheidet, mehr auch nicht. Bei der Haaranalyse das gleiche, da bestimmte Metalle über die Haare "abgegeben" werden. Für mich ist daraus nicht erkennbar, dass sich Metalle im Körper festsetzen bzw. dass sich festgesetzte Metalle mit Mitteln entfernen lassen, da der Körper einen Überschuss an nicht brauchbarem Material entweder über den Urin, Kot oder andersweitig loswird und in der Lage ist sich selbst zu entgiften.

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