Frage von roberto11, 71

Schwerbehindertenausweis aG oder G

Hallo ich habe vor ca. 6 Wochen einen Verschlechterungsantrag gestellt.Ich wollte einen Buchstaben und die Prozente erhöht haben. Mir wurden meine Prozente erhöht auf 60% aber kein Buchstabe bekommen. Anschließend habe ich ein Widerspruch eingelegt den ich jetzt Begründen muss. Ich leide an einer schweren Muskel Erkrankung in den Beinen, so das ich auf einen Rollstuhl angewiesen bin. Ich kann gerade mal 5 bis 7 Meter gehen aber nur mit Krücken. Ich habe jetzt von meinen Neurologen ein Attest bekommen wo steht schwere neuromuskuläre Erkrankung und das ich auf einen Rollstuhl angewiesen bin...Jetzt meine frage : was soll ich beantragen "aG" oder das "G " .........danke roberto

Antwort
von StephanZehnt, 56

Hallo Roberto,

ich fürchte Du musst Dir da Hilfe suchen ... http://www.dgm.org/

Also um was geht es eigentlich

  • G - Gehbehindert
  • aG - außergewöhnlich Gehbehindert

Es gibt die Deutsche Muskelschwundhilfe Hamburg e. V.. und ein Forum für seltene Erkrankungen Orpha (da kann man auch erfahren ob eine Selbsthilfegruppe bei Dir in der Nähe ist).

Dort kann man sich einmal schlau machen was es bei der Erkrankung XY für GdB gibt und welche Buchstaben. Mit Angabe der genauen Bezeichnung der Erkrankung usw. ...

Ich weis nicht wie es finanziell bei Dir aussieht oft können sich Schwerbehinderte keinen Fachanwalt (Sozialrecht) leisten.

Man kann sich darum an den VDK oder SoVD bzw. an Charitas bzw. Diakonie wenden. Die führen einmal die Woche Beratungen im Sozialrecht durch wenn das in Deiner Stadt bzw. Nachbarstadt der Fall ist im Internet nachsehen!

Wenn das Einkommen sehr niedrig ist kann man sich an das zuständige Amtsgericht wenden und dort mit Einkommensnachweisen nach einem Beratungsschein nachfragen. Man sollte sich dann zu Hause wichtige Fragen aufschreiben. ...... bevor man einen Termin bei einem Fachanwalt hat.

Nun in ganz ganz wenigen Fällen gehen Schwerbehinderte mit solch einer Erkrankung noch arbeiten und sind in einer Gewerkschaft die auch Mitglieder sozialrechtlich vertritt!

Soviel zu den Möglichkeiten wo man evtl. Hilfe bekommen könnte.

Bevor Du zu einem Termin "gehst" fährst würde ich mir eine Mappe / Schnellhefter) mit den wichtigsten Unterlagen kopieren .

Ich weis nun nicht wenn Du das Attest von Deinem Neurologen bekommen hast ob erst Vorgestern bekommen hast so das dem Ausgleichsamt die noch gar nicht vorgelegen hat?

Also bei Anderen schlau machen was es in Deinem Fall an GdB geben könnte ...alle notwendigen unterlagen kopieren Evtl. einmal aufschreiben wo Du täglich durch Deine Behinderung eingeschränkt bist.!

Ja und dann sollte am besten ein Rechtsbeistand diesen Widerspruch schreiben. Man sollte den Widerspruch allerdings fristgerecht abschicken (vier Wochen).

Man kann aber auch zu dem Zeitpunkt schreiben ich widerspreche ihrem Bescheid vom XX .YY..2013 die Begründung wird nachgereicht !

So dass muss reichen

VG Stephan

Antwort
von Klausgerd, 43

Hallo Roberto11,

Den Antrag auf G und aG auf jeden Fall stellen, wichtig erscheint mir allerdings auch der Buchstabe H, den wer mit dem Rollstuhl unterwegs ist, seinen Rollstuhl nur mit Krücken verlassen kann, hat weitaus mehr Probleme als nur die geringe Gehstrecke. So sollte in jedem Fall im Antrag darauf aufmerksam gemacht werden, dass Sie so auch nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können, da Sie ja kaum noch Ihre Wohnung verlassen können und schon gar nicht alleine. Muskelschwäche bzw. Muskelerkrankungen ( prüfen lassen, ob evtl. eine MS oder eine Fibromyalgie vorliegt ) habe in der Bewertung eine gänzlich andere Bewertungsgrundlage. Schauen Sie unter http://anhaltspunkte.vsbinfo.de welchen Spielraum dort die Gutachter haben. Sollte Ihr Hausarzt eine Untersuchung dahin gehend nicht machen wollen, können Sie das zuständige Gesundheitsamt auf Grund der Vermutung dieser Erkrankung bitten, diese Untersuchung kostenfrei durchzuführen. Je nach Alter oder Berufstätigkeit, ist dass dann noch einfacher. Für eine evtl. Fibromyalgie kann ich nur die letzte Sendung im NDR Ratgeber Gesundheit. Freundl. Grüße

Antwort
von gabriele0815, 38

In deinem Fall wird wohl das Merkzeichen aG zutreffen. Also lieber erstmal aG beantragen und abwarten, wie sich das Versorgungsamt äußert. Die Prozente sind ja eigentlich auch sehr knapp bemessen, wenn du so schlecht gehen und ohnehin auf einen Rollstuhl angewiesen bist. Alles Gute und hoffentlich viel Glück, daß das Merkzeichen anerkannt wird!

Antwort
von bobbys, 33

Bitte aG beantragen und wenn nötig mit dem VdK oder SöVD erkämpfen. Du musst noch mal deutlich darstellen, das du auf den Rollstuhl angewiesen bist.

Alles Gute wünscht Bobbys:)

Antwort
von anna61, 29

Hallo roberto

beantrage auf jedenfall das aG und beschreibe noch in eigenen Worten, so wie hier auch, deinen Alltag. Sollten sie dir das aG dann nicht genehmigen so bekommst du vielleicht wenigstens das G.

Eigentlich müsste es aber ein aG sein.

LG und viel Erfolg

Anna

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten