Frage von Keeeeeks, 349

Schule abbrechen?!

Also es ist so dass ich zur Zeit die 9.Klasse wiederhole, da ich das ganze vorherige Jahr aufgrund von psychischen Problemen nicht in die Schule gehen konnte. Und nun ist es eben wieder so dass es scheint als würde alles wieder so werden wie letztes Jahr. Wie gesagt habe ich sehr viele psychische Probleme wie etwa eine Soziale Phobie, Depressionen und eben extreme Schulangst. Es war teilweise schon wirklich so arg dass ich einfach nicht einmal mehr das Haus verlassen konnte. Mittlerweile habe ich damit jedoch fast keine Probleme mehr. Ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll, sobald ich in der Schule bin ist es wirklich manchmal so schlimm dass ich Panikattacken bekomme und einfach nach Hause fahre weil ich es nicht mehr aushalte:(((((.... Bis ich 13 war war alles noch gut,ich war beliebt und hatte viele Freunde, doch nach dem ich gemobbt wurde hat sich irgendwie alles geändert. Ich weiß ja dass es keinen Grund gibt sich zu fürchten und ich versuche mir dass auch immer einzureden dass meine Ängste im Grunde nur in meinem Kopf existieren aber es wird irgendwie nicht besser. Ich war auch schon bei einem Psychologen und in einer Klinik, was aber im Grunde auch nicht viel gebracht hat. Ja und jetzt überlege ich eben gerade ob ich die Schule abbrechen soll. Was meint ihr?

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Antwort
von Jenna2013, 349

Hallo Keeeeeks,

Deine Geschichte hat mich gerade eben an meine eigene Vergangenheit erinnert. Hm, ich wurde damals auch in der Schule gemobbt, in der 9. Klasse fings an und hat sich bis in die 10. hingezogen. Irgendwann hab ichs dann nicht mehr ausgehalten und bin einfach nicht mehr zur Schule gegangen. Habe daraufhin mit meinen Eltern gesprochen, die sind dann zur Klassenleitung, Schulleitung etc. Am Ende war ein Schulwechsel das beste für mich. Ich war damals auch extrem schüchtern, heute würde man das wohl als Sozialphobie bezeichnen, hatte nach den Vorfällen auch extreme Schulangst. Habe daraufhin eine ambulante Verhaltenstherapie gemacht, die mir sehr, sehr geholfen hat, in Bezug auf sicheres Auftreten, keine Angriffsfläche bieten, mit allen Leuten aus der Klasse zu sprechen (war damals ein großer Fehler von mir, habe mich extrem isoliert), besonders wichtig ist es auf jeden Fall, sich in der Klassengemeinschaft keinesfall selber auszuschließen und bei Problemen sofort zu handeln, es gibt IMMER eine Lösung! Auch wenn es hier in meinem Fall ein Schulwechsel war. Sprich auf jeden Fall ersteinmal mit Deinen Eltern (muss Dir überhaupt nicht peinlich sein) und dann denk mal über eine Therapie nach, ich würde Dir in Deinem Fall auch eine Verhaltenstherapie empfehlen und bei Bedarf Antidepressiva, aber nur, wenn es Dein behandelnder Arzt für unbedingt nötig hält, falls Du noch unter 18 bist. Dein erster Ansprechpartner wäre zuerst Dein Hausarzt, der kann Dir dann auch alle infrage kommenden Psychotherapeuten empfehlen. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen, falls Du noch Fragen haben solltest, kannst Du mich gerne anschreiben. VG, Jenna P.S. Um nochmal auf Deine Frage zurück zu kommen: Du solltest AUF GAR KEINEN FALL die Schule abbrechen, es gibt IMMER eine Lösung!

Antwort
von kreuzkampus, 261

Glaubst Du wirklich, daß Dir hier jemand guten Gewissens den Schulabbruch empfiehlt? Doch wohl nicht. Du hast ein Problem, das nach meiner festen Überzeugung behebbar ist. Mich macht stutzig, daß Du schreibst** "Ich war auch schon bei einem Psychologen und in einer Klinik, was aber im Grunde auch nicht viel gebracht hat.**" Womöglich gehörst Du zu den Menschen, die während einer Therapie nicht alles sagen, was sie bedrückt....die den Therapeuten gegenüber nicht offen genug sind. Dann geht man am Ende sicher mit Gedanken wie Deinen nach Hause. Keine Ahnung, wie dir zu helfen ist; aber die richtige Therapie ist schon nötig, und während einer Therapie "mauern" darfst Du auch nicht. Ich bin vor Jahren selbst mal drei Wochen (freiwillig) in eine Klinik gegangen. Mein Gedanke dabei war: "Ich möchte, daß mir geholfen wird." Und deshalb habe ich vom ersten Tage an alle Karten auf den Tisch gelegt-auch in den Gruppensitzungen; habe alles erzählt, was mich bewegt und bedrückt hat. Ich kann Dir sagen, daß ich schon nach drei Wochen wieder okay war. Zugegeben, meine Probleme war nicht so dicke wie bei Dir; aber mein Wunsch und Wille waren ganz klar; und das war schon "die halbe Miete". Keine Ahnung, ob Dir meine Gedanken helfen; keine Ahnung, wo bei Dir die Ursachen liegen; aber ich bin davon überzeugt, daß Dir geholfen werden kann, wenn Du es wirklich willst. Fazit: Kein Schulabbruch, sondern ein neues Gespräch mit einem Arzt Deines Vertrauens. Alles Gute!

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