Frage von calipso, 5

Schützt Dehnen nach dem Sport schützt vor Muskelkater?

Vor dem Sport soll man sich ja sowieso dehnen und die Muskulatur aufwärmen um Verletzungen vorzubeugen. Wie sieht das dabei eigentlich mit dem Muskelkater aus: Beeinflusst das Dehnen diesen irgendwie, insbesondere jenes nach dem Sport?

Antwort
von dinska, 2

Ich habe eine Sportgruppe und wir wärmen vorher immer auf und dehnen am Ende und machen eine Entspannung zum Abschluss. Der Muskelkater hält sich in Grenzen und es bekommt allen sehr gut, obwohl die meisten eher untrainiert sind und auch schon älter. Ich sage ja, das Dehnen hat einen positiven Einfluss, es erhöht die Durchblutung und zieht die Bänder und Sehnen sanft auseinander und erhöht die Elastizität. Wenn man natürlich die Muskeln überanstrengt oder Muskelfaserrisse hat, kann man dehnen wie man will, da muss man einfach verantwortungsvoll trainieren.

Antwort
von Mahut, 1

Meine Tochter ist immer nach ihrem Karate Training ins warme Bad gegangen und hatte dadurch nie Muskelkater. Also Fazit, wärme schützt, egal ob in der Sauna oder Bad.

Antwort
von rulamann, 2

Lange Zeit hieß es, Dehnen nach dem Sport beugt einem Muskelkater vor. Diese Aussage ist nicht mehr zeitgemäß. Neuesten Untersuchungen zur Folge begünstigen Dehnübungen einen Muskelkater eher als ihm vorzubeugen. Besonders nach Kraft- und Ausdauerleistungen ist es ratsam, durch ein gezieltes Abwärmen (Auslaufen, Auslockern der Muskulatur) dem unerwünschten Muskelkater vorzubeugen. Auch eine aktive Regeneration - wie zum Beispiel der Gang in die Sauna oder Massagen - ist nach einem intensiven Training sehr ratsam. Wenn die Belastung beim Sport besonders hoch ist und Laktat anfällt, ist statisches Dehnen bei Sportspielen wie Fußball eher schädlich. Bei hohen Belastungen fallen Nebenprodukte in der Muskulatur an, die durch das Blut wieder abtransportiert werden müssen. Durch statische Dehnübungen verschlechtert sich die Durchblutung der Muskulatur und die Gefahr eines Muskelkaters und Muskelverletzungen erhöhen sich. Will man dennoch nicht auf die Dehnübungen nach dem Sport verzichten, sollte man darauf achten, dass zwischen der letzten sportlichen Belastung und den Dehnübungen mindestens 45 Minuten Pause liegen. http://www.dbsv.org/infothek/sport/fussball/weiteres/lehrbuch-blindenfussball/au...

Antwort
von matata, 1

Ich kann mir dadurch keine Vorbeugung gegen einen Muskelkater vorstellen. Muskelkaterbezeichnet ja kleinste Risse, also Mikro- Verletzungen der Muskelfasern die aus einer Überanspruchung resultieren. Logisch kann ich mir nicht erklären, in welcher Weise nun Dehnen dem vorbeugen könnte. Zum einen sind diese kleinen Muskelverletzungen ja schon vorher beim Sport entstanden, zum anderen kann sie die spätere Dehnung nicht schließen, also heilen.

Kommentar von Mennomania ,

Gegen die Mikrorisse schützt natürlich nur das (dynamische) Dehnen VOR dem Sport, da dadurch die Muskulatur aufgewärmt und für die Belastung vorbereitet wird (Regulierung der Muskelspannung).

Das Dehnen NACH dem Sport verhindert natürlich nicht, dass während der Belastungsphase Mikroverletzungen auftreten, kann durch das Herabsetzen des Muskeltonus die nachfolgende Heilung aber etwas begünstigen.

Antwort
von Mennomania, 1

Die Entstehung eines Muskelkaters nach sportlicher Aktivität wird durch zwei verschiedene Mechanismen ausgelöst. Zum einen kommt es durch die Belastung der Muskeln zu Mikrorissen im Muskelgewebe, die zweite Komponente ist die Bildung von Laktat im betroffenen Gewebe.

Auf die Laktatbildung bzw. dessen Abtransport hat das Dehnen natürlich keinen Einfluss - die Mikrorisse der Muskulatur lassen sich dadurch aber trotzdem positiv beeinflussen. Rulamann hat vollkommen Recht: Ein vernünftiges Abwärmen ist ebenfalls ein gutes Mittel, um Muskelkater vorzubeugen.

Ein weiterer Punkt, der für das Dehnen vor und nach dem Sport spricht (und leider oft vergessen wird), ist die detonisierende Wirkung auf Sehnen und Muskel-Sehnenübergänge, die bei Sportlern oft Probleme machen.

Antwort
von caduff, 1

Na klar. Und wenn es nicht nur der Muskelkater ist. Das Training wird dadurch viel effektiver. Denn die Muskulatur kann sich dadurch besser erholen und stärker werden.

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