Frage von Boomerx, 247

Schmerzen im Steißbein & Sitzbein bis hin zum Schienbein HILFE!?

Hallo alle zusammen,

ich versuche es nochmals! Mich plagen seit Jahren (genau seit der 7 Klasse) Schmerzen am Steißbein und Sitzbein. Ich bin heute 21 Jahre alt und die Schmerzen sind nicht besser bzw. zurückgegangen, im Gegenteil, sie sind einen Tick schlimmer geworden.

Anfangs (7 Klasse) hatte ich immer Probleme, mich für eine längere Zeit auf meinem Platz ordentlich hinzusetzen, was meiner Lehrerin damals gar nicht gefiel. Ich konnte kaum länger als 20 Minuten in einer Position bleiben, ohne dann endlich auf die Kante des Stuhles zu rutschen und meinen Gesäßknochen bzw. Steißbein zu entlasten.

Ich dachte, dass es mit den Jahren besser wird und habe es immer auf meinen Wachstum oder die Pubertät geschoben.

Dennoch wurden die Schmerzen, wie schon erwähnt nicht besser. Mit ca. 17 Jahren wurde es schlimmer. Ich konnte kaum noch richtig bzw. normal sitzen ohne die Positionen zu wechseln. Ich muss mein Bein immer wieder ausstrecken und anspannen. Manchmal sogar so schlimm, dass ich einen Muskelkater herausfordere.

Heute läuft der Prozess so ab; beim Sitzen fängt mein Steißbein an zu schmerzen, verlauft weiter zur oberen Hüfte dann zum Knie und schließlich bekomme ich weitere Schmerzen im Schienbein (hier ist ein Foto, dass ich im Net hoch geladen habe www.xup.in/dl,48107361/Schmerzenverlauf.jpg/) , die meine Schmerzen Illustriert darstellen. Mit meinem linken Fuß habe ich diese Problem nie gehabt. Ich hatte auch nie einen Unfall oder ähnliches. Mein Becken macht bei Turnübungen ein komisches Geräusch, den ich noch hinzufügen kann. Es klingt so wie bei einer "Ratsche".

Ich war in den letzten 4 Jahren bei mehr als 4 Orthopäden, 2 Hausärzten, einer Neurologin und sogar einem Physiotherapeuten. Habe alle relevante Körperteile (Hüfte,Knie, Bein, Bauch, Wirbelsäule und Fuß) bei mehreren Kernspintomographien durchchecken lassen, außerdem hatte ich für ein halbes Jahr Krankengymnastik, sowie verschriebene Massagesitzungen und man konnte nie was finden. Das einzige was man gefunden hat, war, dass mein Wadenmuskulatur eine Verkürzung hat, was aber nicht schlimm sei.

Leider weiß ich nicht mehr, was ich tun soll. Die Schmerzen ärgern mich beim Lernen, Autofahren, etc.

Ich wäre jeder Person "sooo was" von Dankbar. Egal ob es ein Tipp ist, Eigenerfahrung oder ähnliches. Noch kurz zur meiner Person; Ich bin selbst 175cm groß und ein sehr sportlicher Typ.

Vielen lieben Dank schon einmal im Voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kathi47, 186

Ich würde auf eine angeborene oder erworbene Fehlhaltung der Wirbelsäule tippen, aber da du schon bei so vielen Ärzten warst, hätten die das bestimmt festgestellt. Es können schon geringfügige Prellungen oder Stürze eine sogenannte Schonhaltung herbeiführen, die dann dauerhaft zu einer Verschiebung im Muskelapparat führt, sprich Fehlhaltung.

Manchmal, wenn die Schulmedizin nicht mehr weiterhilft, haben sich schon alternative Heilmethoden bewährt, die leider die Krankenkassen nicht anerkennen, ist also eine Kostenfrage.

Außerdem glaube ich, dass Stress oder wenn man unter psychischen Druck leidet, oft körperliche Leiden (vegetative Dystonie) hervorruft, die Symptome zeigen, die mit der eigentlichen "Krankheit" nichts zu tun haben. Man verkrampft sich, versteift sich, "verschiebt" sich, und schon ist eine Fehlhaltung entstanden. Aber die Ursache liegt dann in der Psyche und nicht in der Wirbelsäule oder Hüfte etc.

Für mich hört es sich so an, als wärst du am ganzen Körper von Jahr zu Jahr immer mehr verspannt und verkrampfter geworden. Dein Körper kann nur entspannen, wenn du auch psychisch ausgeglichener wirst. Ich hoffe, du verstehst mich jetzt nicht falsch, aber ich habe den Eindruck, dass bei dir auch seelisch nichts im Gleichgewicht ist, was bei deinen langen Leiden auch voll verständlich ist. Mich wundert ehrlich gesagt, dass keiner der Ärzte nach psychischen Hintergründen suchte und dich zu einen Spezialisten überwiesen, wenn du eh schon so ziemlich austherapiert bist.

Aus eigner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich lange unter Herzproblemen - auch ohne körperlicher Ursache - litt, habe ewig Untersuchungen machen lassen, bis ich dann eine Therapie auf psychischer Basis machte. Ich hatte Probleme, die ich gar nicht so hoch einschätzte, mich aber krank machten. Seit über 10 Jahren bin ich nun beschwerdefrei.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass ich wenigsten ein klitzkleinesbisschen helfen konnte.

Antwort
von walesca, 131

Hallo Boomerx!

Ich war in den letzten 4 Jahren bei mehr als 4 Orthopäden, 2 Hausärzten, einer Neurologin und sogar einem Physiotherapeuten.

In dieser Aufzählung vermisse ich einen Osteopathen, der ggf. vorhandene Wirbelblockaden ganz sanft auflösen kann. Hier kannst Du dich mal darüber informieren.

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/manuelle-therapie-oder-osteopathie-wo-ist-d...

Das einzige was man gefunden hat, war, dass mein Wadenmuskulatur eine Verkürzung hat, was aber nicht schlimm sei.

Aber auch dagegen sollte etwas unternommen werden, da es ganz sicher nicht normal ist und auch auf andere Bereiche Einfluss hat! Es kann zu Schonhaltungen kommen, die sich auf die gesamte Statik des Körpers auswirken. Eine weitere Möglichkeit wären eingeengte Nerven an der Wirbelsäule. Dazu füge ich mal einen Tipp als Kommentar an, da nur 1 Link pro Antwort erlaubt ist.

Alles Gute wünscht walesca

Kommentar von walesca ,

http://www.gesundheitsfrage.net/tipp/bandscheiben-operation-ein-Erfahrungsberich... Auch die von @bellavista genannte Dorn-Therapie ist sehr wirksam!!! LG

Antwort
von rulamann, 107

Ich an deiner Stelle würde mal in einer Schmerzklinik vorstellig werden. Wenn du unter diesen Schmerzen schon so lange leidest kann es sein, dass die Schmerzerfahrungen im Gehirn gespeichert sind. Eine Therapie sollte daher auch die Grundlagen dafür schaffen, dass du neue positive Erfahrungen macht.

Alles Gute von rulamann

Antwort
von Bellavista, 102

Hallo, das Problem kenne ich! Es gibt Menschen, bei denen ist das Steibein ein klitzekleines bisschen zu lang, zu weit rechts, zu weit links oder ein bisschen zu gewölbt. Auf Röntgenbilder ist das kaum zu sehen, aber die Auswirkungen sind enorm! Über das Steißbein selbst, kann man darauf kaum einwirken, wohl aber über das Kreuzbein. Ich kann Dir nur empfehlen, geh mal auf die Seite Dorntherapeuten.de und schau, ob einer in Deiner Nähe ist. Ich kenne keine andere Therapie, die in genau diesen speziellen Fällen so gut hilft. Viel Erfolg und gute Besserung Bellavista

Antwort
von anonymous, 89

Guten Morgen,

du sagst ja, dass du für jeden Tipp dankbar bist. Ich kenne eine krankheit, die ungefähr auf deine Symptome zutrifft aber sehr selten ist. Vor allem Jugendliche sind davon betroffe, was ja auch auf die zutrifft. Also deine Symptome könnten passen. Schau es dir mal an http://polymyalgia-rheumatica.info/polymyositis/ Ob das allerdings jetzt bei dir der Fall ist, kann ich natürlich nicht sagen. Ich bin ja kein Arzt. Aber im Artikel steht, dass vor allem die Muskeln bzw. Körperstellen betroffen sind, die dem Körper "nah" sind. Arme, Beine, Steißbein trifft da sicher auch zu und das es ein schleichender Prozess ist. Ist eine Idee, ein Tipp. Vielleicht hilft es dir :)

Antwort
von Amsel1, 80

Schmerzklinik ,würde mir auch dazu einfallen ,versuch es mal.

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