Frage von Fragend78, 5.001

Schmerzen am Sternum (Schwertfortsatz) und nichts hilft....

Hallo, Momentan bin ich am verzweifeln weil mir irgendwie keiner helfen kann und ich unbefriedigten Aussagen und Ergebnissen abgespeist werde.

Zu meiner Vorgeschichte... Ich leide an einem Rundrücken der zwar ersichtlich ist, mich aber nie behindert oder schmerzen verursacht hat. Er ist auch nicht sehr extrem. Mein Vater ist Anfang dieses Jahres an Krebs verstorben. Er litt unter einem Sarkom welches in die Knochen gestreut hatte.

Jetzt zu mir.... Seit ungefähr 4 Wochen habe ich Schmerzen im oberen Bauchraum. Nach Tasten der Stelle bemerkte ich einen Knuppel unterhalb des Brustbeins welcher schmerzte und dies sich bei Druck verschlimmerte. Ich dachte mir nichts dabei und wartete ab. Die Schmerzen wurden Schlimmer und ich bin zum Hausarzt. Dieser sagte der Knuppel sei normal (Schwertfortsatz) aber aufgrund meiner Vorgeschichte wollte er eine Röntgenaufnahme des Toraxes machen. Dies geschah dann auch in einer radiologischen Praxis. 2 Ebenen Aufnahme des kompletten Brustbereiches mit der Diagnose. Prominentes Xiphoid mit der Vermutung auf Reizung. Nicht mehr/nicht weniger. Parallel wurde noch ein EKG ohne Befund und ein Lungenfunktionstest ohne Befund und ein kleines Blutbild mit leicht erhöhten Nierenwerten gemacht. Das wäre allerdings nicht kritisch. Ein großes Blutbild wurde von Ihm nicht für nötig gehalten. Mein Hausarzt entließ mich dann mit den Worten. Da kann man nichts machen und nach nachfrage sagte er ich sollte mich an einen Ortophäden wenden.

Nach 2 Wochen besuchte ich einen Orthopäden. Die Schmerzen wurden nicht weniger und ich empfinde sie sogar als schlimmer.

Der Orthopäde betastete den Knuppel und nach Sicht der Röntgenbilder sagte er auch der Schwertfortsatz wäre daran schuld da er nach vorne verformt ist. Sieht man auch auf dem Röntgenbild. Eine bösartige Veränderung konnte er auf dem Röntgenbild nicht feststellen und verordnete mir Ibuprofen 600 welches ich seit 2 Tagen nehme. Jetzt bin ich mir aber nicht sicher ob man einen Tumor im Röntgenbild erkennt.

Somit bin ich wieder zuhause und es tut weh. Nichts verbessert sich und ich weiß nicht ob die Diagnose so richtig ist. Auch die Schmerztabletten helfen nicht. Dabei sollten diese ja die angebliche Entzündung heilen.

Nachts merke ich davon gar nichts. Erst im Laufe des Tages tut es wieder weh.

Kann es auch vom Magen oder sonst woher kommen? Irgendwann weiß man gar nicht mehr genau wo der Schmerz herkommt....

Ich weiß nicht weiter... Was soll ich noch machen um diesen Schmerz wegzubekommen? Ich weiß ja nicht mal zu welchen Arzt ich deswegen muß...

Habe auch Panik das es was schlimmes sein kann wie beim meinem Vater...

Wäre froh über eure Tipps

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Antwort
von Merlino, 4.674

Hallo, hatte die gleichen Beschwerden seit ca. 1 Woche und nachdem Schmerzmittel nicht mehr halfen, ging ich heute zu meinem Hausarzt, der ein sehr guter Diagnostiger ist. Er hat mir sofort genau erklärt, wie das Brustbein aufgebaut ist und dieser Schmerz zustande kommt. Wurde dann infiltriert und innerhalb von einigen Minuten war der Schmerz weg und ich fühle mich wie neu geboren. Hoffe, ich konnte Dir mit meiner Antwort weiter helfen ! LG und gute Besserung !

Antwort
von Paulchenklein, 4.765

Hallo fragend78 Wie hat sich deine Situation weiter entwickelt? Ich habe einen identischen Krankheitsverlauf und jetzt nach langem Hin und Her einen Termin zum MRT. Mich würde interessieren, ob sich inzwischen bei Dir etwas Neues ergeben hat.

Antwort
von Fragend78, 4.354

Hallo Paulchenklein... DAS IST EINE GUTE FRAGE... unverändert... Und das sehe ich mal als was positives... Aber ich werde wahrscheinlich nochmal zum doc gehen will ich das Gefühl habe das es schon dominanter wird. Liegt wohl auch daran das meine Skoliose schlimmer wird. Der Schwertfortsatz sieht auf dem Röntgenbild wie eine sprungschanze aus. Und ich bin noch immer nicht dahin weg das es was organisches ist... Leide sich seit 2 Jahren an Verdauungsstörungen... Nicht das das was damit zu tun hat... Ach ich sag euch was... Man macht sich schon kaputt mit den scheiss Symptom deuterein... 

Antwort
von bobbys, 3.442

Hallo,

da die Schmerzen nicht weggehen, solltest du systematisch vorgehen und am besten mit einem Facharzt für Gastroenterologie anfangen. Dieser kann erst mal die Bauchorgane begutachten und dann immer so weiter ,Neurologe, Orthopäde 2.Meinung einholen, Kardiologen usw. Du solltest dich nicht einfach abspeisen lassen ,außerdem empfehle ich dir dränge auf eine MRT Untersuchung. Für jeden Schmerz gibt es einen Grund und noch was, der Patient hat immer Recht, denn nur er allein weiß ,was mit seinem Körper nicht stimmt.

Alles Gute wünscht dir Bobbys :)

Kommentar von Fragend78 ,

DIe 2 Ärzte argumentieren ja das der Schmerz von einer Reizung (Entzündung) herrührt. Das ist für sie der Grund. Aber müsste nicht eine Reizung nach 4 Wochen mal vorbei sein?

Kommentar von bobbys ,

deshalb sollst du ja auf ein MRT drängen um zu sehen, ob da nicht noch was anderes hinter steckt. Auch eine Reizung müsste mal gelindert werden können ,erst recht nach 4 Wochen ,LG

Kommentar von Fragend78 ,

Nehme erst seit 2 Tagen IBUPROFEN 600 dagegen... Aber das lindert nicht mal den Schmerz bis jetzt.

Ich denke mal die MRT wird denen zu teuer sein.... Schlimm unser Gesundheitssystem

Kommentar von bobbys ,

dann solltest du es alle 6h nehmen und noch zu warten.LG

Antwort
von anonymous, 2.801

Hallo! Punkt Nr. 1: das Ibuprofen! Mein Schmerztherapeut sagt, dass Ibuprofen auf die Nieren geht, weiss also nicht, ob das wirklich so schlau ist, wenn Du sowieso schon erhöhte Nierenwerte hast. Dass Dein Arzt kein Blutbild gemacht hat ist eine Frechheit. Ich arbeite beim Arzt, weiss, dass manche sich sehr anstellen, aber immer unbegründet. Ob ein Röntgenbild für die Erkrankung ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Wenn es so weh tut, sollte ein MRT gemacht werden. Auch hier gilt: hat der Arzt einen Grund dich dahin zu schicken (und das ist ja bei Dir der Fall) , gibt es keinen Grund dies nicht zu tun. Wird von der Kasse bezahlt. Also jetzt etwas, was Du vielleicht nicht so gerne hören wirst, aber da du es in deiner Vorgeschichte schon geschrieben hast: die ganze psychische Belastung durch die schwere Erkrankung deines Vaters kann bei Dir durchaus eine psychosomatische Krankheit ausgelöst haben. Das heisst keinesfalls (!) dass Du Dir die Schmerzen einbildest!!! Denn die Veränderung am Sternum haben viele, aber nicht bei jedem löst das eine Reizung aus oder eben Schmerzen aus. Die Angst, selber an einer schweren Krankheit zu leiden kann viel bewirken. Aber ich würde es auch nicht ignorieren. Es kann sein, dass Deine Muskeln mittlerweile so verkrampft sind, dass dies die Schmerzen verursacht. Auf jeden Fall würde ich mir einen neuen guten Internisten suchen, der Dich auch Ernst nimmt. Gute Besserung!

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