Frage von Eva84, 120

Schluckbeschwerden, Atembeschwerden, Schwäche, keine Ursache!

Hallo!

Ich habe die Hoffnung, dass jemand evtl. die selben Beschwerden hat oder hatte und eine Ursache gefunden wurde. Ich weiß nämlich so langsam nicht mehr weiter!

Es fing Ende September mit Schluckbeschwerden an. Ich hatte keine Schmerzen, allerdings das Gefühl als ob bei jedem Schlucken etwas in meinem Hals nach links springt (weiß nicht, wie ich es genau beschreiben soll). Hausarzt konnte im Hals nichts finden, Sono Schilddrüse unauffällig, Blutwerte i.O. (auch Schilddrüsenwerte), ich sollte abwarten. Dann Anfang November hatte ich auf einmal während einer Autofahrt das Gefühl ich bekäme schlecht Luft, mein Herz schlug mir bis zum Hals und ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Moment ohnmächtig werde. Im Krankenhaus wurde ich zum kassenärztlichen Notdienst geschickt, wo ein EKG gemacht wurde (unauffällig), Blutdruck war erhöht, Blutwerte inkl. Herzwerte waren auch in Ordnung. Der Arzt verschrieb mir dann Bisoprolol, die ich bei Bedarf nehmen sollte. Ein paar Tage später hatte ich wieder Herzrasen und ich fühlte mich nach der Einnahme von Bisoprolol 3 Tage lang total schlapp und antriebslos. Wieder beim Hausarzt gewesen, wieder alles unauffällig, röntgen Lunge unauffällig, Herz-Ultraschall, Langzeit-EKG und Langzeit-RR sowie Belastungs-EKG auch unauffällig. Ich sollte nur die Schluckbeschwerden beim HNO abklären. Anfang Dezember tat mir das Schlucken auch weh und mir zogen die Schmerzen bis ins Ohr. Beim HNO war auch alles unauffällig. Kurz vor Weihnachten war ich spät abends im Krankenhaus, weil ich immer schlechter Luft bekam, bzw. mir das Atmen immer schwerer fiel. Dort wurde ich nochmals ausführlich durch eine HNO-Ärztin untersucht. Sie vermutete eine Zyste auf der linken Halsseite, war sich allerdings nicht sicher. Ich sollte einen Termin in der HNO-Ambulanz machen, damit ein Oberarzt sich das ganze anschaut. Dort war ich dann am 30.12.14. Er konnte keine Zyste feststellen, allerdings ist die linke Mandel untendrunter etwas vereitert, was wohl auf eine abklingende Mandelentzündung hindeutet (Mandeln waren bei den vorherigen Untersuchungen immer unauffällig, auch die Entzündungswerte). Er meinte auch, die Atembeschwerden können auch davon kommen, das würde er auch bei Pat. mit Mandelentfernung häufiger beobachten. Antibiotikum verschrieben. Das nehme ich jetzt seitdem, und die Schmerzen sowie die Atembeschwerden haben sich überhaupt nicht gebessert. Vorgestern brachte mich meine Mutter wieder ins Krankenhaus, weil ich wieder so Herzrasen hatte und mir das Atmen noch schwerer fiel, ich konnte mich kaum auf den Beinen halten. Der Arzt wusste sich auch keinen Rat (wieder Blutwerte ok, EKG unauffällig, Sauerstoffsättigung zw. 95 und 100). Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Zudem bin ich seit 1 Woche total antriebslos und schlapp, so dass ich meinen Haushalt überhaupt nicht mehr gestemmt kriege. Tut mir leid, dass es so lang geworden ist.

Antwort
von Acer68, 120

Hallo Eva! Vor ca. 1Jahr hatte ich das gleiche Problem. Ich war bei vielen Ärzten. Wurde von A bis Z untersucht, aber nichts gefunden. Dann verschrieb mein Arzt Laif900 (Antidepressiva) und nach paar Tagen gings mir super. Das alles kann vom Stress liegen. Ansonsten wünsche ich dir eine gute Besserung! ;-)

Antwort
von bobbys, 115

Das hört sich für mich sehr nach Psyche an .Du hast sicherlich viele psychosomatische Beschwerden und deshalb sollte auch nach der Ursache geforscht werden. Desweiterem würde auch eine beginnende Depression in Frage kommen. Oftmals machen die Betroffenen eine Rundreise durch alle Fachgebiete der Medizin bis Sie sich dann endlich bei einem Neurologen/Psychiater vorstellen und deren Hilfe annehmen. Du musst jetzt aufpassen das Du rechtzeitig die Kurve bekommst. Nur über professionelle Hilfe kommst Du wieder in die Spur.(Medikamente ,Verhaltenstherapie, Ergotherapie usw.)

LG bobbys

Kommentar von Eva84 ,

Vielen Dank für deine Antwort! Das wäre jetzt auch mein nächster Schritt gewesen, dies abklären zu lassen. Ich kann es mir zwar selber schwer vorstellen (was wahrscheinlich bei den meisten Leuten so ist, die unter psychosomatischen Beschwerden leiden), aber ich klammere mich mittlerweile an jeden Strohhalm. Zumal ich 2 kleine Kinder habe und am Dienstag auch wieder arbeiten muss.

Kommentar von bobbys ,

Es gibt mehr als genug an Menschen die genau so wie Du an der Leistungsgesellschaft verzweifeln und das meine ich in jeder Hinsicht überall soll man 200% geben und irgendwann wehrt sich der Körper und wenn man dann auch noch keine professionelle Hilfe hat bricht der Körper komplett zusammen. Unsere Psyche kann mehr wie sich so manch einer vorstellen kann. Wichtig ist das Du weißt das Du nicht allein betroffen bist und das man dir helfen kann du musst es nur wollen und akzeptieren das es Dir vielleicht im Moment seelisch nicht so gut geht.Körper und Seele bilden immer eine Einheit. LG und viel Erfolg !

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