Frage von achjonleo, 122

Schleimbeutel am Knie durch Unfall zerstört?

Nach einem Motorradunfall vor zirka 4 Wochen habe ich immer noch ein riesen Hämatom auf der Vorderseite des Knies (8x14cm und fast 4 cm dick). Gleich nach dem Unfall wurde ein MRT gemacht und zum Erstaunen aller Ärzte ist im Knie anscheinend alles an Ort und Stelle. Einzig die Schleimbeutel konnten durch die Schwellung nicht gesichtet werden. Falls die Schleimbeutel beim Unfall zerfetzt wurden, müßte ich dann nicht starke Schmerzen haben? Ich kann nämlich auf der Schwellung ohne stärkere Schmerzen herumdrücken. Einzig Laufen fällt mir noch schwer, weil ich das Knie durch die Schwellung nicht richtig abknicken kann. Deshalb gehe ich im Freien auch noch an Krücken. Was meint Ihr? Ich will nämlich in 4 Wochen eigentlich in Urlaub.

Antwort
von Mennomania, 113

Eine Schleimbeutelruptur ist zum Glück extrem selten und kommt nur bei sehr schweren Druckbelastung des Knies vor (dann hättest Du aber auch noch weitere Schädigungen, z.B. Brüche) - oder bei offenen Verletzungen (z.B. schwere Schnittverletzung).

Eine Schwellung im Knie nach einem Trauma ist nicht ungewöhnlich und wird durch ein Hämatom auch noch begünstigt, da das ausgetretene Bluteiweiß bis zum Abbau immer wieder Wasser ins Gewebe nachzieht.

Beschleunigen kann man den Rückgang der Schwellung mit Hochlagern, Kühlung, Entlastung und Manueller Lymphdrainage.

Kommentar von achjonleo ,

Klingt ja beruhigend. Hochlagern, Kühlen + Entlasten wurden von Anfang an so gemacht. Letzte Woche hat mir dann ein Physiotherapeut das Knie mit Tape zugepackt. Das soll die Lymphe zum Abtransport anregen. Außerdem soll ich mich doch wieder mehr bewegen. Aber es tut sich halt nicht so viel. Kann das wirklich so lange dauern? Das irritiert mich, deshalb habe ich Angst, dass doch noch etwas im Busch ist.

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