Frage von sonne123, 183

Schlechte Nierenwerte - häufige Harnwegsinfekte - Therapie: viel trinken - ausreichend?

Hallo Ihr Lieben,

meine Mutter (79) ist seit ein paar Monaten insulinpflichtig.Bei der letzten Blutuntersuchung ist der HbA1c Wert von 11 auf 8,.... gesunken,zwar noch nicht ideal,aber immerhin schon besser. Desweiteren leidet sie sehr häufig an Blasen.-, bzw. Harnwegsinfekte.Der letzte ist gerade mal 3 Wochen her und nun schon wieder.Ich war deswegen gestern und heute,wo zusätzlich noch der Urin untersucht wurde, zum Hausarzt und er verschrieb wieder Antbiotika für 3 Tage.Den Namen kann ich jetzt nicht nennen,zuvor war es Elobact.Dabei erwähnte er mir gegenüber die Nierenwerte,wo ich denke,das es sich um das Kreatinin und nicht Harnstoff oder Kreatinin Clearance handelt

.Im November betrug dieser 1,6 und nun 1,9........wenn sie es nicht lernt ausreichend zu trinken,dann könnte sie in zwei oder drei Monaten Dialysepatientin werden.Falls es noch von Bedeutung sein sollte - 2010 erlitt sie einen Hinterwandherzinfarkt und es wurde ein Stent gesetzt.

Kann ein Zusammenhang zwischen den Nierenwerten und häufigen Blaseninfekten bestehen?

Ausreichend trinken - oder was kann ich bzw. sie noch tun ,um nicht eines Tages zur Dialyse zu müssen?

Gibt es ev. pflanzliche Mittel oder sind diese wirkungslos,vor allem in Hinsicht auf die Nierenwerte?

Danke im voraus und liebe Grüße

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von GeraldF, 183

Das "Grundübel" ist hier der Diabetes mellitus. Die rezidivierenden Harnwegsinfekte hängen nicht mit der eingeschränkten Nierenfunktion zusammen, sondern mit dem Diabetes. Ein Diabetes begünstigt das Auftreten von Infekten allgemein. Durch die Glucosurie (Zucker im Harn) bei schlecht laufendem Diabetes haben die Bakterien reichlich Nährstoffe, um sich dort auszubreiten. Es ist also langfristig eine Verbesserung des Zuckerstoffwechsels anzustreben. Man darf die Ziele nicht zu hoch stecken, HbA1c von 11 auf 8 ist schon ganz gut.

Die schlechte Nierenfunktion findet sich ebenfalls häufig als Langzeitfolge des Diabetes, wenn eine diabetischer Glomerulopathie besteht (häufig).

In diesem Stadium der Niereninsuffizienz ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um die harnpflichtigen Substanz quasi passiv herauszuspülen. Damit kann die Nierenfunktion über Jahre so stabilisiert werden, dass eine Dialyse nicht erforderlich wird. Ein zweiter Baustein ist die Verordnung eines ACE-Hemmers (alternativ Sartan). Dieser wirkt "nephroprotektiv" und kann die Glomerulopathie aufhalten. Pflanzliche Mittel, die die NIerenfunktion stabilisieren oder verbessern, sind mir nicht bekannt.

Kommentar von sonne123 ,
Durch die Glucosurie (Zucker im Harn) bei schlecht laufendem Diabetes haben die Bakterien reichlich Nährstoffe, um sich dort auszubreiten.

So erklärte es mir auch mein HA gestern,allerdings war die Urinprobe in dieser Hinsicht,zumindest gestern, unauffällig,auch kein Eiweiß, Blut usw.

Man darf die Ziele nicht zu hoch stecken, HbA1c von 11 auf 8 ist schon ganz gut.

So wie @ Stephan schrieb gibt es ja auch den HBA1 Wert.Was ist der Unterschied und welcher Wert ist verläßlicher bzw. aussagekräftiger?

Die schlechte Nierenfunktion findet sich ebenfalls häufig als Langzeitfolge des Diabetes, wenn eine diabetischer Glomerulopathie besteht (häufig).

Kann sich eine schlechte Nierenfunktion auch einstellen trotz Spritzen und langfristig optimal eingestellten Zucker?

Ein zweiter Baustein ist die Verordnung eines ACE-Hemmers (alternativ Sartan). Dieser wirkt "nephroprotektiv" und kann die Glomerulopathie aufhalten.

Diese Medikamente nimmt sie schon seit Jahren,vorher war es Atacand 16 und Atacand 16 plus 12,5mg,weil diese wohl nicht mehr verordnet werden durften, seit einiger Zeit nun Candesartan und Candesartan....comp,wobei letzteres zusätzlich entwässernd wirkt.

Könnte es sein,das unter Umständen der Medikamentencocktail,den sie täglich nehmen muß,schlechte Nierenwerte verursacht?

Kommentar von sonne123 ,

Nachtrag:habe noch vergessen zu erwähnen,das eine leichte Blutarmut ebenfalls vorliegt

Kommentar von GeraldF ,

Das ist unerheblich, ob in der Einzelprobe Urin-Glucose nachweisbar ist. Bei einem HbA1c von 8 oder 11 können Sie davon ausgehen, dass gelegentlich eine Glucosurie besteht.

Es wird eigentlich nur noch der HbA1c-Wert verwendet. Der HbA1c ist ein Teil des HbA1, aber eben der Anteil, der den Zuckerrest trägt.

Unter einem optimal geführten Diabetes entwickeln sich die Spätschäden nicht oder deutlich langsamer.

Es gibt wenige Medikamente, die die Nierenfunktion tatsächlich verschlechtern. Viel häufiger ist es, dass Medikamente bei einer bestehenden chronischen Niereninsuffizienz nicht mehr gegeben werden sollten, weil Sie nicht mehr richtig eliminiert werden und sich dann im Körper anreichern. Das darf man nicht durcheinanderwerfen.

Ein renale Anämie (fehlende Synthese des Hormones Erythropoeitin in der Niere) ist ebenfalls ein Zeichen einer chronischen Niereninsuffizienz.

Antwort
von StephanZehnt, 126

Hallo Sonne ,

wenn es um die Nieren geht kann ein zu hoher Kreatinin-Wert auf eine Nierenschwäche hinweisen. Auch ein zu viel an Eiweiß im Urin kann auf Nierenschäden hinweisen vor allem bei Diabetes. Diese Werte allein reichen allerdings nicht ein Arzt wird noch durch weitere Untersuchungen die Ursache des Problems feststellen müssen. Nun schreibst Du auch von Blasen.-, bzw. Harnwegsinfekte sicher muss man bei solch einem Infekt ausreichend es würde die Harnleiter von dem Problem befreien.

Was aber zu tun ist musst bei einem solchen Infekt (Harnleiter / Blase) der Arzt vor Ort klären. Den bei solch einem Infekt können Bakterien auch bis zu den Nieren aufsteigen. und dann muss man schnellstens handeln Wenn das Nierenbecken betroffen ist udgl. denkt man nicht mehr an pflanzliche Mittel den wenn man da nicht entsprechend handelt ist das richtig lebensgefährlich.bis hin zu einer Sepsis (Blutvergiftung). Ja und Schmerzen....

Mehr dazu hier http://www.dgu.de/nieren_und_harnwegsinfektionen.html

VG Stephan

Kommentar von StephanZehnt ,

Korrektur - .. sicher muss man bei solch einem Infekt ausreichend trinken es würde die Harnleiter von dem Problem befreien.

Normal werte Blut: 0,66-1,09 mg/dl (Kreatinin)

  • 3 - 6 % HBA1C // 5 - 8 % HBA1 (Beurteilung) Normalbereich für Nichtdiabetiker

  • 3 - 6 % HBA1C // 5 - 8 % HBA1 (Beurteilung) labormäßig normale Einstellung für Diabetiker - wünschenswert in der Schwangerschaft, sonst Vorsicht: Hypoglykämiegefahr!

  • 7 - 8 % HBA1C 9 - 10 % HBA1 (Beurteilung) befriedigende Diabeteseinstellung

  • über 8 % HBA1C über 10 % HBA1 (Beurteilung) unbefriedigende Diabeteseinstellung (Quelle kur-apotheke-wolter.de)

Kommentar von sonne123 ,

Danke dir Stephan für deine Ausfürungen.Ich denke,das der HA den HBA1C Wert meinte und demzufolge ist der Zucker nur befriedigend eingestellt .Na ja war ja auch nicht anders zu erwarten....... Das es HBA1 aber auch noch gibt,wußte ich bisher nicht,also wieder was dazu gelernt. :-)

Kommentar von sonne123 ,

Nachtrag noch zum Kreatinin:wenn dieser über 2 steigt,dann käme nur noch die Dialyse in Betracht......so sagte es jedenfalls der HA .

Kommentar von GeraldF ,

Das ist zu allgemein gesagt. Die Indikation zur Dialyse ergibt sich nicht allein aus dem Kreatininwert. Bei der chronischen Niereninsuffizienz spielen andere Faktoren eine Rolle: Wasserhaushalt, Elektrolyte, Säure-Basen-Haushalt, renale Osteopathie, sekundärer Hyperparathyreoidismus, Harnstoff,...

Kommentar von sonne123 ,

So hatte ich es gestern bei meiner Suche im Internet ebenfalls gelesen,das ein einziger Wert nicht ausreichend ist.........trotzdem hörte sich das alles nicht so rosig an und wenn man dann auch noch das Alter betrachtet von 79.....

Antwort
von Shivania, 100

Es gibt einen Arzt, der behauptet, dass er mit Fußbädern, die Magnesiumchlorid enthalten Nierenschäden behandelt hätte. Falls Sie englische Sprache verstehen habe ich hier einen Link für Sie:

http://drsircus.com/medicine/magnesium/calcification-and-its-treatment-with-magn...

Kommentar von Shivania ,

Hier kann man das Magnesiumchlorid beziehen - das gibt es jedoch auch in jeder Apotheke (muss bestellt werden). Wichtig ist, dass es nur mit MagnesiumCHLORID funktioniert.

http://www.amazon.de/gp/product/B008B5XUQC?adid=0PHDP78AD58RV49AJZW1&camp=14...

Kommentar von sonne123 ,

Danke für den Tip :-) Leider reicht mein Englisch nicht aus,um den Artikel komplett zu verstehen........wieviel Magnesiumchlorid wäre ausreichend für ein Fußbad?

Antwort
von Lizzkrueger, 76

Also bei Harnwegsinfekten habe ich sehr gute Erfahrungen mit Angocin Anti Infekt N gemacht. Diese wirken wie ein pflanzliches Antibiotikum. Man kann sie auch täglich einnehmen da diese keine Nebenwirkungen haben. Und ja, wer wenig trinkt neigt auch dazu das sich vermehrt Bakterien oder Vieren ansammeln. Viel trinken sollte man deswegen damit die ganzen Keime aus der Blase gespült werden. Auch die Nieren profitieren davon. Viel trinken verhindert auch Harngrieß.

Antwort
von TA2014, 52

Hallo.

BEI ÄLTEREN MENSCHEN LIEGT SEHR OFT MUSKELABBAU(*) VOR. Beim Abbau von Muskelgewebe entsteht KREATININ, welches die Nieren belastet. * Grund: schlechte Ernährung, zuviel Kohlenhydrate und zu wenig Fleisch, Milch und Eier . Abhilfe: MEHR MILCH trinken, MEHR Milchprodukte und EIER essen, und/oder MEHR RINDFLEISCH UND GEFLÜGEL essen

Des Weiteren: Kohlenhydrate einsparen (davon essen gerade Ältere viel zu viel), was wiederum die Insulin Abhängigkeit reduziert oder gar gänzlich behebt.

Zum Spülen der Nieren bis zu 3 Liter Flüssigkeit trinken und MÖGLICHST AUCH AUF: ARGININ PULVER (Eiweiß Aminosäure) zurück greifen. Arginin erhöht die Stickstoff Synthese und diese wiederum erweitern die Blutgefäße, damit MEHR Blut, somit MEHR Sauerstoff und Mehr Nährstoffe an die Nieren gelangt. Nur so werden die Nieren entlastet und können sich besser regenerieren, ausserdem wird sich ein möglicher der Bluthochdruck so verflüchtigen.

Als Arginin Pulver empfehle ich Arginin Hydrochlorid in der Dosis von 5g bis 10g täglich, in Extremfällen über einige Tage auch 10g bis 20g. . ARGININ VERFÜGT ÜBER KEINE NEGATIVEN NEBENWIRKUNGEN, SELBST EIN ÜBERDOSIERUNG IST KAUM MÖGLICH UND WENN NICHT GESUNDHEITSSCHÄDLICH. . Arginin befindet sich auch in Milch, Milchprodukte, Hühnereier, Rindfleisch und Geflügel. . Ich wünsche Deiner Mutter gute Besserung...LG T.A. . p.s. Wenn Deine Mutter mehr Eiweiß zu sich nimmt, wird ihr Urin besser angesäuert. Bei ausreichender Eiweißzufuhr dann im gesunden PH Bereich von 5,7 bis 6,5, was wiederum zu einer starken Reduzierung von Urin Bakterien führt. Ausserem kann Deine Mutter so Nieren- und Blasensteine vorbeugen, bzw. bereits bestehende wieder auflösen. UND ihr Cholesterinspiegel wird sich verbessern (das schlechte LDL--Cholesterin wird fallen, während das gute HDL-Cholesterin steigt) UND insofern überschüssiges Fett (Fettdepots) vorhanden sind, werden diese schnell schrumpfen. ;)

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