Frage von Vazzu, 111

Schilddruesenunterfunktion und troz l-tyroxin keine besserung. Was ist der grund dafuer?

Bei mir wurde vor 3,5monaten Hashimoto festgestellt. Ich nehme jetzt seit knapp 4monaten l-tyroxin ein, zuerst 50mg, dann 75, und villeicht bald 100mg (Aerztlich abgeklaert natuerlich). Kurz zu meinem TSH wert: 4,25(und steigend). Ich bin 22jahre alt, Maennlich, 1.85m groß und wiege c.a. 76kg.

Zu meinen symtomen: Starke benommenheit (schwindel und sehwaeche), immer wieder auftretendes herzrasen, schlafstoerung, geringer apetit, verstopfung, konzentrations und gedaechtnissschwaeche.

In den lezten 3 tagen hat sich das mit der benommheit sehr verstaerkt und ich suche daher nach hilfe und villeicht mal zu erfahren ob das wirklich an der SD liegen kann, ich durchlebe einen Horror in lezter zeit (was mein befinden betrifft) den ich kaum aushalte. Montag gehe ich wieder zum Arzt um villeicht estwas genaueres abklaeren zu lassen. Nur da wir ja grade im wochenende stehe ist dies nicht moeglich. Gibt es villeicht jemanden der aehnliches durchgemacht und wieder da rausgekommen ist?

Antwort
von GeraldF, 25

Lassen Sie sich von der üblichen Fraktion hier nicht kränker reden/schreiben als Sie sind. Es ist nicht so kompliziert. Sie sind noch nicht ausreichend hoch substituiert. Die L-Thyroxin Dosis wird individuell ermittelt, als Richtwert nimmt man eine Spanne von 1,5-2,0 µg/kg Körpergewicht. Wenn Sie 76 kg wiegen, dann liegt Ihre Zieldosis bei >100µg (nicht mg!). 

Die exakte Dosis richtet sich nach dem TSH, der bei Ihnen ja auch noch zu hoch liegt und nach Ihrem persönlichen Befinden. Zunächst versucht man also den TSH in den Bereich von 0,5.2,0 mU/l zu bringen. Dann kann man die Dosis je nach Befinden noch etwas erhöhen oder zurückgehen.

Das System L-Thyroxin - TSH ist "träge". Es dauert etwas bis sich ein "steady state" einstellt. 

Antwort
von cero164, 16

Ich habe ein ähnliches Problem. Ich habe jetzt seit 2012 Schilddrüsenunterfunktion und habe die ganze Zeit die L-Thyroxin 75mg genommen und dass an einem Tag eine ganze Tablette am nächsten Tag eine halbe Tablette und zusätzlich noch die Jodit 100, bis wir dies raus hatten hat es sehr sehr lange gedauert, ich habe Schweißausbrüche nur von herrumsitzen bekomme und habe knapp 10kg nur durch die falche Dosis zugenommen. Aber das gehört ja nicht zu deiner Frage. Also im April hatte ich eine normale Kontrolle und es kam heraus, dass sie Dosis nicht mehr reicht und mein Hausartz hat mich auf 125mg hochgstuft. Davon bekam ich dann hohen Butdruck, Schwindel, Herzrasen usw.. danach hat er mich runter gesetzt auf 100mg und der Bluthochdruck,der Schwindel und das "schwarz"  vor Augen blieb auch also schicke mein Hausartz mich zum Radiologen der nahm mir Blut ab, da kam schließlich raus, dass ich eine Schliddrüsenentzündung habe und drufte daraufhin erstmal 3 Tage lang keine Tabletten nehmen und jz nehme ich mg die 75mg wieder aber nur eine halbe Tablette jeden Tag. In ein paar Wochen bekomme ich jetzt wieder Blut abgenommen mal schauen was raus kommt. Ich hoffe ich konnte dir vielleicht ein bischen helfen.

Antwort
von AliceF, 58

Eine solche Autoimmunerkrankung kommt selten allein.
Du solltest es in die Hand nehmen. Nehme es ernst, blindes Verlassen auf L-Tyroxin ist schlecht. Da es nicht heilt, sondern nur zeitweise etwas "gutes" vorgaukelt.

Das sind einige Ansätze.

- Blutwerte kontrollieren: Nebenniere(Cortisolspiegel, unbedingt. als Tagesprofil: mind 3 Blutabnahmen an einem Tag morgen, Mittag und Abend), Jod, Vitamin D3, B12 (nicht Cobalamin sondern Holotranscobalamin messen), Eisen (nicht Eisen sondern Ferritin messen) sowie auf event. Candida-Infektion....

- Weitere Autoimmunerkrankungen bekannt? Sollte man checken lassen. (u.a. Diabetes, Glutenunverträgl, Gastritis)

- Seelische Aspekte sollten möglichst eliminiert werden, sofern vorhanden. 

- Ernährung umstellen: (Getreide vor allem glutenhaltige), Soja,
Milchprodukte, Industrienahrung vermeiden.... Informiere Dich über „Paleo“-Ernährung....


Kommentar von Vazzu ,

Das klingt ja alles schon etwas verunsichernd.

Keine weiteren mit bekannten krankheiten.

Ein paar seelische belastungen habe ich auf grund von familieärer probleme und probleme mit dem amt.

Mein arzt sagte das es durch die einstellung mit dem medikament bald wieder geht... 

Was waere denn wenn ich das alles nicht umstelle ? Und diese tests ? Habe noch nie von soetwas gehoert.

Vielen dank fuer deine antwort.

Kommentar von AliceF ,

Mein arzt sagte das es durch die einstellung mit dem medikament bald wieder geht... 


Ja, der Arzt quckt sich in der Regel die "TSH"-Werte (welche durch Einnahme von L-Tyroxin künstlich nach unten "gepuscht" werden) und gibt sich damit jedes Mal zufrieden. Das ist die traurige gängige Praxis. Den Mensch als Gesamtheit zu sehen ist dem Arzt meist leider fremd.
Das komplexe Autoimmungeschehen geht aber dennoch weiter und ist wie ein Feuer, das nicht erlischt und meist immer mehr im Körper angreift bzw. übergreift. Das kannst Du z.B. Anhang der Antikörperwerte sehen. Was sind Deine Werte? Insb. "MAK" auch TPO-Antikörper (Antikörper gegen Schilddrüsen-"Mikrosome), "TAK" (Thyreoglobulin-Antikörper), "TRAK" (TSH-Rezeptor-Antikörper)... ?

Kurz und knapp, das Thema ist recht komplex, wenn Du nicht in der Lage bist es selbst in die Hand zu nehmen suche Dir jemanden der sich damit nicht nur schulmedizinisch auskennt... Was genau mir de Schilddrüse Tag für Tag passiert, wenn Du nichts unternimmst, solltest Du bitte auf den zahlreichen Seiten zu dem Thema selbst recherchieren. Diese Tests erfassen ein Teil des kompletten Geschehens in Bezug auf Autoimmunprozesse. Aus Erfahrung spielt sich hier viel ab und da besteht der Handlungsbedarf. Aber ein Arzt der nur schulmedizinsch vorgeht wird darüber nichts sagen können/wollen oder gar dürfen, da er nach vorgegebenen starren Richtinien handelt.

Kommentar von StephanZehnt ,

Wie ist das eigentlich mit der  „Paleo“-Ernährung (Altsteinzeit 
2 Mio. bis 9500 vor Christus). wissen wir genau wie sich die Jäger und Sammler da ernährten oder ist das alles eher eine Vermutung?

Später in der Jungsteinzeit begann man mit dem Ackerbau und Viehzucht    Seit ca. 12000 Jahren nutzt man die Milch.

Nun schaut man einmal was man da so isst  da liest man etwas von Minipizzas (hatten das schon die Jäger und Sammler ?) sowie Wasserkefir  durch die Fermentation werden wertvolle Vitamine und regulierende Milchsäure produziert.

http://www.helles-koepfchen.de/artikel/2965.html

Also nun zurück zu der Zeit als die Menschen sehr viel Fleisch gegessen haben.  Die Veganer sind da wieder ganz anderer Meinung.

Man hat so das Gefühl aller drei Jahre kommt eine neue Diät und was aus den USA kommt muss natürlich gut sein. Ob sich die Menschen in dem Wirrwarr noch gesund ernähren.

Oder wie man z.B. in den USA sieht  wo doch einige Menschen so richtige Übergewicht haben und dadurch auch entsprechende Erkrankungen eher bekommen!

Wenn man schon Probleme hat sollte man sich nicht noch welche holen in  Form von Diäten udgl. die man nicht unbedingt nachvollziehen kann. Ob die dann auch Mangelerscheinungen hervorrufen können wenn man (Getreide vor allem glutenhaltige), Soja, Milchprodukte, vermeiden....
OK verwendet man z.B. Kokosmehl  500 g    5 €

Als Patient steht man da zwischen den Stühlen der Arzt verschreibt L-  Tyroxin (Hormon)  was nicht zum heilen gedacht ist sondern um den Hormonhaushalt in das Gleichgewicht zu bringen.  Gegen die Autoimmunerkrankung hilft es nicht.

Ja und dann gibt es die andere Seite zurück zur Natur wir schaffen Gesundheit. Nun ja da kostet halt ein wenig mehr. Wir heilen dafür alles so z.B.Neurodermitis wenn der / die Betroffene  Monate später einen neuen Schub bekommt wem interessiert das noch er  war halt geheilt.  usw. usw.. 

Kommentar von Vazzu ,

Kurze fragen dazu

Welcher arzt währe der richtige? (Nuklearmedizin?)

Hab freitag chinesisch gegessen, danach ist es bis jetzt extrem schlimm geworden... Kann das am gluten oder soja zb liegen?

Koennen diese antikoerper was damit zutun haben das meine muskeln so kaputt sind ?(fuehlen sich im bereich des bizeps an wie zerfressen[laut arzt nicht schlimm])

Danke fuer die antworten.

Kommentar von AliceF ,

Ein Endokrinologe ist für Schilddrüsenerkrankungen zuständig.

Es wäre ein reines Ratespiel, warum Dir nach dem besagten Essen schlecht geworden ist. Einmalige Symptome sind sowieso nicht aussagekräfitg. Bei chronischer Gastritis z.B. vertragen viele kein scharfes bzw. stark gewürztes Essen.

Schilddrüsenerkrankung hat sehr tiefgehende Auswirkung auf den ganzen Körper, da es hier ja um Hormonelles- und Autoimmungeschehen samt Entzündung geht. Muskelschmerzen sind dabei recht häufig.
Ja, es ist leider nichts neues, dass es für den Arzt solche Symptome weniger "interessant" und als "nicht schlimm" zu sehen sind. Für Dich aber, da Du tagtäglich damit fertig werden muss, sehr wohl ernst zu nehmen und ggf. recht belastend. 

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