Frage von Citrus, 35

Rupturiertes Bauchaortaaneurysma - Spätfolgen

Hallo, mein Vater hatte vor 2 Jahren ein rupturiertes Bauchaortaaneurysma und hat die Not-Operation überlebt. Vor ca. 10 Jahren hatte er einen Herzinfarkt und hat nun eine EF von 35-40%. Jetzt hat er ständig Beschwerden im Bauchraum, auch Flankenschmerzen. Ganz lange hat er Probleme mit Aufstoßen und Blähungen. Seine Blutwerte sind alle ganz normal und der Ultraschall von Nieren und Bauchraum hat auch nichts weiter gezeigt. Zu einer Magenspiegelung ist er leider nicht bereit.

Können die Beschwerden mit der Prothese um die Aorta zusammen hängen? Besteht eig die Gefahr das er noch weitere Aneurysmen hat? Oder kann es mit dem Herz Zusammenhängen? Es staut sich vlt alles und dies bringt Beschwerden. Gibt es eine Statistik zum Langzeitüberleben? Da seine Blutwerte vollkommen in Ordnung sind schließe ich weiteres aus.

Ich mache mir sehr große Sorgen was wohl als nächstes passiert. Die Ärzte müssten weitere Aneurysmen, zb an der Herzwand, bei den Untersuchungen doch erkennen, oder?

Vielen Dank vorab.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Citrus,

Schau mal bitte hier:
herzinfarkt Aneurysma

Antwort
von Riviera, 34

Dein Vater sollte doch lieber nochmal genauer untersuchen lassen, ob eventuell wieder ein aneurysma an seinen Beschwerden "schuld" ist. Das wäre nämlich schon ein gewisses Risiko, das er wirklich nicht eingehen sollte. Eine Magenspiegelung wäre ja gar nicht unbedingt nötig, man kann so ein aneurysma viel besser beim MRT erkennen. Das sollte er aber machen lassen, das sollte ihm seine Gesundheit wirklich wert sein. Ich wünsche ihm gute Besserung.

Antwort
von kathi47, 33

Hallo Citrus,

mein Vater ist vor 2 Jahren an einem Bauchaneurysma gestorben. Übrigens sieht man diese nicht immer bei einer Magenspiegelung sondern am besten bei einer Magnetresonanztomografie, Computertomografie oder auch bei einer Ultraschalluntersuchung.

Mein Vater hatte Wochen davor ständig Magenprobleme, so wie du sie beschreibst, ihm war immer übel, litt unter Aufstoßen, hatte keinen rechten Appetit. Das Herz war es nicht, da er damals voll durchgecheckt wurde, und ihm seine Ärztin ermunterte, dass er mit diesem Herzen 1oo Jahre wird.

Wochenlang bekam mein Vater Magenmittel verschrieben, die ihm absolut nicht halfen. Er entschied sich dann, sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen. Leider war es hierzu zu spät, Am selben Tag platzte das Aneurysma.

Ich habe grade jetzt erst gelesen, dass ihr einen Ultraschall gemacht habt. Das ist ja schon mal gut, dass da nichts rausgekommen ist. Ich würde die Ärzte w/dieser beiden Tomografien ansprechen, die ich erwähnt habe, ich denke, das es schon sinnvoll wäre, wenn dein Vater eh schon einen Infarkt und auch ein Aneurysma hatte.

Ich wünsche dir , dass sich alles zum Guten mit deinem Vater aufklärt. LG kathi47

Antwort
von bobbys, 31

Hallo,

die Bifurkationsprothese die dein Vater erhalten hat,hat nichts mit den Beschwerden zu tun.Vlt. hat er einfach nur einen nervösen Magen.

LG Bobbys :)

Aneurysmen sind oftmals Zufallsbefunde!

Antwort
von anonymous, 23

Herzlichen Dank für eure Antworten!!

Also mache ich mir vlt gar nicht unnötigerweise solche Sorgen ... die Variante nervöser Magen wäre mir am liebsten, wäre schön wenn es so einfach wäre. Er ist ein sehr hektischer Mensch und wer weiß, welchen Einfluss seine stressige Art auf seinen Körper hat.

Ein MRT kann er leider nicht mehr machen, da er letztes Jahr einen Defibrillator (ICD heißt das glaube ich) implantiert bekommen hat.

Aber mit einem Ultraschall der Bauchaorta erkennt man doch auch ein Aneurysma, oder? Diesen Ultraschall bekommt er nämlich jetzt jedes Jahr an der Uniklinik gemacht.

Ich wäre schon zu allen möglichen Ärzten gerannt, aber mein Vater zählt irgendwie auf seine "Selbstheilungskräfte" und will es gar nicht so recht wissen, so kommt es mir immer vor. Nur wenn es gar nicht mehr geht überlegt er zum Arzt zu gehen, aber da kommt nie was bei raus (Blutwerte zb alle super). Er achtet sehr auf seine Ernährung und hat zum Glück mit seinem Herzinfarkt aufgehört zu rauchen. Ich denke auch 25 Jahre 3-Schicht-Dienst muss seinen Körper mitgenommen haben.

Vlt kann ich ihn ja doch noch überzeugen zu einem anderen Arzt zu gehen, obwohl er sich da, wo nichts getan, anscheinend wohl fühlt :-(

Übrigens wurde seine Pankreaselastase letztes Jahr bestimmt und die lag unter 50. Das ist mW nach nicht optimal, weiß da vlt jmd mehr dazu?

Vielen Dank nochmals.

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