Frage von Vitalka, 521

Rückenschmerzen nach epileptischen Anfall

Hallo Leute, ich Frage das erste mal auf so einer Internetseite.

Ich habe am 15. Juni einen epileptischen Anfall gehabt, habe mich Mittags ins Bett schlafen gelegt und bin im Wohnzimmer aufm Sofa aufgewacht mit starken Rückenschmerzen, konnte mich kaum bewegen, musste mich auch die erste Woche Krank schreiben lassen. Mittlerweile ist es nicht viel besser geworden nach Physiotherapie und heute erste mal auch Akkupunktur. Die Wirbelsäule wurde dort geröntgt wo es schmerzt und wurde auch nichts gefunden. Teilweiße schmerzen auch die Rippen irgendwie hängt alles miteinander zusammen und habe das gefühl die richtige Ursache wurde jetzt noch nicht gefunden.

Wenn ich auf der arbeit mich bewege tut es mal an der Wirbelsäule weh mal an den Rippen mal sind die Muskeln verspannt. Ich weiß auch nicht mehr weiter ich bin müde von diesen schmerzen. Was soll ich tun?

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Antwort
von Vitalka, 521

Ich danke euch erstmal für die vorstellenden und ausführlichen Antworten, es ist halt so das mich am meisten der Schmerz der auf der Arbeit kommt stört um so länger ich auf den Beinen stehe umso schmerzhafter ist der ganze Rücken. In 2 Wochen habe ich dann endlich 3 Wochen Urlaub dann werde ich mich denke ich gut erholen können ohne diese Tägliche Belastung auf der Arbeit. Sollte ich den Rücken denn jetzt bewegen oder Bewegungen eher vermeiden?

Antwort
von tani2000, 481

Hallo Vitalka, das klingt ganz nach einem Hexenschuss oder besser gesagt ein Verrutschen einer Bandscheibe durch extreme Belastung der Wirbelsäule beim Anfall. Dabei wurde ein Nerv eingeklemmt und der ist jetzt entzündet. Sofort helfen kann eine Cortixonspritze in der Nähe des Nervaustritts aus der WS. Besser aber du liest mal auf dieser Webseite nach.

http://www.ratgeber.web8000.de/html/anzeichen-bandscheibenvorfall.html

Antwort
von Vitalka, 396

Noch eine Sache, wärme hilft zb. Wärmepflaster oder Salben. Sollte ich damit weiterarbeiten?

Antwort
von bethmannchen, 266
Teilweiße schmerzen auch die Rippen irgendwie hängt alles miteinander zusammen und habe das gefühl die richtige Ursache wurde jetzt noch nicht gefunden.

Für mich klingt das auch "nur" nach einer extremen Zerrung/Stauchung, danach lange in falscher Haltung, evtl. dabei auch noch ausgekühlt durch Zugluft. Möglich ist auch, dass du gestürzt oder irgendwo angestoßen bist; dann würde man aber wohl eine Prellung sehen.

So etwas kann sich so schlimm anfühlen, als wären einem sämtliche Rippen zu lauter 2-cm-Trümmern zerbrochen. Gebrochen ist dann aber gar nichts, sondern der Brustkorb gezerrt oder gestaucht worden.

Unsere Rippen sind keine langen durchgehenden Knochen, sondern lauter Stücke, die mit Knorpeltaschen miteinander und mit der Wirbeläule und dem Brustbein verbunden sind. Die kann man sich vorstellen wie lauter doppelseitige Filzstiff-Kappen aus Knorpel. Unsere normalen fließenden Bewegungen lassen unsere Knochen sich minimal in diesen Knorpeltaschen bewegen, z.B. beim Atmen, Oberkörper drehen, bücken, strecken...

Bei zu ruckartigen Bewegungen, werden die Knochen aus den Knorpeltaschen gerissen bzw. hineingestoßen. Die mögen es nicht, weil sie übermäßig strapaziert und leicht beschädigt werden.

Und überall an diesen Stellen setzen gegenwirksame Muskelfasern an. Zieht die eine Faser sich zusammen, muss ihr Gegenspieler loslasse. Bei einem Krampf macht er das aber nicht. Und so "überhebt" sich der zusammenziehende Muskel und es kommt zu "Extrem-Muskelkater", also feinen Rissen in dem Muskel. Und wenn das viele machen, dann hat man hinterher richtige viele verletzte kleine Muskelchen mit den Schmerzen, die das bringt.

Bei einer Stauchung des Brustkorbs, werden die Knochen mitsamt den Muskeln daran, die ja eine gewisse Grundspannug haben auch ruckartig in eine "falsche Richtung" gestoßen. Die Folgen sind das selbe, feinste Muskelfaserrisse und gestresste Knorpeltaschen.

Dir bleibt wirklich nichts anderes übrig, als mit der Physiotherapie weiter zu machen. Und nur zwei mal die Woche eine Stunde, und dazwischen Business as usual reicht da nicht aus. Damit das schneller geht, musst du ständig etwas für deine gequälten Muskeln tun:

Auskühlen vermeiden: nicht halbnackt herumlaufen oder auf kühlen Boden legen. Zugluft ist für deinen Rücken jetzt Gift.

Schonhaltungen vermeiden: Immer schön gerade halten, nicht in die Hängematte legen, oder auf das Sofa hängen.

Beim Heben, Schieben, Ziehen schwerer Gegenstände an den Rücken denken

Ausreichend Trinken, damit der Körper Nährstoffe zur Baustelle und abgebautes Zellmaterial von der Muskel- und der Knorpelreparatur abtransportieren kann. Damit Muskeln und Knorpel geschmeidig bleiben braucht man auch mehr Flüssigkeit.

Zuckeraufnahme reduzieren (Cola z.B, ist tabu) damit das Säuremilieu in den Muskeln optimiert wird und dir der Zucker keine wichtigen Mineralien mopst.

Auf gesunde Ernährung achten, denn von nichts kommt nichts.

Kommentar von gerdavh ,

Sehr ausführlilche Antwort!

Antwort
von doktorhans, 246

Erneut physiotherapeutische Anwendungen (z.B: Fango) zur Lockerung der Muskulatur verschreiben lassen!

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