Frage von kathi47, 1.491

Rippenfellkrebs, Chemo schlägt nicht an

Bei meiner Cousine ist vor ca. 1/2 Jahr dieser Krebs diagnostiziert worden. Sie ist erst Anfang 50, hatte aber schon etliche Jahre zuvor immer wieder einen trockenen Husten, damals Ursache unbekannt. Im vergangen Herbst erlitt sie dann Atemnot, und es wurde Wasser in der Lunge festgestellt, dann bekam sie die Diagnose Rippenfellkrebs, auch Lunge und Herz sind schon in Mitleidenschaft gezogen. Operiert kann sie erst werden, wenn die Chemo anschlägt, doch bisher war die Chemo erfolglos. Wie stehen die Chancen meiner Cousine, habt ihr schon Erfolge mit der Fieberteraphie gehört, Krebs verträgt angeblich keine Hitze? Was ist mit der ketogenen Ernährung? Antwortet mir ganz ehrlich, wir wissen im Grunde genommen, dass meine Cousine wahrscheinlich den Krebs nicht besiegen kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von alegna796,

Wenn die Ärzte eine Fiebertherapie vorschlagen, würde ich das unbedingt in Erwägung ziehen. Eine ehrliche Antwort von mir: nutzt die Zeit und verbringt solange es geht eine schöne Zeit miteinander, erfüllt ihr die Wünsche, die sie hat und seid immer für sie da. Es kommt darauf an, wie sie selbst ihre Erkrankung sieht, ob sie sich mit ihrem Schicksal abfinden kann, ob sie Kampfgeist hat oder nicht. Der Wille verbringt ofmals Wunder (ich spreche aus eigener Erfahrung). Auf jeden Fall soll man ihr nichts aufzwingen, das was sie selbst möchte, sollte getan werden. Alles Liebe.

Kommentar von kathi47 ,

Danke alegna796

Meine Cousine versucht jeden Tag zu geniesen, denkt nur noch bis zum nächsten Tag, sagt aber auch "ein paar Jahre würde ich schon noch leben wollen", den Willen zum Leben hat sie allemal und vielleicht geschieht noch ein Wunder, warum nicht?!

Mit der Fiebertherapie muss ich sie mal vorsichtig ansprechen, denn sie bekommt ja soviel gutgemeinte Tipps, dass sie dessen schon überdrüssig ist, das ist echt 'ne Gradwanderung, man möchte helfen und weiß halt nicht wie.

Freut mich für dich, dass dich dein Wille genesen hat lassen, ich bin auch tief überzeugt, dass der Glaube (und der Wille) heilen kann.

Bleib gesund!

Kommentar von alegna796 ,

Danke fürs Sternchen und alles Liebe für Euch.

Antwort
von Reggie,

Wenn der Krebs schon so weit fortgeschritten ist, wird eine ketogene Diät auch keine Heilung bringen. Einen Versuch ist es allemal wert. Als unterstützende Maßnahme oder zur Vorbeugung einer erneuten Erkrankung schon eher. Was ist eigentlich mit Bestrahlung?Ist das möglich bei ihr? Die wievielte Chemo hat sie denn schon? Wenn es die erste war, könnte man doch noch die zweite machen und schauen wie es wird....darüberhinaus kann ich auch nur raten, die Zeit mit ihr noch so schön wie möglich zu verbringen......wünsche euch viel Kraft dafür.

Kommentar von kathi47 ,

Meine Cousine hat vor nicht ganz 2 Wochen schon die dritte Chemo bekommen, nächste Woche muss sie wieder ein CT machen lassen, dann sieht man ob der Krebs nun operabel ist.

Bestrahlung scheint bei dieser sehr agressiven Krebsart nichts zu bringen (da wahrscheinlich durch Asbestfasern ausgelöst, der Krebs bricht in der Regel erst nach ca. 20 Jahren aus,deshalb ist er um so heimtückischer)

Vielen Dank für deine Worte, und hoffen wir, dass uns so eine Krankheit erspart bleibt. Grade wenn man eigentlich noch zu jung zum Sterben ist.

Antwort
von anonymous, 1.491

Der Rippenfellkrebs(Pleuramesotheliom) ist eine Krebsart mit einer allgemein sehr schlechten Prognose,der wie zB. auch der Bauchspeicheldrüsenkrebs letztlich für die meisten Patienten einem Todesurteil gleichkommt.Dennoch:Wird ein Pleuramesotheliom frühzeitig diagnostiziert kann operiert und eventuell adjuvant(unterstützend) behandelt werden und es besteht durchaus noch die Möglichkeit geheilt zu werden!!!Erfahrungsgemäss wird die Diagnose leider aber oft sehr spät gestellt.Eine Fernprognose ist nicht möglich,aber es ist zu bedenken das eigentlich keine Tumorerkrankung genau wie die andere verläuft.Von Fiebertherapie und ketogener Ernährung(Was immer das ist!) sind sicher keine Heilungschancen zu erwarten!!!Im betreffenden Fall scheint die Prognose schlecht zu sein,aber genaueres kann aus der Ferne nicht beurteilt werden!Der Hauptrisikofaktor für den Rippenfellkrebs ist übrigens Asbeststaub!!!

Kommentar von kathi47 ,

Meine Cousine war letztens bei mir, hatte die 4.te Chemo vor ca. 6 Wochen, wieder ohne Erfolg, sie kann demnach nicht operiert werden. Die Ärzte haben ihr jetzt auch gesagt, dass man sie nicht heilen kann. Sie hustet jetzt zwar nicht mehr beim Sprechen, dachte fast "na wenigstens etwas", doch plötzlich bekam sie irrsinnige Schmerzen im linken Rückenbereich, so dass sie hinterher, als der Schmerz nachließ, schweißgebadet war. Sie hatte diesen Schmerz so noch nie erlebt, und will nun nicht mehr über diese Krfankheit reden und auch keine Tipps mehr bekommen, da sie diese zu genügend bekommt.

Momentan kann man ihr nur noch helfen, in dem man den Krebs ignoriert und über ganz normale Dinge spricht. Es ist sehr schwer, wenn man überhaupt nicht helfen kann.

Antwort
von anonymous, 1.370

Hallo Kathi47 , erst einmal Hoffe ich das es deiner Cousine Besser geht. Habe aber selbst keine guten Erfahrungen gemacht, meine Mutter ist daran letztes Jahr kurz vor Weihnachten daran Gestorben.Bei ihr war es genau so wie bei deiner Cousine ( die Diagnose ). lieben Gruß anni

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