Frage von franctothecesca, 82

Rezept abgelaufen, Apotheker stellt mir jetzt via Anwalt eine Rechnung und droht mit einen Verfahren vor Gericht. Muss ich zahlen?

Ich habe vor 11 Monaten drei Rezepte eingelöst, die leider abgelaufen waren. Der Apotheker hat mich jedoch nicht daraufhin gewiesen. Hätte er mich darauf hingewiesen dann wäre ich zum Arzt gegangen und hätte gültige Rezepte geholt. Da ich in der Zwischenzeit umgezogen bin, habe ich weder eine Rechnung per Post erhalten oder auch die Mahnung zum bezahlen der Rechnung. Nun 11 Monate später habe ich Post vom Anwalt des Apothekers erhalten der nun sein Geld fordert. Nun Frage ich mich, ob der Apotheker nicht rechtlich Verpflichtet ist mir zu sagen das ein verschreibungspflichtiges Rezept abgelaufen ist und ob ich diese Rechnung nun tatsächlich zu zahlen habe.

Ich würde mich freuen wenn mir da jemand rechtliche Auskunft geben könnte Danke

Antwort
von Taigar, 56

Meiner Meinung nach musst du Zahlen, du hättest vor Abgabe Wissen müssen dass das Rezept abgelaufen ist. Immerhin weißt du ja wann du es vom Doc erhalten hast.

Wenn du es dennoch auf Gut Glück versuchst kann man dir Absicht unterstellen. Sicherlich hat der Apotheker auch gegen die Sorgfaltspflicht verstoßen. Ändert aber nichts daran dass er dies am Ende bemerken und reklamieren kann.

Fehler passieren halt, ist halt für dich Dumm gelaufen aber es hätte ja auch so laufen können dass der Apotheker das später bemerkt und kommentarlos selber gezahlt hätte .. Dann hättest du ihn geschädigt, wäre auch nicht sonderlich Fair.

Das einzige was ich den Apotheker bissl Ankreide ist dass er dir nicht vorab selber ein Schreiben geschickt hat mit Bitte auf Klärung des Sachverhalts. Aber nun gut.

Mein Tipp: Zahl es, es war nämlich auch teilweise dein Fehler.

Hinweis: Bin kein Jurist, dies stellt also keine Rechtsberatung dar sondern ledeglich meine Meinung.

Kommentar von Winherby ,

Ich würde dann einen Vergleich anbieten, halbe-halbe, oder ähnlich. Das ist allemal billiger, als ein Prozess. LG

Antwort
von Winherby, 38

Wenn wir/ich Verordnungen von unseren Patienten angenommen haben, dann haben wir immer als erstes auf das Ausstellungsdatum geschaut, also die Gültigkeit des Rezeptes überprüft. War ein Rezept zu alt, haben wir den Pat. damit zurück zum Arzt geschickt. 

Jeder Therapeut weiss doch sehr genau, dass wir die Behandlungen nicht bezahlt bekommen, wenn wir ein ungültiges Rezept annehmen. Und das Gleiche gilt mMn auch für den Apotheker, daher liegt die Schuld an dem Problem primär beim Apotheker.

Allerdings verstehe ich die Patienten nicht, die  wg. Beschwerden zum Arzt laufen, eine Verordnung/Rezept bekommen und dann nicht sofort zur Therapie/Apotheke gehen. Was soll das, haben die nun Beschwerden oder nicht? Soviel anderes Wichtiges kann es doch garnicht geben, dass ich so lange die Rezepte verschludere und meine Gesundheit vernachlässige.

So gesehen ist dieses unerklärliche Fehlverhalten des Patienten der sekundäre Auslöser des Problems.

Daher würde ich dem Apotheker einen Vergleich anbieten, sodass jeder die Hälfte der Kosten übernimmt. LG

Kommentar von sonne123 ,

So würde ich es auch sehen. Dem Patienten trifft nicht die alleinige Schuld. Der Apotheker hätte schauen müssen, ob das Rezept gültig ist. Da finde ich diesen Kompromiss schon angemessen. 

Es steht ja zudem die Frage im Raum, ob der Patient wissentlich das ungültige Rezept eingelöst hat oder nicht. 

Nach 11 Monaten mit Gericht drohen, ohne Mahnung usw.....Nicht die feine Art. Umzug hin oder her. 

Ehrlich gesagt, ich wusste bisher auch nicht, das man nur 4 Wochen Zeit hat. Von daher finde ich es nicht ungewöhnlich, mache ich ab und an ebenfalls so ( natürlich innerhalb des Zeitraumes). 

LG 

Antwort
von DerGast, 44

Ich würde mich freuen wenn mir da jemand rechtliche Auskunft geben könnte

Das darf nur ein Anwalt!

Antwort
von kreuzkampus, 31

Mein Rat: Ruf' mal bei Deiner Kasse an. Die können Dich über die Rechtslage bestimmt informieren.

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