Frage von FloBier 20.10.2011

Rauchen aufhören

  • Antwort von polar66 20.10.2011
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo FloBier,

    auch von mir ein GLÜCKWUNSCH zu dieser Entscheidung und auch für die Umsetzung. Ich weiß, dass das nicht so einfach ist. Ich kenne einige Menschen, die ähnlich reagieren wie du, nämlich mit mieser Stimmung. Aber warum? Freu dich darüber, dass du so stark bist, dass du deine Entscheidung umgesetzt hast. Du bist stark und du mußt Vertrauen in dich haben.

    Die Antwort von FranzJosefNeffe finde ich auch sehr gut. Wie er schon sagt: Du bist der Chef.

    Beschäftige dich in deiner Freizeit mit Sachen, dir Spass machen. Belohne dich hin und wieder mal für das, was du schon geschafft hast.

    Ich habe selbst auch vor 11 Monaten aufgehört zu rauchen. Und ich freue mich darüber. Erst gestern hatte ich so eine Situation in der ich gedacht habe: Verflixt, jetzt ne Zichte und dann würde es mir erst mal besser gehen. Ich hatte mich gestern längere Zeit über etwas geärgert und dann kam halt dieser Gedanke. Aber: WAS wäre denn besser geworden, wenn ich meinem Verlangen gestern nachgegeben hätte? NICHTS! Ich hätte mich später noch zusätzlich geärgert, dass ich rückfällig geworden wäre. Also hab ich stattdessen was für mein Belohnungszentrum getan. Ich bin in ein Cafe gegangen und hab mir einen Cappuchino gegönnt. zurücklehnlächelaugenschließ

    Und wenn du so etwas o.ä. machst wirst du sehen, dass du gelassener wirst mit der Zeit. Du packst das. Alles Gute für die Zukunft wünscht polar66

  • Antwort von cyracus 20.10.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Glückwunsch zu Deinen ersten qualmfreien Wochen.

    Du bist gerade in der Phase, in der Dein Körper das Nikotin aus dem Körper schmeißt / abbaut. - Anders als sonst (er baute ja auch sonst ständig Nikotin ab, sonst wärest Du ja ganz schnell tot gewesen), also anders als sonst kriegt er nun nicht den Nikotinnachschub.

    Er war also gewöhnt an die Schwankung Nikotinvergiftung - schnell Nikotin abbauen - Schmacht - erneut Nikotinvergiftung - schnell Nikotin abbauen - Schmacht ... usw.

    .

    Das Tückische am Nikotin ist ja, dass sieben Sekunden nach dem ersten Zug das Nikotin die Gehirnschranke überwindet (darf eigentlich gar nicht sein) und manipuliert das sogenannte Belohnungszentrum (medizinisch: nucleus accumbens). - Wenn Du mehr darüber wissen willst, google mit

    rauchen nucleus accumbens

    Möglicherweise schmachtet Dein Körper jetzt ab und zu nach der ihm gewohnten Vergiftung, weil er die doch so gewohnt war. - Wir Menschen sind Gewohnheitstiere.

    .

    Wir haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen „Gewohnheitsviech“. Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den „Autopiloten“ integriert.

    .

    Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch mit der neuen Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es in diesem Fall so Dein Leben erschwert.)

    .

    Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Deine alte Handlung Dein Leben erschwert und Dich vielleicht sogar krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

    Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du mit Deiner neuen Art zu handeln überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

    Boss über Dein Leben bist aber Du, nicht Dein Autopilot! Der ist nämlich Dein Diener.

    .

    Unser Autopilot reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

    .

    Sehr gut die Motivation unterstützend dieser Blog-Eintrag mit vielen lesenswerten Kommentaren darunter:

    Welche Begleiterscheinungen hat der Nikotinentzug?

    http://nichtraucher-zigaretten.de/nikotin/welche-begleiterscheungen-hat-der-niko...

    Auch warum Süßigkeitshunger verstärkt auftreten kann, und wie man am besten damit umgeht, wird hier sehr gut erklärt.

    .

  • Antwort von berta 25.10.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hallo flobier,

    bin auch eine EHEMALIGE ;-)

    ich habe vor 2 1/2 jahren aufgehört > von heute auf morgen.

    KEINE entzugserscheinungen gehabt > ab und an (nur ganz kurzfristig) ein verlangen nach ner fluppe in bestimmten situationen. aber auch DAS gefühl war nach ein paar monaten TOTAL weg. und ICH habe jahrzehntelang geraucht.

    das mit der miesen stimmung gibt sich (und garantiert auch diese träume) > nur dem "verlangen" nicht nachgeben und wieder eine anzünden. das wäre der größte fehler, den du machen könntest.

    hier wirds beschrieben > WARUM:

    • Nikotin ist ein starkes Nervengift und wirkt auf das zentrale Nervensystem. Zwischen bestimmten Synapsen in unserem Gehirn werden durch Botenstoffe Signale ausgetauscht. Nikotin wirkt direkt auf das Belohnungszentrum in unserem Gehirn. Wenn wir uns glücklich fühlen, werden dort bestimmte Signale von Sender-Synapsen abgefeuert und von den Empfänger-Synapsen empfangen. Dadurch entsteht ein angenehmes Gefühl. Das Nikotin ersetzt nun den Botenstoff und wenn es durch das Rauchen in das Blut gelangt, feuert es direkt auf die Empfängersynapsen. Diese werden dabei wesentlich stärker stimuliert als über den normalen Botenstoff. Dadurch empfinden wir bei unserer allerersten Zigarette, oder bei einer Zigarette nach einer langen Pause, Schwindel und einen leichten Rauschzustand. Die Synapsen jedoch schützen sich sehr schnell gegen die übertriebene Stimulation, indem sie sich entsprechend abhärten, also eine Art Schutzfilm bilden gegen den Nikotin-Botenstoff. Aus diesem Grund müssen wir die Dosis immer weiter erhöhen.

    • Was aber viel schlimmer ist, wenn der Nikotinpegel sinkt und die normalen Botenstoffe wieder übertragen werden, so ist diese Übertragung nun ebenso gedämpft da sich die Synapsen durch das Nikotin abgehärtet haben. Das ist genau der Grund, warum wir dieses unwohle Gefühl empfinden, wenn der Nikotinpegel sinkt. Die Synapsen sind durch den Nikotinbeschuss abgestumpft und nun fühlen wir uns ohne Nikotin nicht mehr so wohl wie wir uns gefühlt haben, wo wir noch Nichtraucher wahren. Das zwingt uns immer wieder erneut die Droge Nikotin einzunehmen, um uns so wieder in den Normalzustand zu bringen, den wir als Nichtraucher die ganze Zeit haben!

    http://viel-rauch-um-nichts.de/nichtraucher/koerperliche-abhaengigkeit.html


    du könntest deinen ganz dollen frust vielleicht auch durch schreiben in nem forum abreagieren > da sind nämlich "gleich-betroffene". der link dazu ist im kommentar unten.

    GANZ VIEL DURCHHALTEVERMÖGEN wünsche ich dir!!!

  • Antwort von 8rosinchen 24.10.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hallööchen,

    • danke für diese wertvolle frage...

    • auch weil diese frage viele wunderbare antworten ausgelöst hat...

    • alles gute

  • Antwort von FranzJosefNeffe 20.10.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    DU bist DER CHEF Deiner Kräfte. Du schreibst hier als ob Du der Sklave wärest. Wie sollen Deine Kräfte auf die Idee kommen, dass diese rumhängende Type der Chef ist??? Sie fragen sich ständig: "Wann kommt der Chef endlich und nsagt uns, was wir tun sollen und wie wichtig wir sind?" Du weißt doch, was ein CHEF zu tun hat, damit sich seine Fachkräfte für ihn voll ins Zeug legen. Wenn Du also die Talente scho hast dafür, warum machst Du mit ihnen nicht das, wodurch Du Dich als glücklichen Chef erleben kannst???? Wenn Du einen Schnellkurs brauchst, tät ich Coués kleines Buch über Autosuggestion - das ist der eigene Einfluss - lesen. Guten Erfolg! Franz Josef Neffe

Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!