Frage von dustywoman88, 51

rat gesucht von psychologen - was wird er unternehmen?

hallo

ich vermute dasich eine art der sozialen phobie habe. hab bereits mit einem psychologen am telefongesprochen wegen einem termin, den werde ich am montag vereinbaren wenn ich meinen kalender von arbeit vor mir habe.meine situation: ich bin podologin. hier habe ich keine probleme im menschenontakt. ganz im gegenteil ich komme super mit allen patienten und kunden zurecht, rede viel mit ihnen über medizinisches sowie auch privates (Weil ja viele schonjahre lang zu mir kommen und man viel weiss) . mein problem liegt wo anders. ich mahe mir nicht viel aus feiern. hab ich noch nie. wird ohl auch ein symptomsein. aber wenn ich mal mitgehe hnge ich an meinem freund. ich kann einfach nicht mit andren reden etc. also wenn mein freund dabei ist geht es nch minimal besser, aber wen ich allein zu elchen gehen soll und mich mit denen befassen soll geht es nicht. es ist nicht das ich panikattacken hab. ich hab (glaub ich) angst davor allein in ner gruppe zu stehen und einfacch nicht mitrede zu können-da ich doch andre interessen hab (z.b. trinke ich keinen alkohol mussmich dafür jedesmal wenn man auf feiern was angeboten beommtrechtfertigen, eine sagte mal wasmir das denn bringen würde nix zu trinken, sie könne das gar nich verstehen- JA HALLLO? wird man nicht akzeptiert weil man nix trinkt????? )wiederum interessiert es mih auch nicht was andre machen und so und wüsste nich worüber ich mit denen reden soll (bestimmt wieder ein symptom) hat ne art von abschottung-innerlich. mein freund nervt es wenn ich nur an ihm hänge wen ich ab und an mal zu feiern mitgehe. daher jetzt der psychologe um mir/ uns zu helfen. aber ich verstehe nicht das es bei meiner arbeit ganz anders ist. sobald es im privaten bereich ist bei feiern etc ist das ganz anders. kann mir das jemand bissl erklären? und was macht ein psychologe da? (ihr merkt und wisst das das problemwas dahinterliegt tiefer liegendistund es da einige ursachen gibt-aber da müsste ich jetzt hier zu viel schreiben und erklären evtl per pn.)

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Antwort
von bethmannchen, 26

Was man mit Kunden/Patienten spricht, ist nicht mit einer Unterhaltung mit Freunden und Bekannten oder auf Partys zu vergleichen. Auf dem fachlichen Sektor kennst du dich aus und bist kompetent, deshalb fällt dir die Thematik leicht. Was du dann an persönlichen Dingen noch mit Patenten und Kunden austauschst, ist nur Smalltalk, Bauchpinseln, Zeit totschlagen. Auch wenn du beim nächsten Termin dann etwas davon wieder aufgreifst, es ist nur Chit-Chat, eingehen auf einen Kunden, der nach spätestens einer Stunde wieder aus der Tür geht.  

Trifft man sich mit Freunden und Bekannten, führt man andere Gespräche, und die sind "gewichtiger". Sie gehen auch viel mehr in die Tiefe. Diese Menschen stehen einem ja auch näher, unterhalten sich bei anderen Gelegenheiten in anderen "Runden" ebenfalls, und man ist da mehr "mitten drin". 

Irgendwie scheinst du dich damit schwer zu tun. Aber von einer Sozialen Phobie würde ich da noch längst nicht ausgehen. Du setzt sich meiner Meinung nach da viel zu sehr unter Druck. Auch da muss man nicht stets druckreif reden und permanent etwas absolut geistreiches von sich geben.  Du hängst für dich da die Latte viel zu hoch. Weil du dich überfordert fühlst, hast du eine Aversion entwickelt. Mehr wird das nicht sein. 

Dir geht es in solchen Runden sicher ähnlich wie mir. Es gibt unwahrscheinlich viele Themen, die mich interessieren, und bei denen ich "mitreden" kann. Sobald ich mich aber mit solchen Plattheiten befassen soll a la Rosamunde Pilcher, Fernsehserien, Schluderkram und Tratsch, Inhalt der Regenbogenpresse, Fußball, Sport generell... verdreh' ich innerlich die Augen, mach die Durchzugklappe gaaanz weit auf und gebe nur hin und wieder passende soziale Grunzlaute von mir. 

Wenn ich es dann nicht schaffe, ein für mich interessantes Thema "aufs Tapet zu bringen", dann lass ich das eben - so what. Dann ist heute das Niveau eben da unten und jedes Gespräch völlig an mir vorbei. Vielleicht bin ich an dem Tag schlecht drauf, dass ich gerade nicht den richtigen Dreh finde - was soll's. Dann ist das eben mal so.

Und dann habe ich auch festgestellt, dass es nicht so viel neues unter der Sonne gibt, wie man gemeinhin immer annimmt. Da kommt dann das gaaaanz tolle neue Rezept - ich mach das schon seit Jahrzehnten so, nehme statt Milch nur Wasser ;-) Der Kleine ganz schon vier Schritte ganz alleine laufen! welch Wunder! - das machen alle Kinder zwischen 10 und 14 Monaten so, es geht schließlich keiner kriechend durch die Welt. 

Man merkt deutlich, dass du dich von so kleinen Kritteleien an deiner Person etc. viel zu sehr beeindrucken lässt. Bleib doch lockerer. ich kenne das, wie sicher jeder andere auch, genau so. Waaas, du hast keinen Fernseher?! Du schminkst dich nicht?! "Nö" - und Punkt. "Trotzdem nicht" - und Punkt. "Ich seh' da keinen Sinn drin" - und Punkt. Zuletzt kommt dann das berühmte und allseits bekannte etwas angesäuerte: "Na ja, das muss ja jeder für sich selber wissen!" - "Tja" - und damit kannst du mir gern den Buckel runter rutschen, wenn du magst, dabei  auch mit der Zunge bremsen; liebe Tante - Die Gedanken sind ja frei.

Ich muss meine Meinungen, Ansichten und Entscheidungen doch nicht rechtfertigen, wie komme ich mir da vor! Ich bin doch ein freier Mensch! Wo jeder das Recht hat seine eigene Meinung zu sagen, hat auch jeder andere das Recht, nicht hinzuhören - und Punkt.  

Man muss da nicht bei jeder Kritik eine Festung um sich herum bauen. Die anderen werden dann ja unweigerlich auch mit eine Rammbock auffahren. Ein breiter Sandstrand tut es auch, da können die Brecher dann gaaanz sanft und schadlos drauf auslaufen ;-) Komm bei so etwas mal aus dem Kreuz und sag dir einfach: "Ich bin ich" - und Punkt.

Um selbst in so einer Runde ein "Thema aufs Tapet zu bringen", muss man es einfach tun. Es hat wenig Zweck, sich dazu den Kopf darüber zu zerbrechen, was die anderen wohl gerne hören möchten oder was jetzt wohl gut ankommen könnte usw. Das ist die Latte, die du dir in unerreichbare Höhe legst. 

Es muss doch nichts weltbewegendes sein, die anderen kochen doch auch alle nur mit Wasser. Hör mal hin. Eins führt zum nächsten, und so kommt man vom Höckchen aufs Stöckchen. 

Das kann dir kein Psychologe beibringen. 

Kommentar von bethmannchen ,

Um ein Gespräch in Gang zu bringen, kann man sogar etwas erfinden. Münchhausen hat es damit zu Berühmtheit gebracht - seine Anekdoten kennt man heute noch. Dir ist sicher auch schon mal etwas harmlos blödes, witziges, erstaunliches... passier oder untergekommen - und wenn nicht, dann denk dir einfach was aus. 

Dir kann ein Patient etwas erzählt haben - wer weiß denn, ob es die eine Tante da überhaupt gab, und ob die dann auch tatsächliche so einen verrückten Hund hatte... Wen kratzt das. Ganz gleich was du vom Stapel lässt, es wird ja nicht die Welt bewegen. Und so ein Bisschen flunkern schadet niemand; solange alle Spaß haben, die Unterhaltung im Fluss bleibt ist das doch egal...

Wie oft erfindet man Notlügen, und das in den allermeisten Fällen doch nicht, weil man demjenigen Böse will. Da fragt jemand: "Wie findest du mein neues Kleid?" - Da würde wohl niemand batz folgendes sagen, und wenn es noch so sehr die Wahrheit ist: "Potthässlich, es macht dich dick und lässt dich alt aussehen. Du hättest es besser zwei Nummern größer kaufen sollen, und vorm Anziehen gerne noch mal bügeln können." Nee, nee; das macht man diplomatischer, eben mit einer Notlüge. Die tut nämlich niemandem weh.

Antwort
von martinahorst, 34

ein ganz herzliches hallo, ich kann sie sehr, sehr gut verstehen. auch ich trinke keinen alkohol, na vielleicht mal bei einer besonderen gelegenheit einen eierlikör, auch ich werde immer darauf angesprochen . eine feier ist nicht gleich eine feier. sie haben da sicher die falschen leute um sich, wahrscheinlich interessiert sie auch nicht die labergeschichten,denn in ihren beruf sind sie die jenige die sich im medizinischen auskennt und sicher auch ratschläge geben kann, da ergeben sich dann auch andere private gespräche. ich glaube nicht, daß es ein großes psychologisches problem ist, sie kennen bestimmt bei feierlichkeiten nur die falschen leute. alles , alles gute. ich habe es auch geschafft, bei labergesellschaften eine laberunterhaltung hinzubekommen. lg

Antwort
von Shivania, 22

Für mich scheint eine Antwort ganz einfach zu sein:

1. Im Beruf fühlen Sie sich sicher und kompetent.

2. In der Freizeit besteht Angst davor, inkompetent dazustehen.

Am besten ist es, diese Kompetenz langsam aufzubauen - die Termine beim Psychologen werden sicher dabei unterstützen, die Angst davor zu reduzieren.

Im Video gibt es tolle Anregungen dazu.

Viel Erfolg bei der Therapie.

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