Frage von Bobilopo, 31

Quecksilbervergiftung durch Altlast?

Hallo, vor etwas über einem Jahr habe ich mich für 2-3 Stunden in einer kleinen seit 16 Jahren lehrstehenden Fabrikhalle aufgehalten. Erst nachher wurde mir mittgeteilt, dass es sich hierbei um eine Quecksilber altlast handelt. Das Ganze ist jetzt wie gesagt über ein jahr her und es sind keinerlei Symptome für eine akute quecksilbervergiftung aufgetreten. Ich habe mich im Internet ausführlich über die auftretenden symptome informiert aber NIRGENDWO stand etwas davon WANN die Symptome denn eintreten. Und ist es überhaupt möglich sich in einer Altlast eine akute vergiftung einzufangen? ich danke schonmal im vorraus für Antworten

Antwort
von elliellen, 26

Hallo! Wenn du nur einmalig für ein paar Stunden dort warst, brauchst du nichts Gravierendes befürchten. Das, was den Körper am meisten belastet, ist eine Quecksilberbelastung über viele Jahre, entweder durch Einatmen oder durch die Abnutzung von Amalgamfüllungen, wenn wir säurehaltige Lebensmittel kauen, die Zähne putzen u.s.w. setzen sich kleine Mengen in den Zellen fest. Auswirkungen spüren wir leider erst sehr spät.

Du brauchst dir also wegen dem kurzen Aufenthalt keine Gedanken machen. LG

Antwort
von gerdavh, 24

Hallo, da kann ich Dich beruhigen. Man bekommt entweder eine akute Quecksilbervergiftung, also die Symptome treten sofort auf oder man hat eine chronische Quecksilbervergitung, wenn man über viele Jahre hinweg kleinen Mengen von Quecksilberdämpfen ausgesetzt ist. Da beides bei Dir nicht zutraf bzw. zutrifft, brauchst Dir nach einem Jahr überhaupt keine Sorgen machen. lg Gerda

Kommentar von Bobilopu ,

Hallo, danke für die Antwort :) lg

Antwort
von Wunderkind, 19

Schon die beiden Worte "akut" und "Altlast" passen nicht zusammen. Daher kann ich dich beruhigen. Wenn die Altlast damals nicht auf dich gewirkt hat, dann hast du jetzt auch keine akute Quecksilbervergiftung. Man kann sich zwar in Folge von Kontaminationen allerhand Spätfolgen einfangen, aber in diesem Fall mit dem Quecksilber halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich.

Antwort
von StephanZehnt, 15

Hallo Bobilopo,

nun Quecksilber wird erst gefährlich wenn wir es einatmen in einer bestimmte Konzentration. So z.B. wenn eine Sparlampe herunterfällt und dann das Quecksilber im gasförmigen Zustand sich im Raum verteilt.
Wie es bei Staub in einer alten Fabrik aussieht? Ich schätze in solchen alten Fabrikhallen wo zumeist die Fensterscheiben draußen sind ist die Staubentwicklung nicht ganz so riesig.

Wenn man von Altlasten spricht geht es zumeist um den Erdboden im Bereich der Fabrik.der belastet ist. Eine reine Quecksilberbelastung ist das nicht sondern oft verschiedene Stoffe.

Ein ganz anderes Thema ist Aluminium so haben Frauen Brustkrebs bekommen weil sie intensiv entsprechende Deo`s mit Aluminium benutzt haben. Nun werden Aluminiumsalze in Klärwerken benutzt zur Phosphorfällung (Eisensalze zu teuer) nun überwindet Aluminium die Blut - Hirnschranke.

Mehr zum Thema http://www.aerzteblatt.de/archiv/134394/Morbus-Alzheimer-Nach-Jahren-Auftrieb-fu...

Usw. usw.

VG Stephan

Kommentar von Bobilopu ,

Hallo, erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort :), kannst du mir auch sagen wann die ersten symptome für eine akute quecksilbervergiftung antreten? (im internet steht zwar viel darüber was für symptome auftreten jedoch steht absolut nirgendwo wann).

Kommentar von StephanZehnt ,

Es kann Dir Niemand genau sagen, der versucht seriös darauf zu antworten. Bei einer chronischen Vergiftung lagert sich das Quecksilber in verschiedenen Bereichen ab - Gehirn, Muskeln, Nerven. Man bringt solche Metallablagerungen in Verbindung mit Erkrankungen wie Fibromyalgie - M. Alzheimer usw..

Bei einer akuten Vergiftung mit Quecksilber kommt es innerhalb von sehr kurzer Zeit zu Symptomen wie Bauchschmerzen, Sie erbrechen sich und haben blutige Durchfälle. bis hin zu Nierenversagen udgl.

Die „normale“ mittlere tägliche Quecksilberbelastung durch die Nahrung und die Atemluft beträgt 20-25µg. Die WHO hält einen Wert von 45µg/d (d = Tag) für vertretbar. 400µg pro Tag werden als kritische Dosis angesehen. Als Richtwerte für die höchstzulässige Menge von Arbeitsstoffen (BAT-Werte = biologische Arbeitsstofftoleranz) gelten für:
  • metallisches Quecksilber und seine anorganischen Verbindungen 25µl/l im Blut und 100µg/l im Urin.
  • organische Quecksilberverbindungen 100µg/l im Blut (Quelle Medhost.de).

Da der Körper eine sehr geringe Menge über den Urin ausscheiden kann - entwickeln sich die Symptome auch schleichend Noch dazu wo wir auch andere Metalle in den genannte Bereichen ablagern! Bei einer Schwangerschaft bekommt ein Fötus auch über die Plazenta solche Stoffe. Je nachdem (Dosis) kann das zu schweren Hirnschädigungen führen.

Also wenn wie beschrieben erst ein Wert von 400µg pro Tag als kritische Dosis angesehen wird Da fragt man sich wie das dann im Körper aussieht.

Ja so ist es schwierig da zu sagen ab da ist die Grenze erreicht wo bei einer chronischen Vergiftung sich entsprechende Symptome darstellen die man genau der

So gibt es Symptome wie die Charakteristisch sind der Erethismus (= krankhaft gesteigerte Erregbarkeit) mercurialis mit Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Angstgefühlen, Sprachstörungen, sowie Konzentrations- und Erinnerungsschwäche. Motorische Störungen machen sich durch einen Tremor mercurialis bemerkbar.

Was wird ein Arzt zu solchen Symptomen wie erhöhte Reizbarkeit -Angstgefühle, Konzentrations- und Erinnerungsschwäche udgl. sagen. Alles Psychisch bedingt.

Es gibt natürlich jede Menge solcher Seiten - aber bei einer chronischen Vergiftung sagen die natürlich in Richtung Deiner Frage nichts aus. weil wir sehr kleine Mengen auch ausscheiden.

http://chemieplanet.org/wiki/Quecksilber

Kommentar von Bobilopu ,

okay, nochmal Danke :)

Kommentar von bethmannchen ,

Whow, was für eine ausführliche Antwort - 3 DH!

Im Wunderland trifft Alice auf der Nicht-Geburtstagsfeier den verrückten Hutmacher. Und im Englischen sagt man tatsächlich: Mad as a Hatmaker. Das stammt daher, dass früher zur Filzverarbeitung und dem Formen von Hüten Quecksilber eingesetzt wurde.

Antwort
von bethmannchen, 13

Diese Frage hattest du im Juli schon einmal gestellt

Wenn jemand über Jahre auch kleinen Mengen Quecksilberdämfen oder akut einmal großen Mengen von Quecksilberdämpfen direkt ausgesetzt ist, dann kann man von einer möglichen Schädigung ausgehen.

Früher nahm man Quecksilber zum Filzen von Wolle. Weil es das Gehirn angreift, ist der Hutmacher in der Story Alice im Wunderland auch ein bisschen verrückt.

In einer alten Fabrik, die seit 16 Jahren leer steht wird ja kein Quecksilber mehr offen herumstehen, dass da vor sich hin dampfen könnte. Und nur weil du da einmal durchgegangen bist, wirst du schon keine Schäden davon getragen haben. Du wirst schon keine akute Vergiftung haben.

Amalgam-Füllungen in den Zähnen, die man ja ständig mit sich herumträgt, wären da gefährlicher, als einmal auf einem mit Altlasten beladenen Grundstück sein. Da kannst du also ganz beruhigt sein.

Antwort
von brido, 12

So schnell gehts nicht, außer Du hättest Dämpfe eingeatmet oder was davon gegessen. Bei einem Jungen mit einer Energiesparlampe waren es erst ein Paar Wochen, hängt von der Menge ab.

Kommentar von StephanZehnt ,

Quecksilber verdampft bereits schon bei Zimmertemperatur!

http://www.enius.de/schadstoffe/quecksilber.html

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