Frage von Mondstaub2003, 44

Psychotherapie Bewilligung

Ich habe nach 25 Stunden keine Bewilligung mehr für weitere Stunden bekommen, da ich schon einige Krankenhausaufenthalte und 1 Reha hatte, meint der Gutachter nun ich hätte nun schon genug Therapien gehabt und solle nun alleine lernen mit dem erlernten klar zu kommen. Auch wenn es stimmt, dass ich auf einem guten Weg bin, so glaube ich, dass wenn ich gerade in der jetzigen Phase alleine gelassen werde, ich ganz schnell wieder in meine Depression zurück falle zumal sich teil Situationen bei mir noch nicht geändert haben. Meine Frage ob jemand weiss ob man noch gegen den Gutachter ankommt, da meine Psychologin meint dagegen hätte man kaum eine Chance. Danke schonmal im voraus

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Antwort
von Lydia304, 44

Du kannst Widerspruch dagegen einlegen, ich glaube innerhalb von 4 Wochen, die Frist müsste auf dem Schreiben von Deiner Krankenkasse stehen. Dann geht das Ganze an den Obergutachter, der erneut ein Urteil fällt. Das macht aber nur Sinn, wenn es Deine Therapeutin unterstützt, sie muss an den Obergutachter schreiben und Fragen beantworten. Allgemein sind sowohl Gutachter als auch Obergutachter wohlwollend. Entweder die Ablehnung ist bei Dir wirklich berechtigt, ober Deine Therapeutin hat nicht gut begründet. Es wäre vielleicht auch wichtig zu wissen, ob sie selbst hinter der Verlängerung steht? Wenn nicht, wirst Du keine Chance haben, es hängt alles von ihrer Begründung ab. In diesem Falle könntest Du es mit einem anderen Therapeuten noch einmal versuchen. Interessant zu wissen wäre auch, was die Begründung der Ablehnung genau war. Es könnte z.B. auch sein, dass der Gutachter meint, Ihr habt innerhalb der 25 Sitzungen nicht genug erreicht. Oder dass er die Störung nicht mehr für krankheitswertig hält. Das muss nämlich gegeben sein, es reicht nicht aus "Probleme" zu haben. Denn Psychotherapie ist eine Heilbehandlung, und Krankenkassen zahlen nur bei Störungen, die als psychische Krankheit eingestuft werden können (und nicht zu "alltäglichen Problemen", "normaler Lebensbewältigung" oder "Persönlichkeitsentwicklung" gehören). Das solltest Du vielleicht mit Deiner Therapeutin einmal klären. Viel Glück!

Antwort
von Novize, 40

Es gibt so etwas wie "austherapiert". Das heißt, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind und man keine Besserung mehr erwartet. Dann ist die Kasse nicht bereit noch in etwas zu investieren.

Es liegt auch an dem Gutachten, dass dein Psychologe an den Gutachter schickt. Denn eigentlich "kämpfen" die Therapeuten für ihre Patienten - meist erfolgreich. Ich kenne einen Fall, da geht die Frau seit 8 Jahren in eine Therapie und kein Ende in Sicht. Also vom Prinzip her geht es - man muss nur das "richtige" Gutachten für den Gutachter haben.

Antwort
von strudel,

Natürlich hast du eine Chance. Du kannst Wiederspruch einlegen und das tust du auch. Und zwar genau mit den Bedenken die du hier geäußert hast, nur noch ausführlicher. Sehr gut ist auch, wenn du dich mal mit der unabhängigen Patientenberatung in Verbindung setzt. Die geben dir auch gute Tipps.

Antwort
von willkommen,

Liebe Mondstaub, leider habe ich nicht soviel Ahnung, um dir sicher sagen zu können, dass ein Widerspruch sinnvoll wäre, da aber deine Psychologin meit, dass man kaum eine Chance hätte und sie wahrscheinlich die ist, die für dich kämpfen müsste, befürchte ich, dass du die Ablehnung akzeptieren musst.

Mich erstaunt, dass du schon einige Krankenhausaufenthalte und eine Reha hattest, dies zeigt zum einen, dass du schon ernsthaft erkrankt warst, behandlungsbedürftig, sogar stationär behandlungsbedürftig, andererseits, dass wirklich schon viel, sehr viel für dich getan wurde.

Dass dann der Gutachter sagt, für die Frau tun wir jetzt nichts mehr, die gewöhnt sich sonst daran, kommt nie wieder alleine zurecht, sie soll erstmal zusehen, dass sie das, was sie bereits an Hilfe bekommen hat, auch wirklich anwendet, scheint nachvollziehbar.

Es gibt wirklich Fälle, die durch permanente Behandlung nicht besser werden, sondern schlechter.

Du bist jetzt also allein, du musst zusehen, deinen Alltag so zu bewältigen, dass du nicht depressiv wirst, wieder depressiv wirst, im Augenblick scheinst du es ja nicht zu sein.

'Wenn ich nach unten sehe, bekomme ich auch Angst.' Du solltest jetzt nicht daran denken, dass du womöglich in wieder depressiv wirst, das macht Angst, sondern sieh gerade aus, evtl. sogar hoch!

'Jetzt geht es mir gut, es wird so bleiben, vielleicht wird es sogar besser.'

Deine Energie zu verschwenden um gegen 'Windmühlen' zu kämpfen, kann ich dir nicht empfehlen, du hast ja min. zwei Menschen gegen dich. Setze deine Energie ein für Dinge, die dir gut tun.

Antwort
von anonymous,

leider weiss ich nicht wie ich richtig auf deine Antwort schreiben kann, deswegen dann doch auf diesem Wege. Du hast natürlich vollkommen Recht, dass ich nach vorne schauen soll. Aber gerade in der letzten Reha die ja erst Jan./Feb. war ist zu meiner Problematik noch einiges dazugekommen (Mißbrauch in der Kindheit), jetzt weiß ich nach langer Zeit endlich wo die Ursache liegt und woran ich arbeiten muss aber nun bin ich damit allein. Ich kann zwar diese Kurzstunden noch in Anspruch nehem aber damit gehen nur 3 Termin im Quartal, dabei hatte die Therapeutin noch viel gute Ansätze für mich :-(

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