Frage von Heha61, 76

Nachteile wenn man in der Psychosomatischen Klinik die Gruppentherapie ausfallen lässt?

Hallo ihr lieben habe mich lange nicht gemeldet sorry. Bin seit 3 Wochen in der Psychosomatischen Klinik . Mir geht es einfach nicht gut oft liege ich nur im Bett und lass Anwendung oder Gruppentermine ausfallen. Es ist einfach zu viel für mich, oftmals fange ich in Gruppen an zu weinen ohne ein Wort gesagt zu haben. Sitze einfach nur da.

Die vielen Leute hier machen mir auch zu schaffen. Kontakt habe ich auch nicht zu Patienten weil ich große Angst habe. Ist es ein großer Nachteil für mich oder gibt es dadurch Ärger mit der Rentenversicherung wenn ich therapieren ausfallen lassen durch Panik. LG Heha61

Antwort
von Buddhishi, 36

Hallo Heha61,

auch wenn es im Moment sehr schlimm für Dich, ist es ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Wie willst Du Dich weiter entwickeln und die Angst überwinden, wenn Du Dich weiterhin verkriechst?

Spreche bitte mit den Ärzten und Therapeuten, vielleicht können sie Dir Tipps geben, um es Dir zu erleichtern. Andere Patienten haben oft großes Mitgefühl, was auch guttut und zu positiven Erfahrungen führt. All das ist zwar noch schwer, aber letztendlich gut für Dich und eine Chance, die Angst zu überwinden.

Mache Dir keinen Kopf wegen der Rentenversicherung. Halte bitte weiter durch, nehme auch wenn es Überwindung kostet, bitte so oft es geht überall teil und nutze diese Chance so gut es eben geht.

Alles Liebe und Gute für Dich wünscht Dir

Buddhishi

Kommentar von Heha61 ,

Vielen lieben Dank das macht mir schon ein wenig Mut  .Ich werde auf jedenfalls durchhalten versprochen

Kommentar von Buddhishi ,

Das freut mich sehr, Heha61. Wenn noch Fragen oder so auftauchen, melde Dich gerne wieder. Für heute erstmal eine gute Nacht, schlaf gut :-)

Antwort
von Rawir, 16

Hallo Heha61

Nein, es gibt keine Probleme mit der Rentenkasse. Denn die Ärzte und Therapeuten wissen von deinen Problemen (sie haben eine Akte über den Krankheitsverlauf) und es ist ja nu nicht so, dass die Rentenkassen so einfach mit Rehas um sich schmeißen. Sie überprüfen sehr genau, ob die Chance auf Rehabilitation besteht. Sie haben in deinem Fall "Jupp" gesagt.

Und jetzt ist es wichtig, dass du den ganzen "Prozess" durchläufst. Du schreibst, dass du Panikattacken bekommst. Na dann bekomme sie eben!  Hab' ich in meiner Reha auch gehabt. Du schreibst, dass du anfängst zu heulen. Dann tu das! Jeder Therapeut wird dir bestätigen, dass dadurch innere Knoten platzen. Heulen ist gut! Du schreibst, dass du eben auch mal den ganzen Tag im Bett liegen bleibst. O.k. Ist kein Drama. Dann bleibst du eben liegen. Ist Teil deines Ausdrucks von Depression. Vielleicht ändert sich etwas in der Zeit, in der du dort bist. Und nur das ist entscheidend! Eine kleine Änderung, auf die du dann aufbauen kannst. Vielleicht auch 2 oder 3.

Anwendungen:
Hab' ich auch oft sausen lassen. Das Problem bei mir war: Es gab zu viele Anwendungen, die mir einfach zu doof waren. Aber irgendwann habe ich die ein oder andere Anwendung tolleriert oder sogar akzeptiert. Mach' dir da keinen Kopf.

Gruppen:
Oh Gott! Was da so abgelaufen ist. Ich war mehrmals drauf und dran, meine Gruppe zu verlassen - und hab's auch getan. Aber irgendwann habe ich einen kleinen Schritt getan und bin geblieben. Habe mich meiner aktuellen Angst gestellt und bin damit gut gefahren. Ein kleiner Schritt... mehr nicht!

Viel Erfolg bei deiner Reha

Rawir

Antwort
von kreuzkampus, 18

Ich antworte mal so: Als ich vor Jahren mal für drei Wochen eine stationäre Therapie gemacht habe, hatte ich vorher meine liebe Not bei dem Gedanken an die Gruppentherapie. Als ich dort war, habe ich von Anfang an ungeschminkt meine Geschichte erzählt, weil ich mir sicher war, dass mir nur dann geholfen werden konnte. Mein Fazit: Ich war dann froh, dass ich mitgemacht habe und kann nur jedem raten, dran teilzunehmen und offen über seine Probleme zu reden. Schweigen oder nicht teilzunehmen schadet nur einem selbst.

Antwort
von heidebiggi, 40

Hallo,

schon in deinem eigenen Interesse solltest du an den Gruppentherapien teilnehmen, denn auch dass trägt zur Gesundung bei. Ich habe damals in der Gruppe auch Leute nur weinen gesehen, auch das empfand ich schon als Teil der Therapie, denn viele Menschen können gar nicht weinen und können es da rauslassen. Es wundert mich, warum die Frage hier gestellt wird, ist da nicht der Therapeut selber der richtige Ansprechpartner? Und spricht er dich nicht auch darauf an? die größte Sorge sollte nicht die Versicherung sein, sondern deine Gesundheit.

Wie wärs denn mit " Ich gehe mal 3 x hin und schaue wie es mir dann dabei geht?"

Kommentar von Heha61 ,

Vielen Dank heidebiggi

Ich habe Panikatacken wenn ich irgendwohin muss ,Angst vor Menschen durch negative Erfahrungen. Meistens ist mir sehr schlecht und fange an mich zu übergeben wenn ich Termine habe .Mein Therapeut weiß das ,er meintest ich es versuchen soll was ich auch machen aber manchmal schaffe ich das nicht und liege dann nur im Bett.

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