Frage von Dusty01, 45

Psychische Probleme und die Angst krank zu sein - was tun?

Hallo, erstmal danke ich allen die mir geantwortet haben :). Mein Lebensgefährte hat lange mit mir geredet und ist mit mir zum Röntgen gegangen. Einen Termin zu bekommen ist wahnsinnig schwer. Ein Radiologe hatte dann wegen meiner enormen Angst erbarmen und hat mich schnell drangenommen. Als ich dann da fertig war, war ich Tagelang kein Mensch vor Angst und mein Lebensgefährte hat dann auf das Ergebnis gewartet (mit meiner Vollmacht), da er meinen Zustand nicht ertrageen konnte und mir helfen wollte. Es ist soweit alles in Ordnung und ich habe wie wahnsinnig geweint und es fielen Tausende Tonnen Last von der Seele. am 9.12. 15 habe ich noch die Magenspiegelung. Einen Psychologen bekomm ich nicht von der Krankenkasse (troz Härteantrag). Ich soll ins KKH, dass jedoch will ich aber nicht, dass habe ich zweimal hinter mir. Einen Therapeuten übers Bezirksamt ......Termine voll bis 08/2016. Ich muss irgendwie erstmal allein klar kommen. Glaubt mir, dass wo ich mich befinde wünsche ich wirklich keinem... Schöne Adventzeit wünsche ich allen hier.

LG von Marita

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Antwort
von evistie, 45

Ich muss irgendwie erstmal allein klar kommen.

Warum meinst Du das? Lass Dir doch helfen!

Da ist Dein Lebensgefährte, der Dir zur Seite steht, Dir Mut macht und offenbar alle Deine "Zustände" geduldig erträgt. Das ist ein Geschenk! Weise es nicht zurück.

Was den "Therapeuten", einen "Psychologen" und Deinen mehrfachen Krankenhausaufenthalt betrifft, blicke ich nicht durch. Bei Krankheitsängsten, wie Du sie hast, wird in der Regel eine ärztliche Psychotherapie gewährt. Was ist denn das für eine Therapie, für die Du bereits Termine bis ins nächste Jahr hast? Und was erwartest Du von einem "Psychologen", was nicht bereits durch die Therapie abgedeckt ist? Warst Du bereits ein- oder mehrmals in einer psychiatrischen Klinik? Mit welchem Erfolg, oder hast Du abgebrochen? Warum bist Du ein "Härtefall"?

Dir sind durch die Untersuchung "Tausende Tonnen Last" von der Seele gefallen, aber trotzdem fühlst Du Dich unglücklich und allein. Ändere Deine Einstellung... ganz offensichtlich ist man (speziell Dein Lebensgefährte) bereit, Dir zu helfen. Du musst lernen, diese Hilfe auch annehmen zu können!

Antwort
von bethmannchen, 21

Genau die selbe Frage hast du vor drei Wochen schon einmal gestellt, nicht wahr? Und der einzige Mensch, der dir da helfen kann, bist du selbst. Dabei kann dir ein Psychotherapeut helfen, aber deine Hypochondrie musst du selbst ablegen. 

Deine ganzen Symptome sind allesamt nichts weiter als die ganz normalen Reaktionen eines Körpers bei Angst oder Panik. Und die lässt du dir sogar von jedem x-beliebigen Quacksalber einreden. Wenn ich allein solchen Hokuspokus schon lese! 

Dann meine Neugier an einer Wahrsagerhotline, der Wahrsager sagte mir eine Lungenkrankheit voraus ohne, dass ich danach gefragt habe (das war vor etwa 5 Jahren)

Genau das kann man für jeden x-beliebigen Menschen vorhersagen, weil es schon statistisch gesehen auf jeden Menschen zutrifft. Nun mal logisch: jeder Mensch erkältet sich etwa zweimal in Jahr. In 10% aller Fälle wird daraus dann eine Bronchitis, was schon eine Lungenerkrankung ist. Sic!

Angst ist ja dazu gedacht, dass man sich sein Handeln und den Ausgang von Situationen im Voraus überlegt. Damit entscheiden wir dann, ob wir auf den Felsen klettern, oder nicht; ins tiefe Wasser gehen, oder nicht. Sie hat also durchaus eine Berechtigung. 

An der Ampel die Straße zu überqueren ist sicher vernünftig, und keine Feigheit. Wer dann aber dort wie angewurzelt steht und sich bei Grün immer noch nicht traut, handelt irrational.

Angst entstand ja noch vor der Steinzeit. Sie soll uns vor Unbedachtem Handeln schützen und für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Deshalb gingen wir wohl nicht unbedarft in jede Höhle, sondern horchten und schnüffelten erst einmal, ob ein Bär darinnen haust. Damit waren wir auch fluchtbereiter. Auch Panik hatte ihre Berechtigung. Im Falle eines Angriffs bei dem die Fluchtgrenze unterschritten ist, muss blitzschnell reagiert werden.

Bei einer Bedrohung haben wir instinktiv vier Möglichkeiten zu reagieren: 

Aufspringen und wegrennen mit Hakenschlagen, Angreifen mit allen Mitteln ohne Rücksicht auf Verluste, sich zu verstecken und ruhig bleiben, oder sich ganz und gar totstellen und hoffen, dass die Gefahr an einem vorübergeht. 

Diese Vier Möglichkeiten funktionieren in unserer heutigen Gesellschaft nur alle nicht mehr. Was nützt ein schnellerer Pulsschlag, eine beschleunigte Atmung, wenn du gar nicht läufst? Das dein Magen so rebelliert liegt daran, dass er bei eine Adrenalinschub immer wieder dazu gebracht wird, seine Tätigkeit einzustellen, damit Kraft für die Flucht da ist. Bei der Magenspiegelung wird man das übrigens nicht sehen können. 

Du wirst schon keine schwere Erkrankung haben, sonst würde nach all deinen Untersuchungen längst eine angemessene Behandlung erfolgen. Sie dich also mal richtig um, ob da wirklich etwas ist, vor dem du Angst haben musst. 

Wahrscheinlich hast du viel mehr Angst davor, dass du gesund sein könntest. Dann hätschelt keiner mehr mit dir herum, dann bist du plötzlich voll gefordert, musst tatsächlich zeigen, was in dir steckt...

Antwort
von kreuzkampus, 29

Wenn Du schreibst: "Einen Psychologen bekomm ich nicht von der Krankenkasse", dann mag ich das so nicht glauben und frage mich, warum nicht? Hast Du vielleicht schon eine Therapie hinter Dir (Ich soll ins KKH, dass jedoch will ich aber nicht, dass habe ich zweimal hinter mir)? Meinst Du mit KKH die  Psychiatrie? Dann könnte ich Deine "Ängste" zwar verstehen, muss Dir aber leider sagen, dass Dir hier auch niemand helfen kann. Ich wünsche Dir, dass Du gute und richtige Entscheidungen für Dich triffst.

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