Frage von Anonymous123456, 64

Psychische Probleme - weiß nicht mehr weiter. Wie kriege ich meine Panik in den Griff?

Hallo. Also erstmal vorab: Ich hatte schon immer Panikattacken und Albträume, seit meiner Kindheit. Aber es hatte mich nie eingeschränkt, ich bin immer gut damit klargekommen. Seit ich mal Gras ausprobiert hatte, das vermutlich mit Haarspray o.Ä. gestreckt war, was eine riesige Panikattacke mit absolutem Realitätsverlust zur Folge hatte, ist es so schlimm. Noch Wochen danach hatte ich Panikattacken, die um einiges häftiger waren, wie das, was ich gewohnt bin.

Ich habe ständig von Grund auf so ein Unwohlsein. Selbst wenn ich zwischendrin so Momente habe, wo ich mir selbst sage "Was soll das eigentlich? Es ist doch alles super!", fühle ich mich meistens ängstlich.

Egal ob ich was zu tun habe oder nicht, selbst wenn ich gerade Leuten ganz normal antworte, schweife ich in Gedanken immer zu irgendwelchen Sorgen ab. Ein wenig, als wäre ich in meinen eigenen Gedanken gefangen oder als würde ich neben meinen normalen Gedanken immernoch zweite Gedanken haben.

Ich mache mir über alles Gedanken, selbst total unsinnige Sachen. Kleine und total normale Symptome meines Körpers oder der Umwelt bewerte ich total über, aber in solchen Momenten hänge ich mich immer daran auf. Es ist, als hätte ich meine eigenen Gedanken nicht unter Kontrolle.

Ab und zu kommen einfach so Bruchstücke von Dingen in meinen Kopf, von denen ich nicht mehr weiß, ob es wirklich passiert ist oder nur ein Traum war. Dinge aus der Vergangenheit, wirklich lang her poppen auf einmal auf. Vorher habe ich mich nie an Träume erinnert, oder sie ein paar Tage später wieder vergessen. Jetzt erinnere ich mich an alles. Und es sind oft richtig komische, fast schon kranke Alpträume, die mich richtig fertig machen, weil ich mich dann immer frage, ob ich irgendwann den Verstand verliere.

Schlaf ist darum schon lange ein großes Problem. Ohne meinen Partner ist es fast unmöglich.

An manchen Tagen ist auch Garnichts, dann frage ich mich, ob ich endlich wieder unbeschwert leben kann. Aber dann ist irgendeine kleine Unstimmigkeit und ich zweifle direkt manchmal sogar daran, ob ich nicht gerade noch Träume.

Ein guter Freund meinte, ich habe vermutlich eine Panikstörung (er hat selbst auch eine nur mit anderen Symptomen). Bis auf diese komischen Sorgen und die Träume jederzeit ist eigentlich alles wieder normal. Aber es schränkt ein.

Ich möchte mein Leben genießen und für die Menschen die ich liebe da sein. Tabletten möchte ich wenn nur falls es nicht anders geht. Kann mir jemand einen Rat geben? Ich bin dankbar für jede Antwort, denn alle Ärzte hier (sind sehr wenige) denen ich mich anvertraut habe, sagen nur, sie wissen auch nicht.

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Antwort
von lukalax, 17

Hallo

Ich bin 47 und 4 fache Mutter mit vielen Unterschiedlichen Themen in der Familie.

Daher würde ich neben Mineralien- Mangel auch an die Schilddrüse mal denken.

Denn wie du es beschreibst, Haarausfall, Schlafmangel und die Psyche, wird selten daran gedacht, diese zu Untersuchen. Bitte TSH Wert und FT3 FT4 mit untersuchen lassen, evtl auch Eisen.

Zudem solltest du versuchen , herauszubekommen ob es in deiner Vergangenheit irgendetwas gibt, womit dein Unterbewusstsein nicht klar kommt. sogenannte Trauma.

Versuche neben deinen Alltagspflichten , Ruhephasen einzubauen und dann gezielte Atemtechniken ( Über youtube erhältlich) zu machen.

Mir hat als Ritual damals Fencheltee(mag leider nicht jeder) zum Abend geholfen

Und Beobachte dich selbst und dein Partner sollte auch mal schauen,ob irgendetwas anders ist, wie vor diesen Attacken. Und darüber über eine Gewisse Zeit ein Protokoll, vielleicht hilft das auch einem Arzt später eine genaue Diagnose zu erstellen.

Lg Luka

Antwort
von MiezeKatze, 3

Oh mann die Antworten. Wahrscheinlich nett gemeint aber NEIN!

Wenn du sagst, dass es so schlimm mit Realitätsverlust ist, nachdem du Gras geraucht hast... klingt es nach einer Psychose. Also ab mit dir zum Neurologen, ansonsten kann das böse enden!

Hast du vorher schon mal Gras geraucht oder war das hier das erste Mal? 

Also für mich wären die Panikattacken schon Grund genug mal beim Neurologen vorbeizuschauen. Wenn du die Verschlimmerung ziemlich sich auf das Gras zurückführen kannst, dann aber erst recht! Und erzähl ihm auch alles wahrheitsgemäß, ansonsten kann er dir nicht helfen! 

Antwort
von Hooks, 41

Sorge zunächst unbedingt dafür, daß du genügend Vitamin-B-Komplex hast (10-15 mg, davon bis zu 3 am Tag), auch Magnesium zur Aktivierung, und dann noch Vitamin D3 (das kann man messen lassen, kostet um die 30 EUR. Wird in der Regel deshalb meist nur auf Anforderung gemacht.

Diese 3 Stoffe haben als Mangelsymptom psychische Schäden. Deshalb würde ich hier ansetzen bei der Therapie.

Es ist sehr gut möglich, daß da noch anderes dahintersteckt, aber ich bin der Meinung, zuerst gehört der Hunger des Körpers gesättigt. Die Seele kommt danach.

Mach Dich mal schlau auf entsprechenden Seiten im Netz. Meide Seiten, die beteuern, in unserm Land gäbe es keinen Mineralstoffmangel. So viele Leute leiden darunter, und dann wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen (mit allerlei Nebenwirkungen, für die man dann wieder ein Mittelchen braucht), um irgendwelche Symptome in den Griff zu bekommen, statt den Menschen einfach diese Stoffe zu geben, die ihr Körper zum richtigen Funktionieren braucht.

Wenn Du gar ncihts künstliches nehmen willst, beschäftige mal mit der "vitalstoffreichen Vollwertkost" nach Dr. Bruker, oder Ernst Günter, oder fit for life. Das sind Kostformen, die bei genauer Einhaltung auf Dauer geeignet sind und dabei alle Stoffe anbieten, die man so braucht.

Mir ist das aber nicht durchführbar mit meiner Familie, also schlucke ich extra Mineralstoffe. So geht es mir auch gut.

Kommentar von Anonymous123456 ,

Danke erstmal für deine Antwort.

Das mit dem Mangel kann gut sein. Ich kenne mich da nicht so aus, aber ich habe auch seit einiger Zeit Haarausfall und leide unter Gedächtnislücken. Ich konnte mich eben nichtmehr dran erinnern, die Frage so formuliert zu haben.

Ich werde den Hausarzt eh mal dazu drängen, im Blut nach einem Mangel zu suchen.

Es belastet mich zunehmend auch, dass ich mich niemandem anvertrauen kann. Es sind eben so Kleinigkeiten wie diese Überschrift der Frage, wo ich mich dran aufhänge und mir denke, vielleicht erinnere ich mich nicht daran weil mit mir irgendwas nicht stimmt. Dabei kommt das halt vor. Nur mit wem soll ich über sowas reden?

LG

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