Frage von taaraa, 131

Prostatausschabung Wiederholung möglich/sinnvoll?

Mein Vater hatte vor Jahren wegen seiner Altersinkontinenz eine Prostataausschabung und hat damit gute Erfahrungen gemacht und lange "Ruhe". Jetzt ist die alte Problematik wieder aufgetreten, kann die Ausschabung nochmal mit gleich gutem Ergebnis wiederholt werden oder ist eher davon abzuraten? Hat wer Erfahrungen damit gemacht? Was wäre evtl. ansonsten ratsam?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von evistie, 99

Grundsätzlich lässt sich eine solche Prostataausschabung mit Erfolg wiederholen. Ob dies auch auf Deinen Vater zutrifft, kann nur der behandelnde Arzt entscheiden. Neben den bisherigen Befunden sind auch das Alter Deines Vaters und der derzeitige gesundheitliche Zustand zu berücksichtigen.

Was wäre evtl. ansonsten ratsam?

Ich gehe davon aus, dass eine medikamentöse Therapie bei Deinem Vater bereits versucht wurde, ehe man damals zur OP riet. Dies trifft vermutlich auch diesmal wieder zu. Genaueres sagt Euch der Arzt.

Vielleicht ist dies noch interessant für Euch:

Die transurethrale Resektion der Prostata ist bei Vorliegen einer altersbedingten Vergrößerung (benign prostatic enlargement [BPE]) mit entsprechender Symptomatik („lower urinary tract symptoms“; LUTS) und ungenügendem Erfolg einer medikamentösen Therapie (alpha-Rezeptorenblocker, Antimuskarinika, 5-alpha-Redukatsehemmer) eine sichere und erfolgreiche Methode der Symptomreduktion. Allerdings stehen hier zahlreiche minimalinvasive alternative OP-Techniken zur Verfügung, die ebenfalls eine signifikante Symptomreduktion ermöglichen (Thermotherapie [TUMT], Nadelablation [TUNA], Laserverfahren). Welches Verfahren beim einzelnen älteren Patienten gewählt wird oder ob als ultima ratio harnableitende Techniken zum Einsatz kommen (Dauerkatheter, intraprostatische Stents), ist vor allem vom Gesamtzustand des Betroffenen und seinen weiteren Erkrankungen abhängig.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/77668

Antwort
von Jacekw, 67

Ich kann mir vorstellen, daß es funktionieren würde.

Warum eigentlich nicht?  Medizin entwickelt sich weiter,

Ich würde aber diesmal empfhelen eine Behandlung mit

Greenlight-Laser, anstatt Elektroschlinge.

Der Greenlight-Laser unterscheidet sich von der elektrischen Schlinge vor

allem durch seine ausgezeichneten blutstillenden Eigenschaften. Im

Vergleich zu den Vorgänger-Lasergeräten ist der neue Laser hoch

energetisch und die Gewebeabtragung ist deutlich effektiver.

Über ein endoskopisches Gerät, welches über die Harnröhre bis in

die Prostataloge eingeführt wird, wird die Lasersonde vor Ort gebracht. -

Der Laserstrahl wird das Prostatagewebe unter Sicht verdampft (vaporisiert).

Der Abtragungseffekt ist sofort erkennbar.

Siehe auch:

http://die-prostata.com/prostata-behandlung-therapie/

.

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