Frage von schattenherz13, 26

private Krankenzusatzversicherung (Hansemerkur ODER Inter)

Hallo @all,

ich möchte mir gern sowohl eine ambulante (Heil-, und Hilfsmittel, Brille, Heilpraktiker, Rezeptgebühr) als auch eine stationäre Krankenzusatzversicherung anschaffen. Beide sollten im Premiumbereich zu finden sein.

D.H.

Diese sollten nach Möglichkeit einen sehr umfassenden Tarif haben, eben ein starker Partner, auf welchen man sich zu jeder Zeit insbesondere im Ernstfall verlassen kann.

Derzeit schwanke ich zwischen dem der Inter Versicherung und dem der Hansemerkur Versicherung.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Gesellschaften, zu welchem bzw. welcher würdet Ihr mir raten?

ganz liebe Grüße Schattenherz

Antwort
von ralle66, 24

Also ich wär froh, wenn ich in die PKV wechseln könnte. Geht aus gesundheitlichen Gründen leider nicht. Aber was ich an Wartezeiten für Fachärzte ertragen muß (Hautarzt, Orthopäde) ist kaum zu ertragen. Bei jedem Anruf in einer Praxis kommt immer die Frage, ob ich privat oder gesetzlich versichert bin. Leider gesetzlich. Dann bietet man mir einen Termin in 2 bis 3 Monaten an. Super!

Und was die Kosten angeht, klar gibt es Beitragssteigerungen, aber bei der GKV doch auch! Und letzten Endes kann man im Notfall immer noch in den Basistarif der PKV wechseln (Quelle: http://www.pkvvergleich365.de/basistarif-private-krankenversicherung-beitrag-und... ) bei dem man die gleichen Leistungen wie bei der gesetzlichen Krankenkasse hat. Und der maximale Beitrag ist auf den Beitrag begrenzt, den man als Besserverdiener bei der GKV auch hätte. Dafür kann man aber einige Jahre von der bevorzugten Behandlung profitieren.

Bezüglich der Gesellschaften habe ich noch in Erinnerung, daß die Hanse Merkur in Tests eigentlich immer gut abgeschnitten hat. Als ich in die PKV wechseln wollte habe ich zumindest gute Testberichte darüber gelesen. Über die Inter kann ich nichts sagen. Solltest auf jeden Fall eine unabhängige Beratung lassen machen.

Antwort
von Lexi77, 19

Hallo! Die beiden von dir genannten Gesellschaften kenne ich nicht. Ich würde dir aber die HUK empfehlen. Ich bin dort seit vielen Jahren (Vollversichert als Beamte und auch eine Zeitlang Zusatzversichert bei GKV) und bin sehr zufrieden.

Die Leistungen sind sehr gut, bei mir werden sogar Sachen erstattet, die eigentlich gar nicht im Leistungskatalog stehen. Aber mit der entsprechenden Bescheinigung vom Arzt bekomme ich die Erstattung trotzdem ("entgegenkommend zahlen wir Ihnen..."). Außerdem wird sehr schnell erstattet und bisher ist noch nicht vorgekommen, dass etwas nicht erstattet wurde.

Bei telefonischen Anfragen sind die Mitarbeiter auch sehr nett und hilfsbereit.

Und zum Preis: Ich hatte mich damals bei verschiedenen Anbietern nach dem Preis für die PKV bei Beihilfe (ich muss mich zu 30% versichern) erkundigt. Aufgrund einiger Erkrankungen muss ich Risikozuschläge bezahlen. Die HUK war aber mit Risikozuschlägen sogar billiger als fast alle anderen Gesellschaften ohne Risikozuschlag.

Insgesamt bin ich also sehr zufrieden und kann die HUK uneingeschränkt empfehlen.

Viele Grüße, Lexi

Antwort
von StephanZehnt, 15

Hallo..,

ich schätze das Ganze hat zwei Seiten. Wenn man jung ist zahlt man verhältnismäßig wenig
Ja und die PKV zahlt längst auch nicht mehr jede Rechnung! Dann wäre es schon besser ein Plüschtier zu sein! So bezeichnen die Ärzte intern die Patienten mit Zusatzversicherungen!

So hält man das Ganze zumindest etwas im Griff. Eine andere Geschichte ist wenn man dann bei einer PKV ist als Senior / Seniorin und dann nicht ganz so selten schon einmal 850 € bezahlen muss als Beitrag.

https://www.test.de/Private-Krankenversicherung-Teures-Alter-1493616-2493743/

VG Stephan

Kommentar von walesca ,

Dann wäre es schon besser ein Plüschtier zu sein! So bezeichnen die Ärzte intern die Patienten mit Zusatzversicherung

Danke, Stephan, für diese interessante Infomation!! Man lernt ja nie aus! LG

Kommentar von Nic129 ,

Also die Zusatzversicherung ist viel günstiger, als eine rein private Versicherung. Je nach Alter bewegt sich das zwischen 20 und 50 Euro - je nach Leistung. Die PKV selbst bewegt sich dann doch schon in einem ganz anderen Rahmen (ab 100 Euro für Studenten, ab 400 Euro (bis oben offen) für andere.

Haken an der Zusatzversicherung ist das Problem der Wartezeit. Also die Zeit von Versicherungsbeginn bis zur Leistungsübernahme. Die beträgt bei den meisten Versicherungen 3 Monate. Die ersten drei Versicherungsmonate werden gezahlt, in denen werden aber von seiten der Versicherung keine Leistungen übernommen. Ist ja auch logisch. Vereinzelt gibt es da Anbieter, bei denen die Wartezeit entfällt. Dementsprechend wird aber auch der monatliche Beitrag höher sein.

Ansonsten ist und bleibt der Patient mit Zusatzversicherung weiterhin ein Kassenpatient. Man kann die Form nicht mit einer rein privaten Versicherung vergleichen. Denn auch dann gilt weiterhin das WANZ-Prinzip. Damit werden lediglich die Wunschleistungen (1-/2-Bettzimmer; Chefarzt; Rezeptgebühr, ect.) abgedeckt. Aber einfach eine Untersuchung (z.B. einfach, ohne medizinische Indikation ein MRT) als Wunschleistung, wird nicht übernommen. Denn es gilt weiterhin: wirtschaftlich, ausreichend, notwendig, zweckmäßig (siehe SGB V, §12). Da ist es vollkommen egal, ob zusatzversichert oder nicht.

Wenn man es in eine Hierarchie bringen möchte, dann würde die so aussehen:

  • Privatversicherte
  • Selbstzahler
  • Kassenpatienten, mit Zusatzversicherung
  • Kassenpatienten

Mit dem einfachen Hintergrund:

Privatversicherte erhalten eine vollständige Rechnung. Vom Krankenhaus (DRG-Fallpauschale, ect.) und von den behandelnden Ärzten (die beteiligt waren). Die Rechnung zahlen sie selbst und reichen es bei der Versicherung zwecks Erstattung ein. Der Selbstzahler erhält ebenfalls die gleichen Rechnungen, muss sie aber aus eigener Tasche zahlen und kann sie nicht erstatten lassen.

Kassenpatienten mit Zusatzversicherung werden, wie auch der Kassenpatient, ganz normal abgerechnet. Die Krankenhaus-Rechnung läuft den üblichen Weg. Der Patient erhält nur eine Rechnung für die Wunschleistungen (also Tagegeld, Zimmer). Bei Wahlarztbehandlung auch eine Rechnung von diesem. Die wird beglichen und von der Zusatzversicherung erstattet. Bei reinen Kassenpatienten fällt das natürlich weg. Sie können zwar die Leistungen auch in Anspruch nehmen, müssten aber dann aus eigener Tasche zahlen.

Wo liegt der Unterschied? Richtig, auch bei Zusatzversicherten gibt es keinen unendlichen Spielraum. Man ist immernoch in der Fessel der vollkommen KRANKEN KASSEN.....

Nur mal so als kleine Exkursion ;-)

Antwort
von juttelchenABC, 15

Hallo Schattenherz13,

ich kann dir nur wärmstens ans Herz legen dich nochmal objektiv bei der Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten http://www.dgprivatpatienten.de/ beraten zu lassen, bevor du eine Mitgliedschaft eingehst. Sie haben wohl die meiste Ahnung und Erfahrung auf dem Gebiet.

Liebe Grüße Juttelchen

Kommentar von rulamann ,

Hallo juttlchenABC, du braucht doch keine Frage erneut einstellen um sie dann selber zu beantworten! Diese Funktion ist eigentlich für andere Zwecke gedacht.

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