Frage von nageil, 116

Postkommotionelles Syndrom: seit 6 Wochen Kopfschmerzen und ich komme nicht klar damit. Wer kann helfen?

Hallo,

habe vor 6 Wochen am 15 März eine Gehirnerschütterung erlitten. Keine Kleinigkeit. Im Rahmen häuslicher Gewalt wurde mein Kopf (männlich, 35 jahre, keine Gehirnerschütterung zuvor) mit voller Wucht gegen eine Wand geknallt, 4x von der Seite, 1x von vorn.

In Folge war ich binnen Kurzem schwindlig, benommen. Ich habe 24 Stunden quasi durchgeschlafen, nach 14 Stunden war das verschwommene Sehen weg. Die nächsten 2 Wochen war ich tagsüber benommen, es wurde alles immer besser. Abends war ich allerdings immer verzweifelt und bin schreiend und weinend durchs Hauss gerannt. Klar, nach so einem Ereignis. So emotiional kenne ich mich nicht. Egal. Es ist wieder weg.

Am 31 März abends bin ich -noch emotional- aus Ärger kurz wie ein kleines Kind auf - und abgesprungen - und das hat die Bschwerden massiv verschlimmert: Kopfschmerzen (hatte ich zuvor 0), Benommenheit wieder da, 3 Tage schlaflos.

Nun kann ich wieder schlafen, die Benommenheit ist weg, die Kopfschmerzen aber bleiben: An spezifischen, exakt festgesetzten immer gleichen Punkten brennen sie, bis alles wehtut. Bei Eindrücken, Licht, Luft Lesen. Ich kann quasi nix tun. Ich liege im Bett, stehe auf, keine Sekunde schmerzfrei, mit Eindrücken wird es schlimmer. Ich kann n mehr. Mein Semester ist weg.

Was soll ich tun? (Ach ja: Das CT, 4 Tage später gefertigt, ist ok, Das EEG und die neurologischen Tests, nach 1 Monat, sind ok). Und ja: klar, ich mache wegen häuslicher Gewalt Psychotherapie und regele meine Lebenssituation.

Aber die Schmerzen habe ich erst seit dem Springen, das die Symptome massiv verschlimmert hat. Seitdem brennt das Gehirn und ist mega-empfindlich. Ich erfahre schon Symptomverschlimmerungen, wenn ich aus dem Bett rasch aufstehe und ich spüre es, wenn ich gehe bei jedem Schritt. Diese brennenden punktuell bestimmten Schmerzen, die ich exakt seit dem Springen habe und nicht zuvor, möchte ich daher ungern auf Psyche geschoben sehen.

Das soll aber weg. Und zwar rasch. Ich will wieder studieren. Was kann ich tun? Wer hilft mir? Wo kann ich hin? Niedergelassene Neurologen und Hausarzt sind hilflos. Wer kennt sich mit den postconcussion oder Chronifizierung Dingern aus und kann mir helfen? Gibt es da Anlaufstellen, Kliniken, sonstwas? Was meine Krankenkasse auch bezahlt? (Kein Berufsunfall...) Sportler werden doch auch wieder fit.....

Ach ja: Und gibt das mal Alzheimer, Sonstige Demenzen etc? Muss ich mich da sorgen? Kann ich da was gegen tun? (Also, dass es keine Pille gegen Gehirnerschütterung gibt, ist mir klar. Sonst nähmen sie ja alle Footballer. Aber vielleicht gibt es ja Programme für junge SHT Patienten, in denen man aus dem Gleichgewicht gebrachte Hirnstoffwechsel feststellt und versucht, zu normalisieren...sowas in der Art...um zu hoffen, dass dann die Demenz mal erspart bleibe.

Ich wollte eigentlich mal Unikarriere machen. Verstand verlieren und keine Texte lesen können ist da nicht so zuträglich....

Vielen Dank. Ich bin so verzweifelt

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Antwort
von Akka2323, 80

Geduld, schwere Gehirnerschütterung dauert. Das Semester ist weg, finde Dich damit ab und guck, dass Du Dein Leben wieder in Ordnung kommt.

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