Frage von Eumelinchen, 35

Planlos nach Magenspiegelung

Hallo liebe Leser :)

ich bin 23 und war gestern bei meiner ersten Magenspiegelung. Habe schon mein Leben lang das Problem, dass mir alles leicht auf den Magen schlägt. Früher Kummer und Stress wegen Mobbing in der Schulzeit, dadurch bedingt auch starkes Untergewicht...

Im Frühjahr hatte ich eine Magendarmgrippe, die mich ziemlich umgehauen hat. Seitdem habe ich ständige Angst davor, mich in der Öffentlichekit übergeben zu müssen. Das geht soweit, dass ich mich nicht mehr traue mit Freunden wegzugehen oder mal ein Bisschen Alkohol zu trinken oder ausßer Haus zu essen. Seit dem Sommer ist mir eigentlich jeden Tag übel, vor allem nach dem Essen. Besonders schlimm ist es nach fettigen und süßen Speisen.

Bei der Spiegelung kam raus, dass organisch alles ok ist, abgesehen davon, dass viel zu viel Magensäure in meinem Magen ist. Der Arzt hat gesagt, dass Säurehemmer da helfen, er mir aber nicht empfehlen will, die mein Leben lang zu nehmen. Er meinte ich hätte einen empfindlichen Magen, damit müsste ich mich eben abfidnen. Ist das jetzt alles? Mich schränkt das alles stark ein und belastet mittlerweile sogar meine Psyche (hatte schon Gespräche mit Psychologen, aber es ist eben nicht immer alles nur psychosomatisch, auch wenn alle Ärzte das gern sagen, wenn sie nichts finden). Ich soll nun noch diverse Unverträglichkeitstests machen. Aber ganz ehrlich? Das kanns doch jetzt nicht gewesen sein? Mit 23 nur noch Schonkost, ein Leben, was sich nur noch nach meinem Magen richtet und Verzicht auf so ziemlich alles, was Spaß macht, weil ich nie weiß, wann die nächste Übelkeit kommt? Versteht mich nicht falsch, mir ist bewusst, dass es viel schlimmere Probleme gibt, aber ich fühle mich so abgewimmelt von dem Arzt. Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem und hat Tipps, wie man mit dem "sauren Magen" am besten umgeht :)

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Antwort
von gerdavh, 34

Hallo, ich würde an Deiner Stelle jetzt erstmal abwarten, ob Du eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hast. Sollte das nicht der Fall sein, würde ich an Deiner Stelle zu einem anderen Arzt. Ich finde das auch sehr fragwürdig, jemandem in Deinem Alter zu sagen, er hätte halt einen empfindlichen Magen. Geh doch mal zu einem Gastroenterologen, der kann auch die Tests durchführen. Wenn Du da schon warst, empfehle ich Dir einen Besuch beim Internisten. Es gibt sehr viele gute Internisten, die auch eine Ernährungsberatung durchführen und Dich nicht einfach so abwimmeln. Hast Du schon mal ausprobiert, ob es besser wird, wenn Du bestimmte Nahrungsmittel für eine gewisse Zeit vom Speiseplan streichst? Also mal eine Woche ohne Milchprodukte, eine Woche ohne glutenhaltige Kohlehydrate? Vielleicht findest Du durch diese Ausschlußdiät selbst heraus, was Dir am meisten schadet. Gute Besserung. Gerda

Kommentar von Eumelinchen ,

Vielen Dank für deine Antwort. Ich weiß schon seit etwa 15 Jahren, dass ich laktoseintolerant bin. Da achte ich natürlich drauf. Über andere Unverträglichkeiten werde ich mich jetzt mal informieren und drauf achten. Ich befürchte dass es etwas ist, was nahezu in allem Fertigessen verarbeitet wird weil ich halt oft in der Uni esse und da besonders Probleme hab. Oder wenn wir "mal eben" fastfood essen. Ich werde das mal genauer beobachten.

Kommentar von gerdavh ,

Hallo, da kommt mir ein Gedanke - vielleicht hast Du eine Glutamatunverträglichkeit. Wenn Du oft in der Uni isst und auch ab und zu mal fastfood, ist das ja nicht auszuschließen, das in diesen Nahrungsmitteln Geschmacksverstärker enthalten sind. Jemand wie Du sollte sich morgens seine eigenen Brote und Obst einpacken, dann weißt Du wenigstens, was Du gegessen hast. Fertigprodukte enthalten fast alle Hefexextrakt oder Glutamat - das vertragen die meisten Menschen nicht.

Kommentar von Eumelinchen ,

Ja den Gedanken hatten ich und meine Mutter auch schon. Ich werde bald noch einmal mit meinem Hausarzt über die Magenspiegelung sprechen und dann möchte ich gern die Unverträglichkeiten checken lassen. Gestern hatte ich wieder in der Mensa gegessen und mir gings ne halbe Stunde danach richtig elend. Übelkeit, Schwißausbrüche, ein bisschen Schwindel, danach lange Bauchschmerzen. Abends waren wir Plätzchen backen bei Freunden ich hab keinen einzigen Keks runtergekiregt. Es ist einfach wirklich nervig.

Antwort
von Hooks, 28

Da gibt es HIlfe, ich werd mal anfangen: ich hatte das auch, es war ganz schlimm, besonders unter Stes. Ein Buch von Dr.Bruker hat mir sehr geholfen; leider habe ich es erst benutzt, nachdem die zweite Schwangerschaft festgestellt war und ich nicht nochmal so eine SS wie die erste durchmachen wollte....

https://www.amazon.de/Leber-Galle-Magen-Darm-Bauchspeicheldr%C3%BCsenerkrankunge...

Das habe ich dann die SS durchgehalten und noch einen Teil der Stillzeit, vielleicht ein Jahr insgesamt; dann war ich so geheilt, daß ich wieder alles essen konnte - leider auch alles ungesunde, was ich dann auch fleißig tat :-)

Es ist nicht schlimm, nach dieser Lehre zu essen, mußt nur halt Süßigkeiten weglassen und weißes Mehl, auch keine Säfte trinken.

Kommentar von Hooks ,

http://de.wikipedia.org/wiki/Fit_for_Life

Weiter habe ich dieses Buch durchgearbeitet (bin noch nciht ganz fertig damit) und finde bestätigt, was ich diesen sommer erlebt habe, als ich (aus Gewichtsgründen) wochenlangn nur Rohkost gegessen habe, danach Rohkost mit Schokolade, danach Rohkost mit anderen Dingen.

Die Rohkost hat mir sehr gut getan, habe diesmal ganz auf Getreide verzichtet und dafür B-Komplex-Kapseln geschluckt (medizinfuchs.de/preisvergleich/vitamin-b-komplex-ratiopharm-kapseln-60-st-ratiopharm-gmbh-pzn-4132750.html) und auch das rohe Eiklar weggelassen, weil es B-Vitamine zerstört. Ichhabe mich sehr gut gefühlt damit!

Nun nach dem langsamen Einstieg ins normale Essen merke ich, wie sehr mich Milchprodukte und Getreide belasten, und auch die Sache mit der Trennkost stimmt. Fleisch geht, aber nicht in Verbindung mit Kartoffeln oder Brot - diese Beobachtung kann ich nur bestätigen, das gibt absolut Blähungen! Und einen dicken Joghurt vor dem Essen (vergaß, daß ich eingeladen war) und ein gekochtes Essen mit Kartofefln und Fleisch, dazu Eis mit Kirschen als Nachtisch - ich fühlte mich den gazen Abend über elend, bis mir im Bett einfiel, daß das Übersäuerung sein könnte, und nach einem bißchen Natron auf Löffel mit Wasser fühlte ich mich dann bald besser. So weit zum Abschnitt "Kritik".

Jeder muß selbst ausprobieren, was ihm guttut.

Aber es scheint was dran zu sein an dem, in welcher Zusammenstellung man sein Essen verzehrt.

Und daß man Obst morgens auf nüchternen Magen am besten verträgt, habe ich auch so erfahren, immer wieder aufs neue. Das paßt auch.

Kommentar von Eumelinchen ,

Danke das werde ich mir auf jeden Fall ansehen. Klingt sehr gut!

Kommentar von Hooks ,

Na, dann mal viel Erfolg!

Antwort
von anonymous, 20

Das wird auch mal wieder besser, wenn der Stress nachläßt. Heilerde leistet gute Dienste.

Kommentar von Hooks ,

Stimmt, die saugt Gifte auf. Stress macht, daß manche Stoffe nicht ordnungsgemäß abgebaut werden, und dadurch entwickeln sich GIfte im Körper.

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