Frage von anonym1997, 5

Panikattacken und keine Unterstüzung der Eltern

Hallo zusammen. Ich bin 17 Jahre alt und stecke mitten in der Ausbildung im Pflegeheim. Seit 3 Wochen leide ich an Panikattacken. Angefangen hat es bei der Arbeit, als ich Herzrasen bekam, zitterte und extrem schwitzte. Anschliessend kolabierte ich vor meiner Chefin. Nun bin ich soweit, dass ich nicht mehr zur Arbeit gehe, weil es mir immer wieder passiert. Mein 2. Problem ist, dass ich keine Unterstützung der Eltern habe, wenn ich nicht zur Arbeit gehe, geben sie mir immer eine grössere Strafe. (Mein Freund darf mich nicht besuchen kommen, Fernseh verbot.. ) Sie verstehen mich einfach nicht, ich weiss nicht mehr weiter...

Antwort
von StephanZehnt, 4

Hallo anonym1997,

das Problem ist vielschichtig

(1.) Dein Arbeitgeber hat eine gewisse Fürsorgepflicht vor allem in diesem Fall da Du noch Volljährig bist.(auch wenn das nur noch Monate sind).

Das heißt wenn die Gefahr besteht das Du bei der Arbeit kolabierst, also die Möglichkeit eines Arbeitsunfalls besteht muss man etwas tun. Also Arzt, Krankenschein, Therapie. Ansonsten kann die Lehrstelle weg sein!

(2.) Deine Eltern haben die Aufgabe Dich in die Lage zu versetzen das Du nach der Lehre möglichst allein klar kommst

Nun musst Du Ihnen zeigen OK ich war beim Arzt bin also in Behandlung (krank geschrieben ..?). Es sind entsprechende Therapien geplant usw.. Wenn das nicht passiert (in der Frage nicht geschrieben) können / müssen Deine Eltern auch darauf reagieren. Denn sie müssen Dich auf Dein späteres Leben vorbereiten. Wenn Dich Deine Mutter in die Psychatrie schickt warst Du vorher wahrscheinlich nicht unbedingt tätig und hast versucht das zu klären!

Wenn das geklärt ist Arzt / Therapie usw. dann wäre es kontraproduktiv wenn der Freund nicht kommen darf denn er ist ja in gewissen Umfang auch etwas für das seelische Gleichgewicht. Wenn das nicht der Fall ist (kein Arzt / Therapie ..) und die Hoffnung ja der Freund wird mich schon aushalten so kann das schon einmal ins Auge gehen wenn man von dem Freund absolut abhängig ist!

Wie auch immer man kann sich auch einmal beraten lassen was man tun kann in dem Fall wo man evtl. bei Bedarf Hilfe bekommt usw..

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Wenn Du in der CH / AT odgl. wohnst wäre das dann z.B. rataufdraht.orf.at Telefon 147

VG Stephan

Antwort
von walesca, 3

Hallo anonym1997!

...habe tägliche Panikattacken egal was ich mache. Ich bin in der Therapie. Aber ich halte es einfach nicht mehr aus. Die Attacken machen mich kapput und dass mich niemand versteht macht es noch viel schlimmer!.......Meine Mutter ging dann zu meinem Arzt... nun wird abgeklärt was sie jetzt mit mir machen.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, hast Du - trotz einer ambulanten Therapie - vermehrte Panikattacken. Dann reicht diese Therapie offensichtlich für Dich nicht mehr aus und es wäre ratsam, diese stationär weiterzuführen. Dies ist für Dich ganz sicher viel effektiver und erfolgversprechender, als einfach so weiter zu machen wie bisher. Aus eigener Erfahrung mit einer Freundin kann ich Dir versichern, dass das mit einer "Klappse", wie Du vielleicht befürchtest, nichts zu tun hat! Du möchtest doch auf Dauer für Dein ganzes Leben von diesen Attacken geheilt werden! Was sind dann schon - wenn vom Arzt für sinnvoll erachtet - ein paar Wochen Klinikaufenthalt? Sieh es auch mal von der Seite!! Danach kann dann ein ganz anderes, unbeschwertes Leben beginnen!! Oder möchtest Du auf Dauer so weiterleben wie jetzt??? Ich wünsche Dir alles Gute und eine erfolgreiche Therapie!!

Liebe Grüße von walesca

Kommentar von anonym1997 ,

Aber was ist dann mit meiner Ausbildung? Mitten im der Ausbildung sollte man nicht so viel fehlen.. Ich habe Angst davor meine Lehrstelle zu verlieren.

Kommentar von walesca ,

Ob Du die Ausbildung hinterher in diesem Betrieb problemlos weiterführen kannst, weiß ich natürlich nicht, da ich mich im Arbeitsrecht nicht auskenne. Da hilft vielleicht eine Anfrage beim Arbeitsamt? Aber ich bin ganz sicher, dass Du auch eine neue Anstellung finden wirst nach Deiner Therapie!! Das Wichtigste im Leben ist doch die Gesundheit!!! Du bist noch jung und dieser kleine "Knick" in Deiner Biographie wird Dich nicht gleich ins Abseits katapultieren. Werde erst einmal richtig gesund - und dann kannst Du wieder gestärkt und fit durchstarten!!! Was nützt Dir die schönste Ausbildung, wenn Du psychisch dabei zugrunde gehst?? Überleg Dir das mal in Ruhe!! LG

Kommentar von gerdavh ,

Wenn Du jetzt eine stationäre Behandlung durchführen lässt, verlierst Du nicht den Arbeitsplatz. Das gilt als Krankheit und Krankheit ist kein Kündigungsgrund, das widerspricht der Rechtsprechung Bezug Arbeitsrecht. Da bin ich mir ganz sicher. Ich war relativ lange in der Gewerkschaft organisiert und kenne mich da aus. lg Gerda

Antwort
von anonym1997, 3

Leute, es geht doch nicht darum ob dass der Job mich überfordert oder ich ihn nicht will. Ich liebe meinen Job, aber habe tägliche Panikattacken egal was ich mache. Ich bin in der Therapie. Aber ich halte es einfach nicht mehr aus. Die Attacken machen mich kapput und dass mich niemand versteht macht es noch viel schlimmer!

Antwort
von gerdavh, 3

Hallo, Du musst Dich mal selbst hinterfragen, warum diese Panickattacken auftauchen. Fühlst Du Dich überfordert in diesem Beruf? Möchtest Du diese Ausbildung vielleicht gar nicht machen? Gab es irgendeinen Vorfall, z.B. einen Todesfall, der für Dich schockierend war? Bevor Du Dich jetzt auf die Warteliste eines Therapeuten setzen lässt, solltest Du mal in Ruhe darüber nachdenken, was der Auslöser für Deine Panikanfälle war und evtl. über eine andere Ausbildung nachdenken. Sollte es überhaupt keinen nachzuvollziehenden Auslöser geben und Du im Prinzip da gerne arbeiten würdest, solltest Du über eine Psychotherapie nachdenken. Vielleicht sprichst Du mal mit Deinem Arzt darüber? Du brauchst ja ohnehin eine Krankmeldung, besprich das mal mit ihm. Einfach zuhause bleiben, hilft nicht - da wird Dir höchstens der Ausbildungsvertrag gekündigt. lg Gerda

Kommentar von anonym1997 ,

Wenn ich es wüsste, würde ich etwas daran ändern, aber ich weiss nicht woran es liegt. Jetzt heisst es Taschen packen, denn meine Mutter schickt mich in die Psychatrie!

Kommentar von gerdavh ,

Das finde ich jetzt aber stark übertrieben. Es gibt genug Psychlogen und Psychiater, die ambulant behandeln. Sprich nochmal mit Deiner Mutter. Ich weiß ja nicht, wie sich Deine Panickattacken äußern, aber das kann man auch auf dem von mir vorgeschlagenem Weg in den Griff bekommen. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Kommentar von gerdavh ,

Wichtig: Wenn Du Dich bislang nicht selbst gefährdet hast, also versuchst hast, Dich umzubringen, darf Deine Mutter Dich nicht gegen Deinen Willen in die Psychiatrie bringen. Solltet Ihr da jetzt wirklich hinfahren, bitte die Ärztin/den Arzt in der Aufnahme um ein Gespräch unter vier Augen!!! Da Du kein Notfall bist, habe ich ohnehin meine Zweifel, dass sie Dich dort aufnehmen werden. Erzähle den Ärzten, dass bislang noch keine ambulante therapeutische Behandlung von seiten Deiner Eltern in Angriff genommen wurde.

Kommentar von gerdavh ,

Falls Du diese Nachricht noch liest, möchte ich Dich darüber informieren, dass Du Dich weigern kannst, Deine Koffer zu packen und ins Auto zu steigen. Du musst das halt auch wollen. Und dann rufst Du das Jugendamt an und schilderst, was bei Euch zuhause abgeht. Ich habe mich zwischenzeitlich erkundigt, das wurde mir vom Jugendamt so mitgeteilt.

Kommentar von StephanZehnt ,

Sicher kann sie das Jugendamt anrufen. Allerdings muss man eine Lösung finden. Nun ambulante Therapie oder stationär. Die Hoffnung es wird sich so lösen lassen gibt es nicht. Davon hängt auch die Arbeit ab.
Wie das Jugendamt dann entscheidet ? Wenn man weis das Therapieplätze eigentlich absolute Mangelware sind!

Kommentar von anonym1997 ,

Ich habe mich geweigert. Meine Mutter ging dann zu meinem Arzt (der mir die Diagnose; psychische Panikattacken gab ) nun wird abgeklärt was sie jetzt mit mir machen. Ich habe das Gefühl dass mich niemand versteht. Diese Attacken machen mich kapput

Kommentar von gerdavh ,

Ich hatte mir schon ernsthafte Sorgen um Dich gemacht, dass Du jetzt tatsächlich in einer Klinik eingeliefert wurdest. Ich bin mir sicher, das der Arzt - zu dem solltest Du am Montag gehen (Deine Muter muss da nicht mitgehen - Du bist 17 Jahre alt!!) Dir eine Psychotherapie empfehlen wird. Es kann sein, das kann ich nun wirklich nicht beurteilen, dass er es evtl. mit Psychopharmaka probieren will. damit Du künftig keine unbegründeten Angstzustände hast. Ein Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut wird das verstehen, was Du gerade durchmachst. Du bist mit Sicherheit nicht der erste Patient, der unter Panikattacken leidet. Alles Gute für Dich. lg Gerda

Kommentar von anonym1997 ,

Hallo Gerda, danke viel mals für deine Tipps. Der Arzt wollte mir Anti Depressiva Tabletten verschreiben, habe dies aber abgelehnt, möchte alles andere versuchen, bevor ich zu Tabletten greife, da ich leider viele Tabletten schlecht verleide. Ich Danke dir

Kommentar von gerdavh ,

Das hätte ich jetzt nicht gemacht - Du könntest es ja zumindest mal probieren, ob sie Dir helfen. Wenn Du wirklich eingewiesen wirst, glaubst Du, dort bekämst Du keine Tabletten?? Lies mal meinen Kommentar zum Thema Arbeitsrecht bzw. Kündigungsschutz bei Krankheit. Bist Du jetzt eigentlich in ambulanter Therapie oder nicht? Die vielen Kommentare und Antworten verwirren mich etwas. lg Gerda

Antwort
von Lizzkrueger, 2

Tja... Ich hab auch meine Ausbildung im Altenheim absolviert, es war aber Pflicht das man davor ein Praktikum macht um zu wissen ob dies einen liegt oder nicht. Wenn du die Ausbildung nicht machen willst/kannst dann such dir was anderes.

Kommentar von anonym1997 ,

Ich habe auch ein Praktikum gemacht und arbeite seit 1 1/2 Jahren in diesem Beruf und liebe ihn. Ich bekomme nicht nur auf der Arbeit meine Panikattacken ich bekomme sie überall!

Kommentar von sunnyday ,

wie ist es denn mittleiweile?

Kommentar von sunnyday ,

wie ist es denn mittleiweile?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten