Frage von Flashgordon5, 22

Operation trotz Handicap?

Mein Onkel, leider nicht mehr ganz jung, stürzte ziemlich böse und hat sich dabei einen Kapselriss an der Schulter zugezogen. Die Heilung dauert irgendwie, ist ja auch klar, weil er nicht mehr der jüngste ist. Der andere Arm war schon länger für eine Gelenksoperation geplant und der Arzt meint jetzt, das ginge trotzdem. Aber dann hat er ja keinen Arm mehr zur Verfügung um seinen Alltag zu gestalten. Denkt der Arzt überhaupt mit oder geht es ihm da nur ums Geld? Muss mein Onkel in diese Operation immer noch einwilligen, obwohl sich die Situation jetzt geändert hat?

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Antwort
von gerdavh, 22

Hallo, man kann niemanden gegen seinen Willen operieren. Wenn Dein Onkel jetzt zusätzlich einen Kapselriss hat, würde ich an seiner Stelle abwarten, bis diese Sache ausgeheilt ist. Es mag gedankenlos gewesen sein, von dem Arzt vorzuschlagen, genau zum jetzigen Zeitpunkt die Gelenks-OP vorzuschlagen. Handelt es sich um ein künstliches Schultergelenk? Dann muss er nach der OP noch 6 Wochen eine Schulterbandage tragen. Oder handelt es sich um das Ellenbogengelenk? Auch da dauert es in der Regel ca. 6 Wochen, bis der Arm wieder normal belastet werden kann, Physiotherapie ist auch angesagt. Er sollte das in Ruhe mit seinem Arzt besprechen und ihm ganz klar zu bedenken geben, dass er unter diesen Umständen nichts mehr selbständig erledigen kann. Die Frage ist: Warum will der Chirurg das jetzt machen? Besteht eine stark fortgeschrittene Nekrose des Gelenks? lg Gerda

Antwort
von Marianne77, 18

Das ist jetzt schon eine neue Situation und wenn die Gelenksoperation vielleicht auch aufgeschoben werden kann, würde ich das erst machen, wenn der andere Arm wieder fit ist. Er kann immernoch die Operation ablehnen.

Antwort
von Nic129, 17
Muss mein Onkel in diese Operation immer noch einwilligen, obwohl sich die Situation jetzt geändert hat?

Müssen muss er gar nichts. Wenn er nicht möchte, dann möchte er nicht. Man sollte nur nicht wenige Stunden vor geplanter Operation absagen oder gar nicht erst erscheinen. Ein bisschen frühzeitig absagen wäre sehr freundlich.

Denkt der Arzt überhaupt mit oder geht es ihm da nur ums Geld?

Wenn es dafür etwas geben würde... und einem bei der Quartalsabrechnung nicht die Tränen kommen würden. Aber mal davon abgesehen, tut ja nichts zur Sache: Aus rein medizinischer Sicht spricht nichts gegen den Eingriff. Dementsprechend auch die Aussage "geht trotzdem" weder falsch noch ungewöhnlich.

Der Rest muss Ihr Onkel entscheiden.

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