Frage von ca0404, 30

Operation / Vollnarkose

Guten Torgen, wegen meiner Erkrankung muss ich mich irgendwann operieren lassen, die Frage die ich deswegen stelle ist folgende: ich bin momentan in schmerztherapeutischer Behandlung mit Opioiden dh. Targin 60mg/ Tag. Nun wenn ich mich operieren lassen möchte, weil ich es evtl. mal vor Schmerzen nicht mehr aushalten könnte, frag ich mich ob es nicht zu Problemen kommen kann, aufgrund meiner Schmerzmittelmedikation, in Bezug auf die Narkose während der OP. Muss ich das Mittel vor der OP nicht erst "entziehen" , da die Dosis Targin und dann noch das Propophol oder was sonst da benutzt wird, das überlebt man doch sicher gar nicht... Entzug vor OP?

Antwort
von Lexi77, 30

Hallo!

Ich kann dir da aus eigener Erfahrung berichten. Anfang diesen Jahres habe ich eine Schmerztherapie gemacht, weil ich starke Bauchschmerzen (wegen Verwachsungen) hatte, aber zuerst wollte keiner operieren. Ich habe hochdosiert Schmerzmittel genommen 4x tägl. Tilidin, insgesamt 450 mg/Tag (und dazu auch noch andere Medikamente). Diese Dosis nahm ich auch noch, als sich endlich ein Arzt bereit erklärt hatte, mich zu operieren. Ich habe dem Anästhesisten dann im Vorgespräch gesagt, was ich alles nehme und das war überhaupt kein Problem. Er hat sich das alles genau notiert und sagte mir, dass ich die Schmerzmedikation sogar ganz normal am morgen der OP auch noch nehmen könne, ja sogar soll, damit es nicht zu Entzugserscheinungen während der OP kommt. Und du siehst, ich kann dir noch antworten, habe es also gut überlebt. ;-)

Im vergangenen Jahr habe ich auch mal Targin genommen, auch da hatte ich 2 OPs. Und auch dort war das im Gespräch mit dem jeweiligen Anästhesisten kein Thema, ich sollte sie immer ganz normal weiter nehmen.

Das einzige "Problem" was ich bei Narkosen immer habe ist, dass ich danach immer sehr lange schlafe und nur schwer wach zu bekommen bin. Aber die Ärzte sind sich nicht sicher, ob das mit den Schmerzmitteln zusammenhängt (einer sagt ja, ein anderer nein). Aber da man nach einer OP ja sowieso im Aufwachraum ist, war das nie ein Problem für die Ärzte, ich war halt einfach immer etwas länger da.

Ganz wichtig ist halt nur, dass du dem Anästhesisten dann im Vorgespräch ganz genau sagst, was du nimmst und alle Medikamente aufzählst (am besten vorher eine Liste schreiben und ihm diese einfach geben, so mache ich es immer). Dann kann er die Narkose darauf abstimmen und ein Narkosemittel auswählen, das keine Wechselwirkungen mit dem Targin eingeht. So wird dann auch deine OP aus Anästhesisten-Sicht kein Problem darstellen!

Alles Gute und viele Grüße

Lexi

Antwort
von Anne41, 28

Bevor deine OP ansteht hast du dich ausführlich mit einem Anästhesisten unterhalten.Du mußt ja vorher angeben welche Medikamente du einnimmst.Der Arzt sagt dir dann was du machen sollst,oder was nicht.Die lassen dich in keine Operation gehen,dessen Risiko zu hoch wäre.Mach dir deswegen mal keine allzu große sorgen.Ehrlich muß man zu diesen Menschen natürlich sein.

Antwort
von walesca, 25

Hallo ca0404!

Solche Dinge werden i.d.R. vor einer Operation mit dem zuständigen Narkosearzt ganz genau besprochen. Wenn aber Dein OP-Termin noch nicht festliegt, kannst Du ggf. mal in dem Krankenhaus nachfragen, ob Du solche Dinge auch schon vorher mal mit einem Narkosearzt abklären kannst. Ich glaube schon, dass Du dazu auch die Gelegenheit bekommst. Einfach mal nachfragen!!

Alles Gute wünscht walesca

Antwort
von GeraldF, 24

Das ist kein Problem und lässt sich alles regeln. Vermutlich können Sie die Medikamente ganz normal weiternehmen und müssen allerhöchstens am Tage der Narkose aussetzen. Zerbrechen Sie sich darüber nicht den Kopf. Das ist Aufgabe des Anästhesisten und Sie sind mit Sicherheit nicht der erste Patient mit einer Dauermedikation, der eine Narkose bekommen soll.

Antwort
von brido, 19

Da Du Opiate nimmst bist Du sicher schon länger in Behandlung. Dafür gibt es ein Gespräch vorher mit dem Anästhesisten.

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